21. Juni 2021 / 15:36 Uhr

Frohburg, Mochau und Borna II/Eula ziehen ins Kreispokal-Viertelfinale ein

Frohburg, Mochau und Borna II/Eula ziehen ins Kreispokal-Viertelfinale ein

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
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Der Hohnstädter SV zog gegen den letztjährigen Finalisten BSV Einheit Frohburg den Kürzeren. © Karsten Hannover
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Auch am Sonntag setzten sich die Favoriten im Kreispokal des Fußballverbandes Muldental/Leipziger Land durch. Die Einheit Frohburg gewann gegen den Hohnstädter SV mit 3:1, Traktor Mochau bezwang Olympia Frankenhain mit 5:4 und die SG Borna II/Eula setzte sich mit 4:1 gegen die SG Machern/Tresenwald II durch.

Landkreis. Auch am Sonntag floss der Schweiß im Pokal-Achtelfinale der Männer des Fußballverbandes Muldental/Leipziger Land in Strömen. Und abermals mussten die nominellen Außenseiter durch die Bank weg die Segel streichen, in zwei der drei Fälle allerdings erst nach äußerst heftiger Gegenwehr. Die Tore-Flut (es klingelte satte achtzehnmal) lässt auf mangelnde taktische Disziplin in den Defensivabteilungen schließen, die lange Auszeit und die hochsommerlichen Temperaturen dürften ihre Spuren hinterlassen haben.

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Hohnstädter SV - Einheit Frohburg 1:3

So zog der Hohnstädter SV (Kreisliga A-Ost) gegen den letztjährigen Finalisten BSV Einheit Frohburg (Kreisoberliga) mit 1:3 den Kürzeren. Im traditionsreichen Grimmaer Stadion der Freundschaft mit seinen unverändert hervorragenden Bedingungen gingen die Rennstädter um Trainer Swen Licht nach einer reichlichen Viertelstunde durch Domenic Zein in Führung. Die Einheimischen um Coach Marcus Fischer konnten den Rückstand zu Beginn der zweiten Halbzeit durch einen von Benjamin Hirsch verwandelten Strafstoß egalisieren.

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Im Kreispokal-Achtelfinale unterlag der Hohnstädter SV im Grimmaer Stadion der Freundschaft mit 1:3 gegen Einheit Frohburg. Zur Galerie
Im Kreispokal-Achtelfinale unterlag der Hohnstädter SV im Grimmaer Stadion der Freundschaft mit 1:3 gegen Einheit Frohburg. ©

Im Endspurt einer umkämpften Begegnung sicherten ein von Philipp Jacob vollstreckter Elfmeter sowie ein Treffer von Christopher Ussat den Gästen das angestrebte Weiterkommen. BSV-Präsident Andre Spranger - welcher nach knapp einem Jahr Verletzungspause sein erstes Pflichtspiel bestritt - zollte dem ordentlich dagegen haltenden HSV seinen Respekt. Seine Mannschaft habe wichtige Körner gesammelt, keiner hat sich verletzt, bei etwas mehr Cleverness wäre der Deckel schon eher drauf gewesen.

Tore: 0:1 Zein (18.) 1:1 Hirsch (52./Strafstoß) 1:2 Jacob (82./Strafstoß) 1:3 Ussat (87.) SR: Niemann (SV Flößberg) Z.: 72

Olympia Frankenhain - Traktor Mochau 4:5

Das spektakuläre 4:5 in einem ausgeglichenen, temporeichen, turbulenten und hoch dramatischen Match zwischen der SG Olympia Frankenhain (Kreisliga A-West) und dem SV Traktor Mochau (Kreisliga A-Ost) war Werbung für den Fußball. Die Hausherren um Trainer Marco Seifert legten durch Heiko Meinig (ehemals Lungwitz) nach Flanke von Kapitän Martin Saupe einen Blitzstart aufs Parkett. Saupe baute den Vorsprung per Foul-Strafstoß aus, Meinig vergab danach sogar die dicke Gelegenheit zum 3:0. Stattdessen schlugen die Gäste um Coach Marcel Müller durch Sebastian Gasch (zuvor aktiv beim Döbelner SC, SV Grimma, FC Eilenburg, ZFC Meuselwitz) nach einem Abstimmungsfehler in den Reihen Olympias sowie David Kloses Distanzschuss zu und stellten damit noch vor dem Seitenwechsel den Gleichstand her.

Nach der Pause brachte Saupe den Platzbesitzer durch einen weiteren Elfmeter (diesmal Handspiel nach einem schnellen Konter) erneut in Front, ehe Silvio Schwitzky (einst FC Erzgebirge Aue II, FSV Budissa Bautzen) wieder den Ausgleich erzielte. Nochmals Saupe (Strafstoß-Nachschuss, zuvor Attacke an Rene Lichey) und Klose (vierter Elfmeter an diesem Nachmittag, Foul an Gasch) trieben die Spannung in einem offenen Schlagabtausch förmlich auf die Spitze. Eine Minute vor Ultimo war es dann Alexander Glauch, welcher für die Entscheidung zu Gunsten der Mochauer sorgte.


Tore: 1:0 Meinig (2.) 2:0 Ma. Saupe (21./FE) 2:1 Gasch (38.) 2:2 Klose (44.) 3:2 Ma. Saupe (55./HE) 3:3 Schwitzky (61.) 4:3 Ma. Saupe (70.) 4:4 Klose (77./FE) 4:5 Glauch (89.) SR: W. Engelmann (SV Germania Auligk) Z.: 100

Machern/Tresenwald II - Borna II/Eula 1:4

Wenig zu bestellen hatte der bisherige Favoritenschreck SG Machern/Tresenwald II (Kreisliga B-Süd) im Duell mit der SG Borna II/Eula (Kreisliga A-West), welches mit einem deutlichen 1:4 in die Annalen einging. Die mit einigen Landesklasse-Akteuren verstärkten Gäste boten an der Goethestraße eine souveräne Vorstellung, lagen bereits am Ende einer insgesamt ziemlich Ereignis armen ersten Halbzeit verdient mit zwei Toren vorn. Gegen einen dominant auftretenden Kontrahenten kam die Heim-Elf bei brütender Hitze lediglich zu einer einzigen echten Tormöglichkeit. Im zweiten Durchgang ging es weiterhin vorwiegend in eine Richtung, die Macherner waren von ihrem dritten Husaren-Streich meilenweit entfernt. Marik Mäder abermals vom ominösen Punkt machte alles klar für die Truppe von Trainer Andre Liebers, bevor nur eine Minute später Etienne Wangermann zur Stelle war. Die Schwarz-Gelben schalteten nun einen Gang zurück, so dass dem Gastgeber um Coach Dirk Strehle in einer fairen Begegnung ohne Karten durch Christian Hagen noch der Ehrentreffer gelang.

Tore: 0:1 Tschuschke (9.) 0:2 Kutzner (25./Strafstoß) 0:3 M. Mäder (62./Strafstoß) 0:4 Wangermann (63.) 1:4 Hagen (85.) SR: Schaupke (Hohnstädter SV) Z.: 50

Am Samstag qualifizierten sich die Kreisoberligisten SV Ostrau (2:0 gegen den SV Klinga-Ammelshain), SV Blau-Weiß Bennewitz (3:0 beim BSV Einheit Frohburg II), TSV Großsteinberg (5:3 nach Verlängerung beim SV Tresenwald Machern) und Roßweiner SV (2:0 beim TSV Burkartshain) für die nächste Runde. Kampflos weiter kam Staffel-Konkurrent Döbelner SC, weil Gegner SV Blau-Weiß Deutzen aus personellen Gründen nicht antrat.

Das Viertelfinale steigt am kommenden Wochenende mit folgenden Paarungen: Roßwein gegen Döbeln (Samstag), Mochau gegen Bennewitz, Borna II/Eula gegen Ostrau und Großsteinberg gegen Frohburg (alle Sonntag) Die Fans wird es freuen, immerhin gab es schon im Achtelfinale teilweise dreistellige Zuschauerzahlen.