25. November 2019 / 08:28 Uhr

Frohburg muss sich Alemannia Geithain mit 1:2 beugen

Frohburg muss sich Alemannia Geithain mit 1:2 beugen

LVZ-Sportbuzzer
Leipziger Volkszeitung
Der Frohburger Christian Geißler (vorn links) wird vom Geithainer Sebastian Kipping bedrängt und verliert den Ball.
Der Frohburger Christian Geißler (vorn links) wird vom Geithainer Sebastian Kipping bedrängt und verliert den Ball. © Wolfgang Riedel
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Die Gastgeber aus der Rennstadt enttäuschten auf ganzer Linie und verloren verdient. Kuhnitzsch konnte kurz vor Abpfiff nur noch den Anschlusstreffer erzielen. 

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Frohburg. Glückwunsch an Geithain: Derbysieg nach langer Zeit, noch dazu in der Rennstadt. Die drei Punkte hatten sich die Gäste verdient. Sie waren einsatzbereiter, wacher, körperlich präsenter, kämpferischer. Und sie hatten den unbedingten Willen, mal wieder was aus Frohburg mitzunehmen.

Die Leistung der Gastgeber glich allerdings einem Offenbarungseid. Selbst eine Nacht zum Überschlafen, um Abstand zu gewinnen, schaffte es nicht, den Frust aus den Gliedern zu schütteln. Nüchtern betrachtet war es aus Frohburger Sicht ein Nachmittag zum Vergessen. Lieber die zwei Stunden mit den Kindern verbracht, deren Freude über die Anwesenheit mehr Glückseligkeit geboten hätte. Lange Zeit deutete es sich an, nun ist es so weit: Die Souveränität der Einheit ist weg, egal gal welchem Mannschaftsteil. Das Team ist als Tabellenvierter ins Mittelmaß abgerutscht.

Die Saison begann gut, Spiel und Ergebnisse passten, der eigene Anspruch wurde erfüllt. Es lief, doch der Schlendrian zog ein. Zahlreiche Verletzungen, auch von Leistungsträgern, brachte die Kogge in unruhiges Gewässer. Es ging nicht mehr voran, die Tabelle lügt nicht. Zu viele Gegentreffer, unnötige Punktverluste. Ja, man kann in Borna verlieren, gegen Ostrau unentschieden spielen, ohne Frage. Dennoch zeigt die Leistungskurve steil nach unten.

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Trainingsbeteiligung? Wer will, findet Wege, wer nicht, findet Ausreden. Daraus resultierend: keinerlei Zusammenspiel, Passspiel ohne Abnehmer, Langholz, ungenau, unerreichbar, ohne Wert. Es gilt, die Selbstzufriedenheit wieder mit Biss zu vertreiben, die eigenen Belange hintenan zu stellen, die Gemeinschaft in den Vordergrund zu rücken. Ja, und gerade auch den inneren Schweinhund zu überwinden, um zu alter Stärke zurück zu finden.

Wille ist gefragt, und das nicht nur in den letzten zehn Minuten. Auch wenn Frohburg nach den beiden Gegentreffern (52., 80.) und den Auswechslungen auf Dauerdruck umstellen konnte, Kuhnitzsch den einzigen Fehler von Bochmann im Gästegehäuse zum 1:2 (89.) bestrafte und Jacob sogar noch den Ausgleich auf dem Schlappen hatte – verdient wäre ein Punktgewinn ob der zuvor gezeigten Darbietung nicht gewesen. Hoffentlich war es ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit. Es muss sich definitiv etwas ändern!

Frohburg: Cerny, Strelow (74. M. Schmidt), Ussat, Gey (55. Spranfer), Steinbach, Frank, Jacob, Pyrdek, Kuhnitzsch, Zein, Geißler (55. Gerstenberger)

Geithain: Bochmann, Neubauer, Herold, Kipping, Winkler (83. Wilde), Beyer, Helbig, Duschinski, Liebing (86. Gotthardt), Saupe

Zuschauer: 133.

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