19. Januar 2022 / 20:21 Uhr

Ein frühes und ein spätes Tor: RB Leipzig gibt sich bei 2:0-Pokalsieg gegen Rostock keine Blöße

Ein frühes und ein spätes Tor: RB Leipzig gibt sich bei 2:0-Pokalsieg gegen Rostock keine Blöße

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
1000 Zuschauer sahen wie Yussuf Poulsen und Lukas Klostermann das 1:0 feierten.
1000 Zuschauer sahen wie Yussuf Poulsen und Lukas Klostermann das 1:0 feierten. © dpa / Getty Images
Anzeige

RB Leipzig steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Der Bundesligist feuerte gegen Hansa Rostock ein wahres Passfeuerwerk ab, tat sich zwischenzeitlich lange schwer, gewann aber am Ende verdient und ungefährdet 2:0 (1:0). Yussuf Poulsen und Dani Olmo treffen.

Leipzig. Es ist vollbracht, die Roten Bullen stehen im Viertelfinale des DFB-Pokal, der Traum von der dritten Final-Teilnahme nach 2019 (0:3 gegen die Bayern) und 2021 (1:4 gegen Dortmund) lebt weiter. Das 2:0 gegen Hansa Rostock ist verdient, aber weit weg von einer Machtdemonstration. Yussuf Poulsen setzt den Leipziger Zug vor 1000 Zuschauern zeitig aufs Gleis (6. Minute), das beschleunigende 2:0 lässt lange warten und wird vom just eingewechselten Dani Olmo geschossen (82.).

Anzeige

Das Viertelfinale wird aller Voraussicht nach am 30. Januar im Rahmen der ARD-Sportschau ausgelost. Die vier Partien finden am 1. und 2. März statt. Dass der Ball im Pokal derart früh ohne Großkopferte wie die Bayern, den BVB und Leverkusen rollt, ist bisher selten bis nie vorgekommen. Wirklich nur der Vollständigkeit halber: Berliner Finalluft wird am 21. Mai geatmet. Am selben Tag gastiert Rammstein in der Red-Bull-Arena. Wäre eine Interessenskollision, mit der der geneigte RB-Fan wunderbar leben könnte.

JETZT Durchklicken: Die Bilder zum Spiel

2:0 gegen Hansa Rostock! RB Leipzig zieht durch einen ungefährdeten Erfolg gegen die Ostseestädter in das Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Zur Galerie
2:0 gegen Hansa Rostock! RB Leipzig zieht durch einen ungefährdeten Erfolg gegen die Ostseestädter in das Viertelfinale des DFB-Pokals ein. ©

Für RB und Rostock geht es am Wochenende um eminent wichtige Punkte. Die Rasenballer, die erstmals seit vielen Monden drei Pflichtspielsiege aneinanderreihten, empfangen am Sonntag, 15.30 Uhr, den VfL Wolfsburg, wollen die Mini-Serie ausbauen und sich fürs 0:1 bei den Wölfen revanchieren. Einen Tag früher und eine Liga darunter spielt Hansa gegen den FC Heidenheim, peilt den ersten Sieg seit Anfang November an. Anpfiff: Sonnabend, 13.30 Uhr. Hansa, Tabellen-15. der zweiten Liga, hatte im Leutzscher Seminaris-Hotel genächtigt und morgens im nicht weit entfernten Alfred-Kunze-Sportpark angeschwitzt.

Am früheren Arbeitsplatz des einstigen FC-Sachsen-Liberos Jens Härtel. Im Spiel machen Härtels Männer einen wachen Eindruck, die Räume eng - sechs Minuten kurz. Dann flankt Lukas Klostermann auf Yussuf Poulsens Kopf - 1:0. Frühe Führungen sind was Feines, stärken die einen, lassen Zweifel beim anderen wachsen. RB ist hochüberlegen, lässt Ball und Gegner laufen, fahndet fruchtlos nach Lücken im hartleibigen Defensivverbund, kommt folgerichtig erst nach einer knappen halben Stunde zur nächsten guten Chance, die Willi Orban auslässt. In der 39. Minute fällt beinahe das 2:0, doch Christopher Nkunkus Schuss küsst die Latte. Halbzeit, 1:0, berauschend ist anders.

Wiederbeginn, Tedesco bringt André Silva für Poulsen. Klostermanns Volley rauscht knapp an der Vorentscheidung vorbei. Rostock mit dem ersten Abschluss, Nico Neidhart schießt vorbei. Rostock? Muss abwägen zwischen Sicherheit und der Chance aufs 1:1. RB? Spielt nicht schnell genug, ist nicht zwingend. Gulacsi? Rennt in der 64. Minute los, klärt und spielt einen Fehlpass. Bentley Bahns Hochweit-Versuch verhungert. Nein, kein mitreißendes Fußballspiel. Hansa kommt auf und gegen lässige Leipziger zu zwei Möglichkeiten. Kevin Kampl und Willi Orban greifen rettend ein. Dani Olmo kommt, sieht und trifft zum 2:0 (82.). Viertelfinale!

Die Statistik zum Spiel:

Leipzig: Gulacsi - Simakan (81. Olmo), Orban, Gvardiol - Klostermann, T. Adams, Henrichs (73. Laimer), Angelino, Kampl (85. Bonnah) - Nkunku (85. Novoa), Poulsen (46. Silva).


Rostock: Kolke - Riedel, Meißner, Roßbach (46. Malone), J. Meier - Rother, Rhein (46. Bahn), Rizzuto (46. Neidhart), Ingelsson, Mamba (70. Fröling) - Munsy.

Tore: 1:0 Poulsen (6.); 2:0 Olmo (82.).

Zuschauer: 1000.