15. Februar 2022 / 14:14 Uhr

Frust bei Wolfsburgs Bittner nach dem Olympia-Aus: "Mannschaft hätte es weit schaffen können"

Frust bei Wolfsburgs Bittner nach dem Olympia-Aus: "Mannschaft hätte es weit schaffen können"

Marvin Sonnemann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Aus noch vor dem Viertelfinale: Für das deutsche Eishockey-Team und den Wolfsburger Grizzly Dominik Bittner (r.) ist Olympia früher als gedacht vorbei.
Aus noch vor dem Viertelfinale: Für das deutsche Eishockey-Team und den Wolfsburger Grizzly Dominik Bittner (r.) ist Olympia früher als gedacht vorbei. © (c) Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Nach dem 0:4 gegen die Slowakei ist das deutsche Eishockey-Team bei Olympia frühzeitig ausgeschieden. Dominik Bittner von den Grizzlys Wolfsburg ist enttäuscht, glaubt aber weiter an die Mannschaft und will nun die richtigen Schlüsse ziehen.

Bitteres Aus für die deutsche Eishockey-Mannschaft bei Olympia: Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm unterlag in der Viertelfinal-Qualifikation der Slowakei überraschend deutlich mit 0:4 (0:1, 0:2, 0:1) und verabschiedet sich damit unerwartet früh aus dem Turnier. Das vom DEB ursprünglich angepeilte Minimalziel Viertelfinale ist Geschichte, stattdessen dürfen die Slowaken gegen die USA um den Einzug in die Runde der letzten Vier spielen. Das Aus ist entsprechend auch für Dominik Bittner von den Grizzlys Wolfsburg "sehr enttäuschend".

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Seine erste Teilnahme an Olympia, das für ihn „wichtigste Turnier seines Lebens“, erlebte ein jähes und unbefriedigendes Ende. Bittner wusste die Niederlage aber zunächst sportlich einzuordnen: „Man muss ganz klar sagen, dass sich die Slowaken den Sieg auf voller Strecke verdient haben“, machte der 29-Jährige klar. „Da gibt es nichts schönzureden, nichts zu diskutieren. Das war kein gutes Spiel von uns, absolut nicht.“ Die deutsche Mannschaft sei auf den „erwartungsgemäß unangenehmen Gegner“ getroffen, schaffte es jedoch nicht, „in unser Spiel zu finden“.

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Dennoch sei der Grizzly von der Qualität der Mannschaft überzeugt: „Unsere Mannschaft hätte es sehr weit schaffen können.“ Natürlich laufe jeder, der sich hohe Ziele steckt und hohe Ansprüche an sich selbst stellt, „Gefahr zu scheitern und das Ziel zu verfehlen“. Das sei mit dem Aus gegen die Slowakei leider passiert. „Aber ich würde mit den Spielern, die Deutschland hat, mit allen Spielern, die da waren, mit allen, die zu Hause auch noch verfügbar wären, mir immer wieder hohe Ziele stecken, weil wir das Spielvermögen und alles, was man dazu braucht, definitiv haben“, erklärte der Wolfsburger.

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Für das DEB-Team gelte es nun, das Geschehene ordentlich zu verarbeiten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Auch Bittner selbst will aus den Erfahrungen und den Eindrücken vor Ort lernen. Für die Zukunft des Sports macht sich der Verteidiger aber keine Sorgen. Der „Glaube und das Selbstbewusstsein ins deutsche Eishockey“ seien weiterhin „absolut da“. Ohnehin steht mit der Weltmeisterschaft in Finnland (13. bis 29. Mai) in diesem Jahr noch ein weiteres großes Turnier an. Dort wollen Bittner & Co. das frühe Olympia-Aus vergessen machen und wieder an erfolgreiche Zeiten anknüpfen.

Wie es für Bundestrainer Söderholm weitergeht, ist indes offen. Sein Vertrag läuft noch bis nach der WM im Mai, er selbst hatte angekündigt, erst nach Olympia eine Entscheidung treffen zu wollen. Angesprochen auf dessen Zukunft, sagte DEB-Sportdirektor Christian Künast lediglich: "Falsche Frage zum falschen Zeitpunkt.“ Auch Söderholm ärgerte sich über das Olympia-Aus. „Wir waren einfach nicht auf dem Level", so der Trainer, der vor wenigen Wochen noch betonte hatte, „etwas aus Peking mitbringen“ zu wollen. Eine Medaille wie zuletzt bei Olympia 2018 wird es allerdings nicht. „Natürlich ist das schon eine Enttäuschung.“

Für die Grizzlys geht's unterdessen am Mittwoch (19.30 Uhr) weiter, dann treffen die Wolfsburger in Augsburg auf die Panther. Bittner wird da jedoch noch nicht mit dabei sein, der Olympia-Fahrer soll für die Partie am Freitag bei den Straubing Tigers wieder zum Team stoßen.