04. Oktober 2020 / 21:11 Uhr

Frust bei Viktoria Jüterbog: Eintracht Königs Wusterhausen entführt die Punkte (mit Galerie)

Frust bei Viktoria Jüterbog: Eintracht Königs Wusterhausen entführt die Punkte (mit Galerie)

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Viktoria-Abwehr (blaue Spielkleidung) hatte mit Eintracht-Stürmer Elvis Amabo jede Menge Arbeit.
Die Viktoria-Abwehr (blaue Spielkleidung) hatte mit Eintracht-Stürmer Elvis Amabo jede Menge Arbeit. © Frank Neßler
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Landesklasse Ost: Das Tabellenschlusslicht Viktoria Jüterbog verliert sein Heimspiel gegen Aufsteiger Eintracht Königs Wusterhausen klar.

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Unterschiedlicher hätten die Gefühlswelten am Sonnabendnachmittag auf dem Jüterboger Sportplatz am Rohrteich nicht sein können: Frust, Resignation und leere Blicke bei den Viktoria-Fußballern einerseits, während auf der anderen Seite die Eintracht-Kicker erst mit ihren Fans auf dem Platz und später in der Kabine mit Partyhits ihren Sieg feierten.

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Mit 4:0 (3:0) hatten die Gäste den Hausherren eine weitere Schlappe in dieser Saison zugefügt. Die Jüterboger Landesklassenfußballer bleiben nach sechs Spieltagen abgeschlagener Tabellenletzter der Oststaffel. Noch keinen einzigen Punkt haben sie auf dem Konto. Die Viktoria-Fußballer sind sogar im Minus, denn drei Zähler werden ihnen aufgrund eines Sportgerichtsurteils noch abgezogen.

In Bildern: Tabellenschlusslicht Viktoria Jüterbog verliert Heimspiel gegen Aufsteiger Eintracht Königs Wusterhausen mit 0:4.

Tabellenschlusslicht Viktoria Jüterbog (blaue Spielkleidung) verliert Heimspiel gegen Aufsteiger Eintracht Königs Wusterhausen mit 0:4. Zur Galerie
Tabellenschlusslicht Viktoria Jüterbog (blaue Spielkleidung) verliert Heimspiel gegen Aufsteiger Eintracht Königs Wusterhausen mit 0:4. © Frank Neßler

Das Kellerduell des sechsten Landesklassen-Spieltages, der Letzte hatte den bis dahin 13. der Tabelle zu Gast, begann vor 77 Zuschauern auf dem Sportplatz am Rohrteich ernüchternd für die Hausherren. Nach einem Freistoß mit Kopfballverlängerung kam Elvis Amado (6.) ziemlich frei vor Viktoria-Schlussmann Tobias Knetsch an den Ball. Im ersten Anlauf scheiterte der Eintracht-Stürmer noch am Keeper, gegen den Nachschuss war der Schlussmann machtlos.

Der frühe Gegentreffer verunsicherte die Jüterboger noch mehr. Ihnen gelang so gut wie nichts mehr. Ralph Zimmermann (23.) und Christian Semke (45.+1) bauten die Führung der Gäste bis zur Pause auf 3:0 aus. In der Kabine versuchte ein schon fast verzweifelter Viktoria-Coach Rigo Totsche seine Jungs bei der Ehre zu packen. „Zur Abschussbude Nummer eins in der Liga zu werden, das ist echt bitter“, sagte er hinsichtlich der mangelnden Einstellung beim Training und bei den Punktspielen in Teilen seiner Mannschaft.

Kurzes Aufbäumen bei Viktoria

„Ich frage mich, ob bei einigen überhaupt noch ein Interesse am Fußball besteht. Dafür habe ich kein Verständnis. Dann kann ich auch aufhören und angeln fahren, da habe ich dann mehr davon“, so der enttäuschte Viktoria-Coach. Zu Beginn des zweiten Durchgangs ging zwar kurz ein Ruck durch die Jüterboger Mannschaft, aber richtig gefährlich wurden die Hausherren zu keinem Zeitpunkt mehr. Die besseren Chancen hatten nach wie vor die Gäste, die nach einer Ecke durch Issac Dabaki (82.) den 0:4-Endstand herstellten.

Für Eintracht-Trainer Wolfgang Juhrsch war die Fußballwelt damit vollkommen in Ordnung. „Wir können natürlich nur zufrieden sein, das ist doch klar“, sagte er. „Wir sind ja nicht gut in die Saison gestartet und haben in den ersten Begegnungen nur wenige Tore erzielt. Auf einen Schlag machen wir in zwei Spielen dann sechs Tore. Wir sind im Kommen und jetzt ganz gut dabei.“ Eintracht Königs Wusterhausen kletterte auf den elften Tabellenrang.