11. Juli 2020 / 17:20 Uhr

Platz-Ärger: Warum der FSV 06 Eintracht Hildburghausen vor dem Aus steht

Platz-Ärger: Warum der FSV 06 Eintracht Hildburghausen vor dem Aus steht

Robin Schwitzer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Dem FSV 06 Eintrach Hildburghausen stehen schwere Zeiten bevor. Nicht bespielbare Plätze gefährden die Zukunft des Vereins.
Dem FSV 06 Eintrach Hildburghausen stehen schwere Zeiten bevor. Nicht bespielbare Plätze gefährden die Zukunft des Vereins. © FSV 06 Eintracht Hildburghausen
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Nicht bespielbare Plätze - ein Dauerthema für viele Amateurvereine. Auch der FSV 06 Eintracht Hildburghausen hat damit zu kämpfen. Die eine Spielstätte darf nicht mehr genutzt werden, die andere ist längst über ihren Zenit hinaus. Obwohl nun ein Rasenplatz teilsaniert wird, sieht die Zukunft für den Klub alles andere als rosig aus.

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Der FSV 06 Eintracht Hildburghausen steckt in einer verzwickten Situation. Obwohl die Thüringer eigentlich zwei Fußballplätze auf ihrer Anlage haben , steht der Verein kurz vor dem Aus. Spiel- und Trainingsbetrieb sind akut gefährdet. Der Kunstrasenplatz, bereits 2006 errichtet, hat seinen Zenit schon längst erreicht. "Eigentlich ist der Platz jetzt schon hinfällig und zwei Jahre über seiner Zeit", erklärt Jens Hirschfeld, Sportlicher Leiter.

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Umso tragischer, dass der Platz im heimischen Werner-Bergmann-Stadion aktuell gar nicht mehr zu benutzen ist. Bleibt aktuell nur die Plastikwiese. Laut Hirschfeld sei es nur eine Frage der Zeit, bis auch der Kunstrasenplatz unbespielbar ist. Zu hoch ist die Belastung für die ohnehin bereits in die Tage gekommene Anlage.

Neun Jugendteams und drei Männerteams sind im Verein gemeldet- Tendenz steigend. „Ohne zweite Spielfläche wäre die Unbespielbarkeit des Kunstrasens das Aus für uns“, sagt Dirk Drescher, Präsident des FSV.

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Sportlicher Leiter Hirschfeld: "Wie lange geht das gut?"

Die Stadt, Eigentümer des Stadions, machte dem FSV klar, dass es keine umfassende Sanierung in naher Zukunft geben werde. Ganz seinem Schicksal überlassen will die Stadt den Verein aber nicht - Kompromiss ist der Bau einer neuen Drainage unter dem kompletten Spielfeld im Stadion im Jahr 2021. Bis dahin muss der Kunstrasenplatz weiter herhalten.

"Natürlich haben wir uns erst einmal darüber gefreut", sagt Hirschfeld. "Die Frage ist aber, wie lange geht das gut?" Diesmal wäre der Rasen im Stadion einer enorm hohen Belastung ausgesetzt. Die Folge wäre eine erneute Rückkehr auf den Kunstrasenplatz. Dieser müsste dafür allerdings ebenfalls saniert werden. "Da ist aber kein Geld für da", sagt Hirschfeld. Ein Teufelskreis.