30. Mai 2021 / 11:04 Uhr

FSV Luckenwalde bekommt Lob für würdigen Endspiel-Rahmen

FSV Luckenwalde bekommt Lob für würdigen Endspiel-Rahmen

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Deckel drauf: Tobias Dombrowa (34) und Torschütze Daniel Frahn (32) bejubeln im Luckenwalder Seelenbinder-Stadion das 2:0 der Babelsberger, während Fürstenwaldes Schlussmann David Richter mit dem Gegentor hadert.  
Deckel drauf: Tobias Dombrowa (34) und Torschütze Daniel Frahn (32) bejubeln im Luckenwalder Seelenbinder-Stadion das 2:0 der Babelsberger, während Fürstenwaldes Schlussmann David Richter mit dem Gegentor hadert. © Frank Neßler
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AOK-Landespokal Brandenburg: Vertreter des FSV 63 Luckenwalde beraten als Zuschauer beim 2:0-Finalsieg des SV Babelsberg 03 über Union Fürstenwalde im heimischen Seelenbinder-Stadion über Zukunftsperspektiven für den eigenen Verein.

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"Es wäre schon geil gewesen, wenn wir das Finale erreicht hätten", bedauerte Dirk Heinze, Präsident des FSV 63 Luckenwalde. Er saß am Sonnabendnachmittag mit einigen Verantwortlichen des Fußball-Regionaligisten aus der TF-Kreisstadt sowie Vertretern der sportlichen Leitung des Vereins auf der Tribüne des heimischen Seelenbinder-Stadion und beobachtete das Geschehen auf dem Rasen. Dort hatte der Staffelkontrahent Babelsberg kurz zuvor in 90 Spielminuten Titelverteidiger Fürstenwalde mit 2:0 entthront. Der hatte wiederum Anfang Mai den diesjährigen Pokaltraum der Luckenwalder im Halbfinale platzen lassen. Die Babelsberger warfen in der Vorschlussrunde Energie Cottbus mit 3:0 aus dem Wettbewerb und ließen sich nach ihrem Finalerfolg am Sonnabend in Luckenwalde als verdienter Landespokalsieger 2021 feiern.

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Vertreter der Hausherren saßen als Endspiel-Zuschauer auf der Tribüne des Seelenbinder-Stadions. "Klar wären wir gerne im Finale dabei gewesen, aber so ist Fußball und wir haben es in Fürstenwalde verkackt", so Heinze. Bezüglich des sportlichen Finalausgangs gab es unter den Luckenwalder Vereinsvertretern keine zwei Meinungen. "Zweifelsfrei ein verdienter Sieg für Babelsberg", erklärte der FSV-Präsident. Der Luckenwalder Fußballclub bot dafür wieder einen würdigen Rahmen. "Wir können mit unserem Part, an einem gelungenen Landespokalfinale beteiligt zu sein, jedenfalls ganz zufrieden sein", so Heinze, "was organisatorisch zu machen war, das haben wir gemacht und dafür von allen Seiten Lob erhalten. Angefangen beim Spielfeld bis hin zum gesamten Drumherum."

Auf dem Rasen des Luckenwalder Seelenbinder-Stadions wurde von Union Fürstenwalde und dem SV Babelsberg 03 um den Landespokal 2021 gekämpft, auf den Rängen sprachen Vorstandsmitglieder und die neue sportliche Leitung über Perspektiven für den FSV 63. 
Auf dem Rasen des Luckenwalder Seelenbinder-Stadions wurde von Union Fürstenwalde und dem SV Babelsberg 03 um den Landespokal 2021 gekämpft, auf den Rängen sprachen Vorstandsmitglieder und die neue sportliche Leitung über Perspektiven für den FSV 63. © Frank Neßler

Nur Zuschauer im eigenen Stadion beim diesjährigen Landespokalfinale zu sein, bot für die Vereinsvertreter des FSV 63 Luckenwalde auch eine willkommene Gelegenheit, sich wieder einmal im direkten Gespräch austauschen zu können. "Wir haben uns in letzter Zeit aus den verschiedensten Gründen nicht zu häufig gesehen", erklärte Heinze, "und gerade vor dem Hintergrund, was erst kürzlich alles passiert ist (der Unfalltod des FSV-Vorstandsmitglieds Jörg Abraham - Anmerkung d. Redaktion), war diese Kommunikation sehr wichtig. Wir müssen Perspektiven entwickeln und sehen, wie es weiter geht."



Mehr oder weniger gewurmt hat die1:3-Halbfinalpleite der Luckenwalder in Fürstenwalde und damit das Pokalaus 2021 für den FSV 63 dann doch den einen oder anderen in der Vereinsvertreter-Runde. So beispielsweise Severin Mihm. Der heutige Co-Trainer der Luckenwalder gewann vor genau fünf Jahren im Seelenbinder-Stadion die Trophäe. Damals trug Mihm das Trikot des SV Babelsberg 03, der am 28. Mai 2016 den FSV 63 Luckenwalde mit 3:1 bezwang. Fünf Jahre danach erklärte Mihm: "Es tat schon weh, Fürstenwalde hier heute spielen zu sehen. Wir wären gerne ins Finale eingezogen, das haben wir leider nicht geschafft. Nächstes Jahr versuchen wir es wieder. Den Babelsbergern kann man nur zum heutigen Pokalsieg gratulieren. Bei Fürstenwalde hat nicht viel zusammengepasst. Babelsberg war deutlich besser und hat die Chancen eiskalt genutzt."

Zu den geladenen Zuschauern, Fans beider Finalteilnehmer waren coroanbedingt im Seelenbinder-Stadion nicht zugelassen, zählte am Sonnabend auch Bodo Konrad. Für den Vorsitzenden des Fußballkreises Dahme/Fläming war das Finale eine kampfbetonte Partie, das mit dem SV Babelsberg 03 einen gerechten Sieger fand. "Glückwunsch an Babelsberg, es war ein verdienter Sieg", so Konrad. Für den diesjährigen Kreispokal der Fußballer machte der FK-Vorsitzende am Sonnabend Hoffnung. "Wenn es die Inzidenzzahlen zulassen, dann werden wir den Kreispokal auf jeden Fall austragen", erklärte Konrad, "geplant ist, am 1. August das Finale zu spielen. Zuvor werden im Juli das Viertel- und das Halbfinale ausgetragen."

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Der hiesige FK-Vorsitzende kündigte zudem an, dass es zum MAZ-Pokal in dieser Woche eine Videokonferenz mit den beteiligten Vereinen geben wird. Der Wettbewerb soll in dieser Saison ebenfalls noch ausgetragen werden, allerdings erst nach dem Kreispokal. "Wahrscheinlich in der zweiten oder dritten Augustwoche", so Konrad. Ansonsten laufen noch die Mannschaftsmeldungen der Vereine für die Spielserie 2021/22. "Nach dem 1. Juni wissen wir mehr", sagte Konrad, "das ist der Stichtag, aber die Mannschaften in unserem Fußballkreis haben noch die Möglichkeit, sich bis zum 1. Juli wieder kostenfrei abzumelden." Eine Tendenz zeichnet sich nach seinen Worten nicht ab, es fehlten allerdings noch einige Meldungen von kompletten Vereinen des Fußballkreises Dahme/Fläming. "Die werden aber noch melden", erklärte Konrad zuversichtlich.