15. Oktober 2020 / 19:46 Uhr

FSV 63 Luckenwalde: Es ist angerichtet für das Kellerduell

FSV 63 Luckenwalde: Es ist angerichtet für das Kellerduell

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Mit Abstand auf der Suche nach der optimalen Taktik: Die Luckenwalder Trainer Jan Kistenmacher, Steve Müller und Severin Mihm (v.r.).
Mit Abstand auf der Suche nach der optimalen Taktik: Die Luckenwalder Trainer Jan Kistenmacher, Steve Müller und Severin Mihm (v.r.). © Frank Neßler
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Regionalliga Nordost: Luckenwalder empfangen den Bischofswerdaer FV, nachdem dieser zuletzt wegen eines Coronafalls nur zuschauen durfte.

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„Das Spiel findet definitiv statt und Zuschauer sind unter Einhaltung der Coronaregeln erlaubt“, sagte Thomas Mill aus der Geschäftsstelle des Fußball-Regionalligisten FSV 63 Luckenwalde am Donnerstag. Gemeint ist die Begegnung des zehnten Spieltages in der Nordoststaffel zwischen dem FSV und dem Bischofswerdaer FV, die am Sonnabend um 13.30 Uhr im Seelenbinder-Stadion angepfiffen wird. „Weder das Herbstregenwetter und damit verbundene schwierige Platzverhältnissen noch das Coronavirus sind Gründe dafür, die Partie zu verschieben“, erklärte Mill.

Zuletzt tauchten in den sozialen Medien immer wieder Gerüchte auf, dass das Pflichtspiel in Luckenwalde an diesem Wochenende aufgrund eines Coronafalls im Team des BFV auf der Kippe stehe. Aus diesem Grund stand das Telefon in der FSV-Geschäftsstelle in den vergangenen Tagen kaum still. Die Anfragen häuften sich, ob die Partie am Sonnabend ausgetragen werden kann oder nicht. „Sie findet statt“, betonte Mill noch einmal. „Die Regionalligafußballer aus Bischofswerda befinden sich seit Dienstag dieser Woche wieder im Mannschaftstraining.“ Zuvor waren zwei Begegnungen des BFV (das Punktspiel gegen Carl Zeiss Jena und das Match im Sachsen-Pokal beim Radefelder SV) wegen eines Coronafalls abgesagt worden.

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In der aktuellen Regionalliga-Tabelle liegen der FSV 63 Luckenwalde und der Bischofswerdaer FV dicht beieinander. Der 15. hat den 18. zu Gast. Das Kellerduell verspricht am Sonnabend in Luckenwalde Abstiegskampf pur. Ein fußballerischer Leckerbissen wird weniger erwartet. „Die bessere kämpferische Einstellung entscheidet das Spiel“, vermutet Mill.

In der Heimbilanz der Luckenwalder Regionalligaelf gibt es Luft nach oben. Aus ihren bisherigen vier Begegnungen im Werner-Seelenbinder-Stadion haben sie nur vier Punkte geholt. Dem 1:0-Sieg des Aufsteigers zum Saisonauftakt gegen das momentane Schlusslicht Germania Halberstadt folgten vor heimischen Publikum ein 1:2 gegen Union Fürstenwalde, ein 2:5 gegen den BFC Dynamo und zuletzt ein 1:1 im Flutlichtspiel gegen den Berliner AK.

Jan Kistenmacher: "Begegnung auf absoluter Augenhöhe"

 Größtes Sorgenkind der Hausherren ist der Angriff. Lediglich zehn Saisontore haben die Luckenwalder bislang erzielt – weniger hat nur Halberstadt (6). Auch beim knappen 2:1-Arbeitssieg im Landespokal gegen Landesligist Germania Schöneiche zeigten sie in der Vorwoche so einige Abschlussschwächen. Dramatisieren will FSV-Trainer Jan Kistenmacher die Sturmflaute seiner Elf jedoch nicht. „Wir haben zehn Tore erzielt, das ist für die Regionalliga gar nicht mal so verkehrt und wir sind damit absolut im Plan“, sagte er.

Für das Heimspiel gegen den Bischofswerdaer FV sieht der FSV-Trainer seine Elf nicht unbedingt in der Favoritenrolle. „Natürlich wollen wir die drei Punkte in Luckenwalde behalten, Bischofswerda wird jedoch mit einer sehr starken Mannschaft anreisen, weil sie sich vorgenommen haben, an uns in der Tabelle vorbeizuziehen. Es wird eine Begegnung auf absoluter Augenhöhe und ein Spiel, das richtungsweisend sein kann“, schätzt Kistenmacher ein.

Weiterhin nichts Neues gibt es in Sachen Personal bei den Luckenwalder Regionalligafußballern. Keiner der zuletzt verletzten Spieler ist wieder richtig fit. Eine Entscheidung, wer gegen Bischofswerda am Sonnabend im FSV-Trikot auflaufen wird, fällt nach dem Abschlusstraining am Freitag. „Dann weiß ich erst, wer mir am Sonnabend endgültig zu Verfügung stehen wird“, so Chefcoach Kistenmacher.