27. September 2020 / 15:44 Uhr

FSV 63 Luckenwalde fährt nach großem Kampf ohne Punkte nach Hause

FSV 63 Luckenwalde fährt nach großem Kampf ohne Punkte nach Hause

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Peter Misch (FSV 63 Luckenwalde)
FSV-Abwehrmann Peter Misch sah in Jena die fünfte Gelbe Karte und ist im nächsten Spiel gesperrt. © Frank Neßler (Archiv)
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Regionalliga Nordost: Aufsteiger FSV 63 Luckenwalde unterliegt beim FC Carl Zeiss Jena mit 0:2 (0:0).

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Die Luckenwalder Regionalliga-Fußballer bleiben auch im fünften Meisterschaftsspiel der Geschichte gegen den FC Carl Zeiss Jena ohne eigenen Treffer. Am Sonnabendnachmittag unterlagen sie den Thüringer Gastgebern im Paradies mit 0:2. „Wir haben schon lange nicht mehr so eine unnötige Niederlage kassiert wie heute“, erklärte ein enttäuschtes FSV-Vorstandsmitglied Fred Krüger kurz nach dem Spiel, „ein Unentschieden wäre allemal verdient gewesen.“ Der Aufsteiger bot als Außenseiter den Hausherren einen großen Kampf. Vor dem FC-Tor fehlte es den Luckenwaldern allerdings an Abgezocktheit oder das nötige Quäntchen Glück, um eine von zahlreichen guten Möglichkeiten erfolgreich abzuschließen.

Vor 1256 Zuschauern starteten die Gäste durchaus mutig. Kompakt in der Abwehr stehend, liefen die Luckenwalder die Hausherren früh an. Vielbeinig wurde immer wieder das Aufbauspiel des FC Carl Zeiss aus dem Tritt gebracht. Klug verengten die Luckenwalder zudem die Räume. Daniel Becker, Nils Gottschick und Till Plumpe besaßen in den ersten Minuten Luckenwalder Schusschancen. Jena tat sich dagegen schwer, die richtigen Mittel gegen die kompakte FSV-Abwehr zu finden. Nach Ecke verfehlte Lucas Vierling das FC-Tor knapp. 19 Minuten waren bis dahin gespielt.

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Wenig später die größte Möglichkeit für die Platzherren in der ersten Hälfte. Ein Kopfball von Pasqual Verkamp aus zentraler Position wurde zur Beute von FSV-Schlussmann Andre Thoms. In der ersten halben Stunde der Partie waren jedoch die Luckenwalder näher dran am ersten Tor. „Wir hätten auch einen Handelfmeter bekommen können“, erklärte FSV-Trainer Jan Kistenmacher, „der nicht gegebene Strafstoß war für mich sogar eine Schlüsselszene des Spiels.“

Kurz vor dem Gang in die Kabinen verschoben sich die Kräfteverhältnisse dann etwas. Nach einem Pfostenschuss von FSV-Kapitän Christian Flath tauchte Verkamp nach Fehler auf der rechten FSV-Abwehrseite gefährlich vor dem Gästetor auf. Der Winkel wurde jedoch zu spitz für den Carl Zeiss-Angreifer. Nach mehreren Freistößen und Eckbällen der Hausherren, die allesamt von der FSV-Abwehr abgefangen werden konnten, ging es torlos in die Halbzeitpause. Das 0:0 hatten sich die Luckenwalder zu diesem Zeitpunkt redlich verdient.

Schlussmann Sedlak nicht zu überwinden

Nach Wiederbeginn entwickelte sich ein richtig gutes Fußballspiel mit hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten fast im Minutentakt. FC-Torwart Lukas Sedlak tauchte blitzschnell bei einem Schuss von Tim Göth ins kurze Eck ab. Auf der anderen Seite verfehlte Kevin Wolf das FSV-Tor nach Vorarbeit von Verkamp. Wenig später wurde Till Plumpe steil geschickt, frei vor Sedlak scheiterte der Luckenwalder Angreifer am Carl Zeiss-Keeper. Kurz darauf ist Verkamp völlig frei vor Thoms. Auch er verzog nach Kopfballanspiel von Wolf. Und schließlich fanden noch einmal Christian Flath und Aaron Bogdan in Schlussmann Sedlak ihren Meister.

In der 65. Minute gab es bei den Gastgebern einen Dreifachwechsel. Mit spielentscheidenden Folgen. Der eingewechselte Niclas Fiedler (68.) erzielte das 1:0 nach einer ansehnlichen Kombination über drei Stationen. Zwar besaßen die Luckenwalder anschließend noch Möglichkeiten, aber Jenas Maskenmann Maximilian Oesterhelweg (87.) entschied die Partie mit einem Schuss in die kurze Ecke zum 2:0. „Meine Mannschaft hat sich in Jena sehr, sehr teuer verkauft“, analysierte FSV-Trainer Kistenmacher die Partie, „deshalb ist es ärgerlich, dass wir keinen Punkt mitgebracht haben. Wir haben gezeigt, dass wir wettbewerbsfähig in der Regionalliga sind.“