11. Februar 2020 / 16:01 Uhr

FSV 63 Luckenwalde: Jede Menge Papier für den möglichen Aufstieg

FSV 63 Luckenwalde: Jede Menge Papier für den möglichen Aufstieg

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Thomas Mill (Vorstandsmitglied des FSV 63 Luckenwalde) präsentiert die Lizenzunterlagen des Vereins für die Regionalliga 2020/21.
Thomas Mill (Vorstandsmitglied des FSV 63 Luckenwalde) präsentiert die Lizenzunterlagen des Vereins für die Regionalliga 2020/21. © Frank Neßler
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NOFV-Oberliga Süd: Spitzenreiter FSV 63 Luckenwalde reicht Unterlagen zur Teilnahme am Regionalliga-Spielbetrieb 2020/2021 des Nordostdeutschen Fußballverbandes ein.

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Thomas Mill hält einen dicken Papierstapel in die Höhe. „Das sind die Lizenzunterlagen für die Regionalliga“, erklärt der 44-Jährige, der beim Fußballoberligisten FSV 63 Luckenwalde für die Organisation des Spielbetriebes verantwortlich zeichnet. In den zurückliegenden Wochen wurden die umfangreichen Unterlagen zusammen gestellt.

Sportlich sind die Luckenwalder Oberligafußballer auf Kurs. Als Herbstmeister und aktueller Tabellenführer der NOFV-Süd-Staffel sind sie gegenwärtig für die Regionalliga qualifiziert. Ob das bis zum Saisonende so bleiben wird, muss allerdings abgewartet werden. Die Richtung stimmt jedenfalls.

Der Vorstand des FSV 63 Luckenwalde hat sich dafür entschieden, den Antrag für eine Teilnahme am Spielbetrieb der Regionalliga für die Saison 20/21 zu stellen. „Die fristgemäße Bewerbung hat unter Beachtung der Ausschlussfrist bis zum 5. März, 15 Uhr, zu erfolgen“, berichtet FSV-Ehrenpräsident Rüdiger Riethdorf, der ebenfalls einen Anteil am Zusammenstellen der Lizenzunterlagen hat. „Um eine Zustimmung zum gestellten Antrag zu erreichen, musste eine umfangreiche Reihe von Zulassungsbestimmungen bearbeitet und nachgewiesen werden“, erklärte Riethdorf weiter. Diese wurden nun von ihm und Thomas Mill, Vorstandsmitglied des FSV, zum Abschluss gebracht.

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Zu den geforderten Auflagen zählen insbesondere die uneingeschränkte Verfügbarkeit eines Stadions mit den notwendigen technisch organisatorischen Rahmenbedingungen. Dazu zählen eine Mindest-Zuschauerkapazität und ein ausreichend helles Flutlicht. Diese seien mit 3000 Zuschauern und einen 400 Lux starken Flutlicht in Luckenwalde gegeben.

Weitere Punkte sind die Einhaltung beziehungsweise die Gewährleistung von Sicherheitsaspekten im Regionalliga-Spielbetrieb.

Obwohl das Luckenwalder Seelenbinder Stadion bereits im Vorjahr für internationale Nachwuchsländerspiele durch den europäischen Fußballverband Uefa lizenziert wurde, musste noch einmal eine Inspektion der Sportstätte mit Vertretern verschiedener Ämtern und Einrichtungen vorgenommen werden. Diese fand in der vorigen Woche mit Teilnehmern des Kreisbauamtes Teltow-Fläming, der Abteilung Gebäudemanagements der Luckenwalder Stadtverwaltung, des Sanitätsdienstes, der Feuerwehr, eines Sicherheitsdienstes sowie der Polizeiinspektion Teltow-Fläming statt.

Außerdem spielen wirtschaftliche Belange bei der Lizenzvergabe eine Rolle. Eine weitere Bedingung für die Teilnahme am Regionalligaspielbetrieb ist beispielsweise die Hinterlegung einer Bankkaution beziehungsweise Bürgschaft in Höhe von 15 000 Euro.

Die eingereichten Unterlagen prüft nun zunächst der Spielausschuss, ehe Ende Mai das Präsidium des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) die endgültige Entscheidung für eine Zulassung am Spielbetrieb der Regionalliga trifft.

Bis dahin wird von den Luckenwalder Fußballern sicherlich auch die Frage der sportlichen Qualifikation beantwort sein.