01. Mai 2021 / 18:32 Uhr

FSV 63 Luckenwalde verlangt dem BFC Dynamo im Test einiges ab (mit Galerie)

FSV 63 Luckenwalde verlangt dem BFC Dynamo im Test einiges ab (mit Galerie)

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Christian Flath (M.) brachte den FSV 63 Luckenwalde im Testspiel gegen den BFC Dynamo nach gut einer halben Stunde sehenswert in Führung.
Christian Flath (M.) brachte den FSV 63 Luckenwalde im Testspiel gegen den BFC Dynamo nach gut einer halben Stunde sehenswert in Führung. © Frank Neßler
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Regionalliga Nordost: FSV 63 Luckenwalde kassiert nach Pausenführung noch eine 1:2-Niederlage gegen den BFC Dynamo bei der Generalprobe für das Pokal-Halbfinale bei Union Fürstenwalde.

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Ihr letztes Testspiel in Vorbereitung auf das am kommenden Sonntag, den 9. Mai, bei Union Fürstenwalde anstehende Halbfinalduell im diesjährigen Landespokal haben die Luckenwalder Regionalliga-Fußballer verloren. Gegen Ligakontrahent den BFC Dynamo musste sich der FSV 63 am Sonnabendnachmittag nach 90 Minuten 1:2 geschlagen geben. Zur Pause führten die Luckenwalder im heimischen Seelenbinder-Stadion noch mit 1:0.

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"Richtig, richtig gute erste Halbzeit"

Christan Flath hatte die Hausherren in der 30. Minute sehenswert in Führung gebracht. Im Angriffszentrum behauptete er den Ball nach einer Flanke von der linken Seite und netzte per Flachschuss in die lange Ecke ein. Es war der Höhepunkt einer ersten Halbzeit, die FSV-Trainer Steve Müller nach der Partie als "richtig, richtig gut" bezeichnete. "Ich weiß nicht, wann wir in Luckenwalde den BFC Dynamo schon mal wirklich am Rande der Verzweiflung hatten, weil die Gäste nicht wussten, wie sie uns anlaufen sollen", so der Luckenwalder Coach.

In Bildern: 1:2-Testspielniederlage des FSV 63 Luckenwalde gegen den BFC Dynamo in Vorbereitung auf das Pokal-Halbfinale bei Union Fürstenwalde.

1:2-Testspielniederlage des FSV 63 Luckenwalde gegen den BFC Dynamo in Vorbereitung auf das Pokal-Halbfinale bei Union Fürstenwalde Zur Galerie
1:2-Testspielniederlage des FSV 63 Luckenwalde gegen den BFC Dynamo in Vorbereitung auf das Pokal-Halbfinale bei Union Fürstenwalde © Frank Neßler

Im Hinterkopf dürfte Müller dabei wohl noch die Heimpartie der Hinrunde in dieser coronabedingt abgebrochenen Punktspielsaison gehabt haben. Anfang September unterlagen die Luckenwalder den Fußballern aus der Hauptstadt mit 2:5. Vor 750 Zuschauern war das Match seinerzeit im Prinzip mit dem Pausenpfiff entschieden. Als dreifacher Torschütze für den BFC tat sich damals Matthias Steinborn hervor.

Mihm "labert nur Blödsinn"

Am Sonnabend zeichnete der 32-jährige Mittelstürmer ebenfalls für die Tore der Berliner verantwortlich. Steinborn drehte mit seinen beiden Treffern in der 60. und 84. Minute das Testspiel. Dabei nutzte er Leichtsinnsfehler in der Luckenwalder Hintermannschaft aus. Beim 1:1 nahm er FSV-Torwart André Thoms zunächst den Ball ab. Ohne weitere Absicherung auf Seiten der Gastgeber hatte Steinborn leichtes Spiel, die Kugel zu versenken. Beim Siegtor spekulierte der Mittelstürmer in der gegnerischen Hälfte richtig. Steinborn preschte in einen schlampig ausgeführten Luckenwalder Freistoß und überwand Thoms mit einem scharfen Schuss, den der Schlussmann zwar noch erwischte, aber der Ball senkte sich anschließend als Bogenlampe in die FSV-Maschen.

"Ich glaube, Luckenwalde liegt mir. Es macht Spaß, mal wieder hier zu sein", sagte der BFC-Torschütze nach der Partie am Sonnabend. "Der Rasen gefällt mir und die Atmosphäre ist immer top, auch wenn diesmal keine Zuschauer mit dabei sein konnten." Als erfahrener Angreifer hat Steinborn in seiner Laufbahn schon mit jetzigen Luckenwaldern zusammengespielt. "Ich bin jetzt in einem Alter, da kennt man schon einige Leute. Ich denke an Daniel Becker oder Severin Mihm, der auf der Bank nur Blödsinn labert", sagte der Doppeltorschütze augenzwinkernd in Richtung seiner einstigen Mitstreiter.

Etatmäßige Innenverteidigung fehlte

Das Luckenwalder Trainerduo Mihm und Müller war trotz der Niederlage mit der Leistung der Mannschaft zufrieden. "Wir haben wieder einen Schritt nach vorne gemacht", so die Einschätzung von Steve Müller. Er erklärte die Nachlässigkeiten, die zu den Gegentoren führten, einerseits mit der Trainingsbelastung in Vorbereitung auf das anstehende Pokal-Halbfinale, aber auch andererseits mit der geforderten hohen Laufintensität in diesem Testspiel. "Dies hat dazu geführt, dass der eine oder andere womöglich ein bisschen müde geworden ist", so Müller zu den Konzentrationsschwächen in der FSV-Elf. Der Trainer war jedoch auch voll des Lobes für die Mannschaft. "Wir haben heute mutig Fußball gespielt, haben uns super bewegt in den Räumen, wenig zu gelassen und gegen den Ball sehr, sehr gut gearbeitet", erklärte Müller.

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Durch zahlreiche Auswechslungen in den Schlussminuten der Partie sei es am Ende noch "etwas wirr" geworden, so der Luckenwalder Trainer, aber dies sei in der momentanen Phase der Vorbereitung völlig normal. "Das wissen wir schon richtig gut einzuordnen", erklärte Müller.

Bei der Generalprobe mussten die Luckenwalder Trainer am Sonnabend auf ihre komplette etatmäßige Innenverteidigung verzichten. Peter Misch meldete sich krankheitsbedingt kurzfristig ab und Tobias Francisco fehlte, weil er am 1. Mai arbeiten musste. "Die Jungs, die heute in der Innenverteidigung gespielt haben, die haben ihren Job gut gemacht", sagte Müller, "aber für das Pokalspiel in Fürstenwalde haben wir mit Misch und Francisco noch zwei erfahrene Alternativen in der Hinterhand."