11. Oktober 2021 / 11:21 Uhr

FSV Bentwisch steht nach Pokalkrimi im Achtelfinale

FSV Bentwisch steht nach Pokalkrimi im Achtelfinale

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Nach seinem zweiten parierten Elfmeter brüllt Tom Hudec seine Freude heraus.
Parierte einen Strafstoß im Elfmeterschießen für den FSV Bentwisch: Tom Hudec. © Johannes Weber
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Mit 8:7 nach Elfmeterschießen setzt sich der Verbandsligist beim Grevesmühlener FC durch. Nach 120 Minuten hatte es 3:3 gestanden. 

Das war ein echter Pokalkrimi zwischen dem Grevesmühlener FC und FSV Bentwisch. Im Duell Landesklasse-Aufsteiger gegen Verbandsliga-Neuling hatte der FSV erst im Elfmeterschießen die Nase vorn. In den 120 Minuten vorher hatten die Bentwischer zweimal hinten gelegen und sich dennoch mit dem 3:3 durch Philipp Berndt ins Nachsitzen gerettet. Im Elfmeterschießen gewann der Favorit dann mit 5:4.

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GFC-Coach René Klapper bewertete das Weiterkommen der Bentwischer als verdient. Sein Team hätte sich bei den Gegentoren nicht gut angestellt. Auf der Gegenseite zählte für FSV-Coach Tommy Bastian nach dem mitreißenden Match nur das Weiterkommen. „Wir waren weit entfernt von unserer Bestform, hatten zu wenig Spannung. Wir haben unser Ziel erreicht, weiterzukommen. Jetzt heißt es gut regenerieren und weitermachen.“

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Die Bentwischer wussten, dass sie auf dem Sportplatz am Tannenberg eine schwierige Aufgabe wartet. Die Grevesmühlener, die auf dem Weg sind, direkt von der Kreisoberliga in die Landesliga durchzumarschieren, gingen bereits nach neun Minuten durch Mahdi Quadiri in Front. Die spielbestimmenden Gäste drehten allerdings im ersten Durchgang noch die Begegnung. Erst Eric Müller (22.) und kurz vor dem Kabinengang Philipp Berndt (45. +1) per Elfmeter sorgten für die Pausenführung.

Anstatt nach dem Wiederanpfiff zu erhöhen, ließ der Favorit den Underdog durch zu einfache Fehler ins Spiel zurückkommen. In der 70. Minute verursachten die Bentwischer einen Foulelfmeter. Lasse Kodanek verwandelte - 2:2. Mit dem Ergebnis ging es in die Verlängerung. Dort unterlief dem FSV ein Eigentor durch den eingewechselten Tom Günther. Durch Berndts Ausgleich ging es für das Gastteam ins Elfmeterschießen.

Im Entscheidungsschießen behielten alle FSV-Schützen die Nerven. Der Bentwischer Keeper Tom Hudec parierte zudem einen Elfmeter der Grevesmühlener. Obendrein kam im Elfmeterschießen hinzu, dass GFC-Keeper Alexander Iserhot wegen einer unsportlichen Bemerkung in Richtung Schiedsrichter Dominic Koch mit der Roten Karte vom Platz flog.

Gespannt werden die Bentwischer und die 15 anderen Mannschaften im Wettbewerb auf die morgige Achtelfinale-Auslosung blicken. Die Ziehung der acht Paarungen wird der Landesfußballverband ab 18 Uhr im Livestream auf seiner Facebook- und Instagramseite übertragen.


Grevesmühlener FC: A. Iserhot – Manke, Kock, Kodanek, R. Müller, Kolb (67. J. Müller), Jürß (36. Kelling), Quadiri (67. Reincke), Hühne, Stolze, Hering.
FSV Bentwisch: Hudec – Stepanek, Schütt, Geers, Berndt, Plfugradt, Papenhagen (82. Flierl), Thedran, Schubel, E. Müller, Klein (67. Günther).
Tore: 1:0 Quadiri (9.), 1:1 E. Müller (22.), 1:2 Berndt (45.+1/Elfmeter), 2:2 Kodanek (70./Elfm.), 3:2 Günther (94./Eigentor), 3:3 Berndt (108.).
Elfmeterschießen: 3:4 Geers, 4:4 Reincke, 4:5 Berndt, 4:6 Stepanek, 5:6 Müller, 5:7 Schubel, 6:7 Kodanek, 6:8 Thedran, 7:8 Müller.
Rot: A, Iserhot (120., Schiedsrichter-Beleidigung/GFC)
Schiedsrichter: Dominic Koch.
Zuschauer: 170.