05. Oktober 2021 / 15:31 Uhr

FSV Brück 1922 verliert bei Empor Schenkenberg 1:4

FSV Brück 1922 verliert bei Empor Schenkenberg 1:4

Jörgen Heller
Märkische Allgemeine Zeitung
Vor allem in Hälfte eins konnte Brück (in Rot) den anrennenden Schenkenbergern nur wenig Paroli bieten. 
Vor allem in Hälfte eins konnte Brück (in Rot) den anrennenden Schenkenbergern nur wenig Paroli bieten.  © Marcus Alert
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Kreisoberliga Havelland: FSV Brück 1922 verliert bei Empor Schenkenberg mit 1:4.

Gegen den als sehr stark eingeschätzten SV Empor Schenkenberg setzte der Coach des gastierenden FSV Brück 1922, Michael Wilimzig, auf eine erfahrene Startelf, die dem Gegner des 8. Kreisoberliga-Spieltages Paroli bieten sollte. Das klappte nicht. Der Tabellenfünfte erwies sich als äußerst spielfreudig und vor allem eiskalt im Abschluss, so dass die Gäste aus dem Fläming in Häfte eins bereits vier Buden einstecken mussten. Mehrere Wechsel nach der Pause bewirkten zwar mehr Ballbesitz. Mehr als ein Tor sprang für die Planestädter aber nicht heraus, so dass sie beim 1:4 (0:4) in Schenkenberg ihre zweite Saisonniederlage hinnehmen mussten, aber weiterhin Tabellenzehnter bleiben.

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Die Brücker Gäste versuchten gegen die favorisierte Empor-Mannschaft aus einer sicheren Defensive heraus zuspielen und über schnelles Umschalten Nadelstiche im Schenkenberger Strafraum zu setzen. „Das gelang uns in der ersten Halbzeit überhaupt nicht“, stellte FSV-Coach Wilimzig ernüchternd fest. Die Gastgeber dominierten sofort nach dem Anpfiff das Spielgeschehen und spielten den Gegner mit viel Ballbesitz regelrecht schwindelig. Folglich kassierte Brück das erste Gegentor bereits nach acht Spielminuten. Ein Schenkenberger beförderte das Leder nach einem Chipball von der linken Seite per Direktabnahme in die Brücker Maschen, unhaltbar für FSV-Keeper Erik Blaue.

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Er und seine Vorderleute mussten sich nach diesem Treffer erst einmal schütteln, bevor sie weiter versuchten, gegen die Hausherren gegenzuhalten. Brücks Trainer versuchte dann das Angriffsspiel Schenkenbergs mit personellen Verschiebungen zu brechen. „Aber auch darauf hat der Gegner sofort reagiert und Lösungen gefunden“, musste Wilimzig feststellen. Während seine Jungs somit in der Offensive in den ersten 45 Minuten so gut wie gar nicht zum Zuge kamen, traf der SV Empor bis zum Halbzeitpfiff noch drei weitere Male. Das 0:2 aus Sicht der Gäste fiel nach einem nicht geahndeten Handspiel eines Schenkenbergers in Minute 26. Das 0:3 kam per verwandeltem Sonntagsschuss aus 20 Metern Torentfernung zustande (30.). Beim 0:4 vier Minuten vor der Pause wurde bei einem Empor-Angriff ein Brücker Verteidiger von seinen Mitspielern allein gelassen, der den anrennenden Gegner gewähren lassen musste.


Gäste bekommen mehr Zugriff

Die Pause kam dem FSV dann ganz gelegen, auch um das Geschehene erst einmal zu verarbeiten. Brücks Coach brachte zu Beginn der zweiten Hälfte vier neue Spieler, um im Mittelfeld für mehr Ballbesitz und Sicherheit sowie in der Abwehr für mehr Stabilität zu sorgen.

Brück besaß nach dem Wiederanpfiff mehr Spielanteile, wobei der Gegner mit seinem hohen Vorsprung auch einen Gang zurückschaltete. Folglich kamen die Gäste auch zu einigen guten Möglichkeiten. Und erst in der 83. Minute konnte eine davon genutzt werden, der eingewechselte Jonas Mertens traf. Nachdem sich Lance Pagel auf der linken Seite durchgespielt hatte, kam der 19-jährige Joker erfolgreich zum Abschluss und sorgte somit für den Brücker Ehrentreffer. Der Torschütze hätte wenig später um ein Haar ein weiteres Mal getroffen. Mertens, der aus der eigenen Hälfte startete, hatte den gegnerischen Schlussmann bereits um spielt und wollte einnetzen. Der Referee entschied fragwürdigerweise aber auf Abseits, so dass es beim 1:4 aus Sicht Brücks blieb. „Empor hat verdient gewonnen. Die Niederlage wollen wir aber nicht überbewerten. Punkten müssen wir in den nächsten beiden Spielen nach der Pokalpause gegen unsere Tabellennachbarn“, sagte Wilmzig.