15. Juli 2020 / 17:11 Uhr

FSV Eintracht Serbitz-Thräna verteilt Verantwortung auf mehrere Schultern

FSV Eintracht Serbitz-Thräna verteilt Verantwortung auf mehrere Schultern

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Der FSV Serbitz-Thräna ist Thüringen beheimatet, gepunktet wird allerdings in Sachsen. © Imago/Claus Bergmann
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Spielgemeinschaften sind für die Eintrachten von Serbitz und Thräna nichts Neues. Seit Jahren agieren sie gemeinsam und mit anderen Vereinen wie den Sportfreunden Neukieritzsch und dem Bornaer SV. Trotz fehlendem festen Coach in der Herrenmannschaft, blickt FSV-Präsident Hilmar Bauch gelassen in die kommende Saison.

Serbitz/Thräna. Die Eintracht und die Eintracht agieren weiterhin einträchtíg zusammen. Der FSV Serbitz-Thräna nennt sich gern Länderauswahl und obwohl sich das Sportgelände in Thüringen befindet, gehen die Fußballer in Sachsen auf Punktejagd. Partner im Männerbereich ist seit zwei Jahren der komplett in Ostthüringen beheimatete SV Fockendorf. Dessen erste Männermannschaft kickt nach dem freiwilligen Rückzug aus der Kreisoberliga mittlerweile seit 2018 in der Kreisliga, das Reserveteam bildet eine Spielgemeinschaft mit den Serbitz-Thränaern in der hiesigen Kreisliga B. Eine Kooperation, welche sich laut FSV-Präsident Hilmar Bauch bewährt hat und deshalb in dieser Form weiter geführt wird.

Der in der Weststaffel erreichte 7. Tabellenplatz dürfte allerdings ausbaufähig sein. Insgesamt 25 Spieler wurden eingesetzt, Patrick Schellenberg absolvierte alle neun Begegnungen und verpasste keine Minute, Thomas Müller war mit acht Treffern erfolgreichster Schütze. Um auf die kommende Saison vorbereitet zu sein, wurde Ende Juni der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Zunächst ohne festen Coach, bereits zuletzt wurde die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt. In der abgelaufenen Serie hatten zumeist Holger von Fintel und Michael Wolf - die selbst auf sieben beziehungsweise sechs Einsätze verweisen konnten - den Hut auf.

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Aufstellung und Taktik im Spieljahr 2020/2021 sind momentan noch Zukunftsmusik, auch Testpartien wurden bislang keine vereinbart. Bauch gibt sich diesbezüglich gelassen, vertraut auf das ausreichend große Zeitfenster und harrt gespannt der kommenden Liga-Struktur: „Sollten es wirklich nur noch zwei Staffeln werden, hätte ich damit kein Problem.“ Schwierigkeiten soll es auch im Kinder- und Jugendbereich - wo in der jüngeren Vergangenheit Spielgemeinschaften mit dem SV Regis-Breitingen, den Sportfreunden Neukieritzsch, dem Bornaer SV und dem SV Eintracht Fockendorf gebildet wurden - weiterhin nicht geben.

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Bauch wirft lieber nostalgischen Blick zurück

Im Hinblick auf eine mögliche Liaison mit dem erst im April gegründeten Nachwuchszentrum Altenburg hat Bauch eine klare Meinung: „Die dortigen Sportfreunde sind auf uns zugegangen und haben eine Zusammenarbeit angeboten. Wir sind grundsätzlich offen für alles. Ob Spielgemeinschaften oder Probetraining, vieles ist vorstellbar. Doch wir haben absolut kein Interesse an irgendwelchem Ärger.“ Womit der Eintracht-Chef auf die Zwistigkeiten im Zusammenhang mit einem in der Skatstadt ebenfalls erst vor kurzem gebildeten Jugendförderverein anspielt.

Bauch wirft da lieber einen nostalgischen Blick zurück und einen freudigen nach vorn. 1957 bis 1959, 1967/68, 1971/72 (damals noch unter dem Namen BSG Aktivist Thräna) und dann noch einmal von 1998 bis 2000 spielten die Herren der Gelb-Schwarzen in der Bezirksklasse. Spätestens 2023 zum 100-jährigen Vereinsjubiläum besteht mit Sicherheit Gelegenheit, in Erinnerungen zu schwelgen.