27. August 2021 / 12:30 Uhr

FSV Krostitz gegen den Radefelder SV: Ist das ein Derby oder nicht?

FSV Krostitz gegen den Radefelder SV: Ist das ein Derby oder nicht?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fußball-Landesklasse: Radefelder SV – FSV Krostitz
Egal, ob Derby oder nicht: Punkte wollen weder der FSV Krostitz noch der Radefelder SV herschenken. © Alexander Prautzsch
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Krostitz empfängt Radefeld, Derbyzeit in Nordsachsen! Derby? Während man beim Tabellenführer auf das Spiel brennt, denkt man bei den Gastgebern nicht, dass die Rivalität besonders groß ist.

Krostitz. Die Saison ist noch blutjung und schon ist Derbyzeit – und unter was für Voraussetzungen dieses Derby zwischen dem FSV Krostitz und dem Radefelder SV steht. Der Tabellenzweite empfängt den Primus am Sonnabend ab 15 Uhr im Kurt-Fuchs-Stadion. Gut, das hat nach zwei Spieltagen recht wenig zu bedeuten, mögen Kritiker einwenden. Und doch macht die Art und Weise ihrer bisherigen Auftritte beide Mannschaften schon jetzt zu Staffelfavoriten der Fußball-Landesklasse Nord. Interessant: Obwohl zwischen den Orten kaum 15 Kilometer liegen, fremdelt manch einer mit dem Begriff „Derby“.

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„Fahren mit guter Hoffnung nach Krostitz“

„Ich tue mich damit bei Radefeld eher schwer, das meine ich gar nicht abwertend. Aber vom Gefühl her kommt bei mir da keine richtige Derbystimmung auf. Es gibt da einfach nicht so eine Beziehung wie nach Delitzsch“, sagt FSV-Trainer Mike Geppert und ergänzt fast schon beschwichtigend. „Aber ich erwarte trotzdem ein ordentliches Spiel, auch für die Zuschauer.“ In Radefeld sieht man die Angelegenheit klarer. „Für mich ist das eindeutig ein Derby. Da muss jeder wissen, worum es geht“, meint Vereins-Vize Jürgen Weber.

JETZT Durchklicken: Die Bilder vom klaren 4:0-Heimsieg der Radefelder im September 2020

Klare Sache im Nordsachsen-Derby: Der Radefelder SV ließ dem FSV Krostitz beim 4:0 keine Chance. Zur Galerie
Klare Sache im Nordsachsen-Derby: Der Radefelder SV ließ dem FSV Krostitz beim 4:0 keine Chance. ©

Vor allem könnte der sportliche Wert der Begegnung so groß sein wie lange nicht mehr. „Krostitz wird definitiv ein echter Gradmesser. Sie haben in Zwenkau unentschieden gespielt und die kannst du nicht einfach so von der Backe putzen“, erklärt Weber in unnachahmlicher Manier. Trotzdem gibt er eine eindeutige Richtung vor: „Wir werden uns nicht hinten reinstellen, fahren mit guter Hoffnung nach Krostitz.“ Mit Markus Richter (vier Tore) fehlt den Radefeldern allerdings ihr Top-Torschütze urlaubsbedingt.

Delitzsch spielt auch

Passenderweise muss auch Krostitz ohne seinen besten Schützen auskommen. Andreas Luck (zwei Tore) fällt wegen einer Muskelverletzung mindestens drei Wochen aus. Ausreden lässt Geppert freilich nicht gelten. „Wir müssen von der ersten Minute an mit Selbstvertrauen nach vorn spielen und dürfen keine Angst davor haben, Fehler zu machen.“ Angesichts der Offensivstärke beider Truppen klingen die Ansagen ganz nach Spektakel, die Erwartungen sind nicht klein.

Im Schatten des streitbaren Derbys reist der ESV Delitzsch zu Frisch Auf Wurzen. Die Hausherren werden übrigens von Tobias Heede betreut. Jener Mann also, der den FSV Krostitz 2018 sensationell zur Meisterschaft führte. Und schon schließt sich der Kreis.