08. Juli 2019 / 17:52 Uhr

FSV Kühlungsborn: Trainer René Schultz muss improvisieren

FSV Kühlungsborn: Trainer René Schultz muss improvisieren

Tommy Bastian
Ostsee-Zeitung
FSV-Trainer René Schultz musste in Lübeck aus Personalnot noch einmal selbst spielen und erzielte beim 2:2 gegen Groß Grönau einen Treffer.
FSV-Trainer René Schultz musste in Lübeck aus Personalnot noch einmal selbst spielen und erzielte beim 2:2 gegen Groß Grönau einen Treffer. © Tommy Bastian
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Bei den Verbandsliga-Kickern aus dem Ostseebad fehlen weiter viele Akteure, deshalb kommt der letzte Platz beim Vorbereitungsturnier in Lübeck wenig überraschend. Unterdessen rücken mehrere Talente auf.

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Es läuft noch nicht so richtig bei den Verbands­liga-Fußballern des FSV Kühlungsborn. Sie blieben am Wochenende beim gut besetzten Hattrick-Cup des schleswig-holsteinischen Oberliga-Aufsteigers 1. FC Phönix Lübeck ohne Sieg und mussten sich mit den sechsten und letzten Tabellenplatz zufrieden geben. In der Gruppe, in der jede Partie einmal 45 Minuten andauerte, unterlagen sie am Freitag gegen die Gastgeber mit 0:5. Zuvor hatten sie gegen Eintracht Groß Grönau (Verbandsliga) 2:2 gespielt. Die Tore erzielten Robert Franke und Trainer René Schultz, der einmal mehr aus Personalnot als Spieler aushelfen musste. Im Platzierungsspiel setzte es am Sonntag über zweimal 45 Spielminuten eine 1:2-Schlappe gegen Anker Wismar.

Fitnesstraining hat Priorität

„Wir sind an beiden Tagen mit einem dünnen Kader nach Lübeck gefahren. Daher waren die Partien für uns drei gute Trainingseinheiten, mehr nicht“, ­meinte René Schultz. Der ­37-jährige Coach muss weiter improvisieren, weil viele Akteure noch berufs- oder urlaubsbedingt beziehungsweise verletzt fehlen. „Ab dieser Woche werden die meisten restlichen Spieler ins Training einsteigen“, sagt der Übungsleiter und ergänzt: „Unser Ziel wird es sein, alle auf das gleiche Fitnesslevel zu bekommen. Ab nächster Woche folgen dann taktische und spielerische Elemente.“

Bereits am Montag setzten die Kühlungsborner ihr Vorbereitungsprogramm fort. Während die Spieler, die am Wochenende hohe Belastung hatten, eine lockere Einheit absolvierten, ging es für die Neu- und Wiedereinsteiger zur Sache. Co-Trainer Silvio Schultz meint: „Wir haben derzeit viele ­kleine Baustellen. Allerdings haben wir rechtzeitig mit der Vorbereitung begonnen, um auf Rückschläge ­reagieren zu können. Wir werden viel in Gruppen und individuell trainieren, um die Spieler auf das gleiche athletische Niveau zu bringen.“

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Bemerkenswert: Selbst der ­43-jährige Schulz musste am Sonntag gegen Wismar noch einmal auf dem Platz ran. Weil Robert Franke aufgrund von Problemen mit dem Fuß ausgewechselt wurde, spielte der frühere Verteidiger des FSV Kühlungsborn und des Sievers­häger SV etwa 35 Minuten.

Nächster Test am Freitag

Nach zwei weiteren Übungseinheiten am Dienstag und Donnerstag werden die Kühlungsborner am Freitag (18.30 Uhr, Sportplatz Ost) ihr nächstes Testspiel bestreiten. Gegen den Landesliga-Aufsteiger FSV Bentwisch sollen dann mehr Spieler zur Verfügung stehen, so dass auch das ein oder andere Mal gewechselt werden kann, ohne das einer der Trainer einspringen muss.

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, treiben die Kühlungsborner außerdem den eingeleiteten Umbruch voran. Sie gaben bekannt, dass nach Janne Prüter und Robert Krebs (kamen beide schon in der Vorsaison zum Einsatz) auch die Junioren-Spieler Jonas Penzelstadler (wurde kürzlich 18) und Jonas Koop­mann (wird diesen Monat 18) in die erste Mannschaft aufrücken werden. Die Eingewöhnungszeit verlief kurz, denn das Duo hatte in den vergangenen Monaten schon mit der Mannschaft trainiert, allerdings für die A-Junioren gespielt. Alle vier Jungspunde kehrten von ihren zwischenzeitlichen Ausbildungsstationen FC Hansa Rostock und FC Förderkader René Schneider zurück nach Kühlungsborn.

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„Die Jungs sollen nicht nur den Kader auffüllen, sondern werden auch ihre Einsatzzeiten bekommen. Sie können von den erfahrenen Spielern lernen, um dann in einigen Jahren vielleicht selbst Führungsrollen einnehmen zu können“, meint Silvio Schulz, der sich sehr auf die Zusammenarbeit mit den Talenten freut. Mit dem erst 17-jährigen Jakob Schultz haben die Kühlungsborner einen weiteren Nachwuchsspieler im Trainingskader, der dann in der Rückrunde spielberechtigt sein wird.

FSV Kühlungsborn in Lübeck: Heskamp, Giese – Franke, Wilke, Sibrins, Bartsch, Bohm, Prüter, Penzenstadler, Krötsching, Werner, Höhndorf, R. Schultz, S. Schulz.

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