03. Dezember 2021 / 16:03 Uhr

FSV Luckenwalde: Trotz Personalsorgen mit offenem Visier gegen Energie

FSV Luckenwalde: Trotz Personalsorgen mit offenem Visier gegen Energie

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
FSV-Landesklasse-Fußballer Johannes Neumann  (l.) wurde zusammen mit A-Junior Benjamin Nwatu für die Regionalliga spielberechtigt gemacht.
FSV-Landesklasse-Fußballer Johannes Neumann (l.) wurde zusammen mit A-Junior Benjamin Nwatu für die Regionalliga spielberechtigt gemacht. © Frank Neßler-
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Regionalliga Nordost: Der FSV 63 Luckenwalde empfängt zum Rückrundenstart am Sonntag mit Cottbus einen der Staffelfavoriten im Seelenbinder-Stadion.

Rückrundenstart für die Regionalliga-Fußballer des FSV 63 Luckenwalde. Sie empfangen am Sonntag den FC Energie Cottbus. Die Partie des 20. Spieltages der Regionalliga Nordost wird um 13 Uhr im Luckenwalder Seelenbinder-Stadion vom Berliner Schiedsrichter Rasmus Jessen angepfiffen.

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Das erste Aufeinandertreffen in dieser Meisterschaftsrunde zwischen beiden Vereinen endete am letzten Juli-Sonntag 1:1 unentschieden. Die Tore erzielten damals im Stadion der Freundschaft vor 4600 Zuschauern Leon Hellwig für die Gäste und für die Energie-Fußballer Erik Engelhardt.

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Gut fünf Monate später haben sich die Zeiten geändert. Das Coronavirus grassiert in bisher ungeahntem Ausmaß und grätscht die Amateurfußballer im Land ab. Ihr Spielbetrieb ist zunächst einmal bis zum Jahresende eingestellt. Diese Tatsache macht die Luckenwalder Regionalliga-Fußballer demütig. „Wir sind jetzt die Privilegierten und dürfen noch spielen“, sagt FSV-Cheftrainer Michael Braune, „deshalb freuen wir uns auch sehr auf das Cottbus-Spiel.“


Den Luckenwalder Coach plagen allerdings ein paar Personalsorgen. Es gibt nach wie vor Coronafälle im Team. Die Betroffenen befinden sich in Quarantäne. Dazu kommt eine lange Verletztenliste. Mit Sicherheit werden Clemens Koplin (Kreuzbandriss), Leon Hellwig (Innenbandzerrung) und Lucas Vierling (Bänderverletzung) am Sonntag gegen Cottbus nicht im Luckenwalder Trikot auflaufen können. „Dementsprechend haben wir nur einen schlanken Kader“, erklärt Braune. Um für etwas Entspannung in Sachen Personal zu sorgen, wurden Johannes Neumann aus der Luckenwalder Landesklasse-Mannschaft und FSV-A-Junior Benjamin Nwatu für die Regionalliga spielberechtigt gemacht. „So siehts aus“, sagt Braune.

"Zuschauer dürfen sich auf eine attraktive Partie freuen"

Alle verfügbaren FSV-Regionalligafußballer haben nach der Absage der letzten Hinrundenpartie gegen Lok Leipzig mittlerweile wieder das Mannschaftstraining aufgenommen. „Hinter uns liegt nach der Pause, in der die Jungs als Hausaufgabe knackige Läufe absolvieren mussten, eine richtig gute Trainingswoche“, berichtet Braune. In Bezug auf das Spiel gegen Energie Cottbus ist der FSV-Cheftrainer optimistisch. „Losgelöst vom Ergebnis wollen wir den Fußball spielen, den wir schon oft in dieser Saison praktiziert haben“, so Braune, „mit offenem Visier. Abwartend gegen Energie Cottbus zu agieren, macht sowieso keinen Sinn. Es ist auch nicht unsere Art und Weise. Die Zuschauer dürfen sich auf eine attraktive Partie freuen.“

Die Lausitzer haben sich mittlerweile gefunden. Nach einem eher schlechten Saisonstart sind sie zum Hinrundenabschluss mit elf Siegen, fünf Unentschieden und drei Niederlagen hinter dem BFC Dynamo und dem Berliner AK Tabellendritter. „Für mich zählt Energie in dieser Saison seit jeher zu den Staffelfavoriten“, erklärt Braune, „auch wenn sie derzeit einige Verletzte und wohl wieder einen Coronafall in der Mannschaft haben, ist das aus meiner Sicht ein Jammern auf hohem Niveau. Die Cottbuser sind Berufsfußballer, sie können sich voll und ganz auf das eine in ihrem Job konzentrieren. Ob Energie am Sonntag mit 14 oder 18 Fußballern anreist, egal, die Gäste sind klarer Favorit. Aber wir werden versuchen, ihnen alles abzuverlangen. Mal sehen, was Cottbus am Sonntag so anbietet. Ich denke aber, es wird ein sehr attraktives und offensives Spiel von beiden Seiten werden.“