01. Mai 2021 / 11:58 Uhr

FSV Optik bekommt von Altglienicke die Grenzen aufgezeigt (mit Galerie)

FSV Optik bekommt von Altglienicke die Grenzen aufgezeigt (mit Galerie)

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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Emil Gustavus hatte gegen seinen ehemaligen Verein im Mittelfeld einen schweren Stand. © Christoph Laak
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Regionalliga Nordost: Die Kahlisch-Truppe unterliegt dem Liga-Konkurrenten aus Berlin deutlich mit 1:9.

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"Haltet doch mal die Ordnung und schlagt die Bälle vernünftig raus", rief Ingo Kahlisch, Trainer des Fußball-Regionalligisten FSV Optik Rathenow, im Test seiner Mannschaft gegen die VSG Altglienicke nach gut zehn Minuten auf den Platz. Bis dahin hatte er mit ansehen müssen, wie sein Team praktisch überrannt wurde. Linus Meyer und Christian Skoda hatten die Südberliner bis dahin bereits mit 2:0 in Führung geschossen. Eine noch höhere Führung wäre möglich gewesen.

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Nach dem starken Auftakt schalteten die Gäste zunächst einen Gang zurück, ehe Tugay Uzan und erneut Meyer (24., 25.) mit einem Doppelpack das Ergebnis in die Höhe trieben. Zwar kam auch Optik zu ersten Abschlüssen - Lucas Will traf das Außennetz und Kevin Adewumi schoss aus Nahdistanz drüber - doch die VSG war dennoch das klar bessere Team. In den Zweikämpfen zeigte sich das Team aus der Hauptstadt deutlich giftiger und konnte daher bis zur Pause noch drei weitere Treffer durch Tolcay Cigerci, Uzan sowie Meyer zum 7:0-Zwischenstand erzielen.

Optik Rathenow unterliegt der VSG Altglienicke mit 1:9

Die Gastgeber (in Rot) erwischten gegen die Gäste aus dem Südosten Berlins einen gebrauchten Tag. Zur Galerie
Die Gastgeber (in Rot) erwischten gegen die Gäste aus dem Südosten Berlins einen gebrauchten Tag. © Christoph Laak

"Was wir angeboten haben ist nicht das, was wir können. Unsere Zweikampfführung war halbherzig, das können wir besser. Es ist kein Klassenunterschied gewesen, sondern ein Zweiklassenunterschied. Aber man darf auch nicht vergessen, dass wir gegen einen richtig guten Gegner gespielt haben, der tolle Einzelspieler in seinen Reihen hat. Nach der Pause wollten wir dann die Räume deutlich enger machen und die Bälle konsequenter hinten raus spielen", ließ Ingo Kahlisch die erste Halbzeit Revue passieren.

Und nach dem Seitenwechsel wurde es auch ein wenig besser. Beide Teams hatten zur Pause zahlreich gewechselt. Bei Optik kamen jetzt auch drei Testspieler zum Einsatz, welche bereits die gesamte Woche mit der Mannschaft trainiert hatten. Das erste Tor gelang wieder den Berlinern, als Romario Hartwig Optik-Keeper Lucas Hiemann einen Beinschuss verpasste. Überhaupt hatte Hiemann eine undankbare Aufgabe, konnte er sich kaum einmal auszeichnen. Nach dem 8:0 konnten die Rathenower den Ball ein wenig besser vom eigenen Tor weghalten, auch wenn es bei Kontern der VSG stets gefährlich wurde. Optik stand teilweise zu offen. In der Schlussphase kamen die Gäste durch Christopher Quiring noch zum 9:0, ehe Michael Gorbunow vom Elfmeterpunkt für den Rathenower Ehrentreffer zum 1:9-Endstand traf. Zuvor hatte er mit einem Schuss aus der Drehung bereits die Latte getroffen.

Nächster Test bereits am Dienstag

Ingo Kahlisch war nach dem Spiel bedient, fand aber nicht ausschließlich negative Worte: "Einige, die denken, sie könnten sonst wo spielen, sollten sich unseren Gegner mal genau ansehen. Aber auch aus so einem Spiel kann man einen Ansatz finden. Und wenn nur jeder einsieht, dass für die Zukunft noch sehr viel zu tun ist. Und immerhin - gerannt und gekämpft wurde bis zum Schluss, auch noch beim 0:9. Über alles andere werden wir am Montag ganz in Ruhe beim Training sprechen."

Die Möglichkeit es besser zu machen, besteht schon am Dienstag. Dann trifft Optik mit dem Berliner AK auf die nächste Spitzenmannschaft der Regionalliga. Auch dieses Spiel findet wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.