07. März 2020 / 07:53 Uhr

FSV Oschatz peilt den Aufstieg an, Wermsdorf das Podest

FSV Oschatz peilt den Aufstieg an, Wermsdorf das Podest

Steffen Enigk
Leipziger Volkszeitung
Demba Mbye vom FSV Oschatz trifft beim 9:3-Sieg im letzten Testspiel gegen Mühlberg..
Demba Mbye vom FSV Oschatz trifft beim 9:3-Sieg im letzten Testspiel gegen Mühlberg. © Gerhard Schlechte
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In den nordsächsischen Fußballligen beginnt am Wochenende die Rückrunde, viele hiesige Teams besitzen eine gute Ausgangsposition und wollen mehr.

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Drei Teams der Region spielen in der Nordsachsenliga, nächste Saison sollen es vier sein. Denn Kreisliga-Spitzenreiter FSV Oschatz will hoch, hat sechs Punkte Vorsprung auf Rang drei, den ersten Nichtaufstiegsplatz. Dritter ist der FSV Beilrode, und den kann die Mannschaft von Trainer Steffen Wiesner beim Rückrundenauftakt auf eigenem Platz weiter distanzieren. Sowohl in der Hinrunde (61 Treffer in 13 Partien) als auch in den Testspielen (5:4 gegen Roßwein, 4:4 gegen Hartenfels Torgau, beide höherklassig, 9:3 gegen Mühlberg) präsentierten sich die Oschatzer torhungrig. Das soll auch Beilrode zu spüren bekommen.

Blau-Weiß Wermsdorf ist schon dort, wo der FSV hinmöchte – in der Nordsachsenliga. Nach zwei dritten Plätzen in Folge soll wieder ein Podestrang her, dazu fehlen drei Zähler. Die sind für den momentanen Fünften sicher aufzuholen. Los geht es heute zu Hause gegen den Vorletzten Doberschütz-Mockrehna. Da steht für das Team von Coach Dierk Kupfer nur ein Sieg zur Debatte. In den Testpartien gab es Erfolge über Burkartshain (3:1) und bei Stahl Riesa II (3:2).

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Als Tabellen-Sechster geht der SV Mügeln-Ablaß in die Hinrunde, was angesichts des katastrophalen Saisonstarts (sechsmal sieglos, abgeschlagenes Schlusslicht) einer Sensation gleichkommt. Doch dann übernahm Matthias Streit als Trainer, und die Mannschaft verlor kein Spiel mehr. Wohin der Höhenflug noch führt? „Erst mal müssen wir diese Leistungen bestätigen“, weiß Streit, „aber es ist sicher noch viel möglich.“ Zunächst muss am Sonntag die Aufgabe beim Tabellenzwölften SV Naundorf gemeistert werden.

Durchwachsene Hinrunde

Wacker Dahlen steckt nach einer durchwachsenen Hinrunde als Zehnter noch im unteren Drittel fest. Trainer Ronny Belitz hatte mit großen Personalproblemen zu kämpfen und will mit seiner Truppe schnell in sichere Gefilde. In der Rückrunde der vergangenen Saison war Wacker das zweitbeste Team der Liga. Das erscheint diesmal unrealistisch, doch mit einem Heimsieg am Sonntag über Schlusslicht Belgern soll und kann wieder ein sportlicher Aufschwung eingeläutet werden.

In der Kreisliga hat sich Aufsteiger SV Merkwitz vorerst als Elfter eingereiht. Am vergangenen Wochenende erhielt das Team von Rene Zwetkoff im Pokal Anschauungsunterricht in Sachen Angriffsfußball. Das Viertelfinal-0:7 gegen Nordsachsenliga-Primus SC Hartenfels sollte verdaut sein, wenn es am Samstag bei Tabellennachbar FSV Glesien (12.) um Punkte geht.

Nicht rosig sieht es bei der Spielgemeinschaft Wermsdorf II/Luppa aus, die als Vorletzter mit nur zwei Siegen überwintert hat. Am Samstag in Luppa (13 Uhr) gegen den Siebenten aus Löbnitz soll Dreier Nummer drei folgen, was die Nerven im Abstiegskampf beruhigen könnte. Angesichts der oft widrigen Platzverhältnisse sind Spielabsagen möglich.