03. August 2019 / 09:24 Uhr

FSV Oschatz zeigt bei Torfestival in Lommatzsch seine Offensiv-Qualitäten

FSV Oschatz zeigt bei Torfestival in Lommatzsch seine Offensiv-Qualitäten

Dominik Ferl
Leipziger Volkszeitung
Robert Kretzschmar (3.v.l.) zieht das Tempo an, Im Hintergrund beobachten Johannes Runge und Ben Queißer das Geschehen.
Robert Kretzschmar (3.v.l.) zieht das Tempo an, Im Hintergrund beobachten Johannes Runge und Ben Queißer das Geschehen. © Dominik Ferl
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Aber beim 9:6 gegen den Kreisoberligisten offenbaren sich auch Defensiv-Schwächen. Trainer Wiesner: „Hinten müssen wir uns steigern“

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Lommatzsch/Oschatz.Untypische 15 Tore gab es am Donnerstagabend für die 50 Zuschauer beim Fußball-Testspiel zwischen dem Lommatzscher SV und dem FSV Oschatz zu sehen. Am Ende des munteren Scheibenschießens setzte sich der Kreisligist aus der Döllnitzstadt beim höherklassigen Kreisoberligisten mit 9:6 (5:2) durch. Es war ein Tag der offenen Tür, an dem die Offensivreihen beider Mannschaften ein Feuerwerk abbrannten und die Abwehr-Formationen von einer Verlegenheit in die andere schlitterten.

Martin Heinze traf bereits nach zwei Minuten für die Gastgeber und sorgte damit für den perfekten Start des SV Lommatzsch, der durch eine defensive Unachtsamkeit in der FSV-Defensive möglich war. Doch die Gäste schlugen schon bald zurück, ließen ihren Motor etwas höher laufen und zeigten sich torhungrig. Ben Queißer drehte zunächst die Partie mit seinem Doppelpack in der 18. und 22. Spielminute, bevor Justin Seher auf Seiten der Lommatzscher wieder für den Ausgleich sorgte (26.). Bis zur Pause folgten drei weitere Oschatzer Tore, wobei das eigene Gehäuse vorerst geschlossen blieb. Johannes Runge (30.) und Neuzugang Jan Röhner (41.) trafen, außerdem blieben dem vorherigen LSV-Torschützen Martin Heinze bei einer Rettungsaktion nicht mehr Möglichkeiten, als den Ball im eigenen Kasten unterzubringen (37.). Beim Stand von 5:2 für den FSV ging es in die Kabinen.

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„Ich war mit dem Test zufrieden“

Zur Pause wechselte FSV-Trainer Steffen Wiesner seine Mannschaft auf allen Positionen, außer der des Torwarts, einmal komplett durch – Oschatz war mit 22 Spielern nach Lommatzsch gereist. In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit profitierten die Gastgeber von den Umstellungsproblemen des FSV und setzten voll auf Angriff. Zweimal Justin Seher (51., 61.) und einmal Dennis Walter (64.) durften jubeln, und schon hatte Lommatzsch ausgeglichen. Nach gut einer Stunde hieß es 5:5. Danach waren erst mal wieder die Gäste dran. Johann Krause verwandelte einen Handelfmeter (65.), bevor sich auch Andreas Frenkel in die Torschützenliste eintragen durfte (70.). Zwei Minuten später markierte Justin Seher seinen vierten Treffer des Tages und den letzten für Lommatzsch. Danach drehten die Oschatzer noch einmal auf. Peter Gärtner (74.) und erneut Johann Krause per Elfmeter (75.) sorgten für den Endstand.

Steffen Wiesner zeigte sich nach dem Spiel mit der Leistung seiner Mannschaft einverstanden. „Ich war mit dem Test zufrieden, und zwar mit beiden Halbzeiten. Im Angriff haben beide Mannschafüberzeugt, was nach hinten abging ist aber verbesserungswürdig.“ Der Trainer ergänzte mit Blick auf die Entwicklung seiner Mannschaft: „Nach den Anfangsminuten haben wir die Partie bestimmt, unsere Gegentore fielen wieder durch individuelle Fehler, die wir im Spielbetrieb abstellen müssen. Aber nach vorn sah das alles richtig gut aus. Hinten müssen wir uns aber deutlich steigern.“

*FSV Oschatz: *Ferl, Röhner, Reichert, Mandel, Mbye, Queißer, E. Schmidt, Runge, R. Kretzschmar, O. Erdmann, J. Siegel – Kattner, Naumann, Krause, Gärtner, Zoike, Pöhlmann, Frenkel, De. Baranowski, C. Zimmer, Wolf, Da. Baranowski.