14. November 2021 / 12:00 Uhr

FSV Zwickau wie im Rausch: 2:0 gegen Havelse auch ohne „King“ König

FSV Zwickau wie im Rausch: 2:0 gegen Havelse auch ohne „King“ König

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Joe Enochs konnte mit der Leistung des FSV Zwickau zufrieden sein.
Trainer Joe Enochs konnte mit der Leistung des FSV Zwickau zufrieden sein. © 2021 Getty Images
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Kurz vor Spielbeginn die bittere Nachricht: Stürmer König fällt wegen eines positiven Coronatests aus. Dabei wurde das Spiel im Oktober schon wegen mehreren Fällen verlegt. Doch Zwickau verkraftete den Rückschlag und kam nach schwachem Beginn stark zurück.

Zwickau. Erst der Schock mit dem positiv getesteten Ronny König, dann plötzlich lief es rund beim FSV Zwickau. Mit dem zweiten Heimsieg in dieser Saison haben die Westsachsen Anschluss ans untere Mittelfeld der 3. Fußball-Liga hergestellt. Im Nachholspiel am Samstag gewann der FSV gegen Schlusslicht TSV Havelse mit 2:0 (0:0) und baute die Serie von ungeschlagenen Spielen auf acht aus. Die Gastgeber, die wegen eines positiven Corona-Tests kurzfristig auf Torjäger Ronny König verzichten mussten, gingen dank Dominic Baumann (49. Minute). in Führung, ehe Marco Schikora (57.) erhöhte. Zwickau kletterte somit auf den zwölften Tabellenplatz.

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„In den ersten 25 Minuten haben wir König gesucht, keine Frage“

„In der ersten Halbzeit haben wir dann schon gemerkt, der King fehlt uns denn doch als Anspielstation. In der zweiten Halbzeit haben wir dann geschaut, dass wir es besser machen und spielerisch lösen“, sagte Schikora zum kurzfristigen Ausfall von Stürmer König, der im Team nur „King“ gerufen wird.

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Der zweite Heimsieg war dann wie eine Erlösung. „Man merkt es gar nicht, dass es mittlerweile schon acht Spiele sind. Wir sind in einem kleinen Rausch, auch wenn einige Unentschieden dabei sind. Wir sind überglücklich, dass wir uns einen kleinen Vorsprung auf die ersten Abstiegsplätze aufgebaut haben, ein sehr schönes Gefühl“, betonte Schikora. Manfred Starke bilanzierte danach: „Der Sieg war total wichtig für uns, wir haben die 20er Marke geknackt, das war oberstes Ziel.“

Das Fehlen des Stürmers König macht sich sofort bemerkbar. „In den ersten 25 Minuten haben wir König gesucht, keine Frage, er ist ein Fixpunkt bei uns im Spiel“, sagte Trainer Joe Enochs. Zwickau verpasste mehrmals die Führung in Halbzeit eins. „Es war eine eher schlechte Halbzeit von uns. Das hat nichts mit Havelse zu tun, es geht um unsere eigene Leistung“, sagte FSV-Sportdirektor Toni Wachsmuth zur Halbzeit bei Magentasport. Die erste Großchance vergab aber Havelse: Fynn Lakenmacher (18.) konnte den Ball aus Nahdistanz per Direktabnahme aber nicht ins Tor bringen. Auch in der Folge waren die Gäste präsenter. Kurz vor dem Wechsel hätte Baumann (45.) die FSV-Führung erzielen können, doch den vom Keeper zurückspringenden Ball knallte er aus acht Metern übers Tor.

„Ich denke, das 2:0 geht absolut in Ordnung“

Nach dem Wechsel brachte Enochs Starke für die Offensive. Das zahlte sich sofort aus, Starke passte im Strafraum auf Baumann, der nur zum 1:0 einschieben brauchte und somit im vierten Spiel hintereinander traf. Seinen vierten Saisontreffer per Kopf markierte Schikora nach einer Göbel-Ecke. Das war dann auch für den Aufsteiger zu viel, der zuvor auch noch Oliver Daedlow verletzungsbedingt auswechseln musste.

„Das Tor nach gleich nach dem Wechsel tat uns richtig gut, dann der Treffer nach einem Standard. Ich denke, das 2:0 geht absolut in Ordnung“, meinte Enochs, während Keeper Johannes Brinkies von einer „schwierigen Aufgabe“ sprach. „Erstmal haben wir das Spiel gewonnen, wenn ich es nur netto betrachte. Das macht uns sehr stolz, sehr froh“, sagte der Keeper, dessen Team nun auf Rang zwölf steht. dpa