30. Juli 2019 / 22:20 Uhr

Bundesligist Füchse Berlin dominiert Blitzturnier des VfL Potsdam

Bundesligist Füchse Berlin dominiert Blitzturnier des VfL Potsdam

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
30.07.2019, Handball Saisoneroeffnung 1.VfL Potsdam,Freundschaftsspiel,Fuechse Berlin-1.VfL Potsdam, MBS-Arena Potsdam  
im Bild: v.l.  Simon Ernst (Fuechse Berlin)
Die Füchse Berlin um Simon Ernst gewannen am Dienstagabend das Dreier-Blitzturnier in der Potsdamer MBS-Arena. © Julius Frick
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Handball-Blitzturnier: Handball-Bundesligist Füchse Berlin gewinnt sowohl gegen Gastgeber Potsdam als auch gegen Drittligameister HC Empor Rostock. Nationalspieler Fabian Wiede kam zwar in die Halle, konnte aber nicht mitspielen.

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Man gab sich freundschaftlich die Hand, nickte sich lächelnd zu: Die Saisoneröffnung der Drittliga-Handballer des 1. VfL Potsdam ähnelte einem Familientreffen. Erstmals organisierten die Potsdamer ein Blitzturnier mit drei Teams im vergangenen Jahr mit den Füchsen Berlin und der japanischen Nationalmannschaft. Dieses Konzept bewährte sich, am Dienstagabend fanden sich neben den heimischen Adlern erneut die Füchse und Drittliga-Meister HC Empor Rostock zur ersten Bewährungsprobe nach schweißtreibenden Vorbereitungswochen in der MBS-Arena zusammen. Ihrer Favoritenrolle wurden die Hauptstädter vor 1131 Zuschauern vollends gerecht, beide Partien konnten die Füchse in seriöser Manier für sich entscheiden. Durch den Erfolg im direkten Duell der beiden Drittligisten freute sich der 1. VfL Potsdam über den zweiten Platz.

Hanning fühlt sich in Potsdam wohl

Seit vielen Jahren schon arbeiten die Füchse Berlin mit dem 1. VfL Potsdam zusammen, jüngst wurde die Kooperation nochmals intensiviert und nun auch mit Empor Rostock und dem HSV Insel Usedom erweitert. „Die Kooperation trägt immer mehr Früchte, die vertrauensvolle Zusammenarbeit führt zur Nachhaltigkeit der Jugendförderung in der Region“, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning, der am Dienstagabend ebenfalls viele Hände in Potsdam schüttelte, über die Partnerschaft und fügte an: „Es ist immer wieder schön, in Potsdam zu sein, fast schon ein Gefühl von nach Hause kommen.“

In Bildern: Blitzturnier: VfL Potsdam empfängt die Füchse Berlin und Empor Rostock.

Nationalspieler Fabian Wiede (r.), der in der Jugend für den VfL Potsdam spielte und aus Bad Belzig stammt, war in der Halle, lief aber nicht für die Füchse Berlin auf. Zur Galerie
Nationalspieler Fabian Wiede (r.), der in der Jugend für den VfL Potsdam spielte und aus Bad Belzig stammt, war in der Halle, lief aber nicht für die Füchse Berlin auf. © Julius Frick
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Während man außerhalb der Platte das Miteinander stärkte, schenkten sich die Konkurrenten auf dem Parkett – trotz aller Sympathie füreinander – nichts. Zum Auftakt des Dreierturniers, welches im Modus Jeder gegen Jeden mit jeweils 30 Minuten Spielzeit gespielt wurde, stand für den Gastgeber bereits der Höhepunkt gegen den Bundesligisten auf dem Programm. Eine gewisse Nervosität war den VfL-Schützlingen von Trainer Daniel Deutsch anzumerken, trotz schnellem 0:4-Rückstand kämpften sich die Adler aber stetig heran. Nach zehn Minuten verkürzten Levi Schwark und Moritz Ende auf 4:6, ein Zwischenspurt des Favoriten brachte allerdings einen 5:12-Rückstand aus Potsdamer Sicht. „Ich war wirklich sehr zufrieden damit, wie wir die Abwehr gespielt haben, dafür war die Rückwärtsbewegung nicht ganz so gut“, fand Deutsch. Ein 3:0-Lauf binnen 100 Sekunden brachte die Adler noch einmal heran, am Ende stand ein respektables 10:16 auf der Anzeigetafel – auch, weil VfL-Torhüter Fabian Pellegrini nach der Schlusssirene einen Siebenmeter von Füchse-Ruckräumspieler Stipe Mandalinic mit dem Fuß parierte. „Insgesamt war das gegen diesen Gegner ein sehr ordentlicher Auftritt“, sagte Deutsch.

Ex-Potsdamer Wiede verzichtet vorsichtshalber

Im zweiten Duell des Tages machten die mit reihenweise Nationalspielern gespickten Berliner, die ohne Fabian Wiede auskommen mussten, dank eines 20:10-Sieges gegen Empor Rostock den Turniersieg perfekt. „Das war eine Vorsichtsmaßnahme, weil ich meine Schulterverletzung aus der letzten Saison noch nicht komplett auskuriert habe“, erklärte der gebürtige Bad Belziger Wiede, der lange Jahre die Potsdamer Sportschule besuchte: „Ich komme gerne zurück, habe auch heute wieder einige bekannte Gesichter gesehen.“

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Zum Abschluss der kurzweiligen Veranstaltung feierten die Hausherren ein Erfolgserlebnis. Mit 10:9 behielten die Adler gegen den Ligarivalen von der Ostseeküste die Oberhand. Diesmal hatte Torwart Jan Jochens mit mehreren Paraden in der Schlussphase seinen großen Auftritt. „Wir sind absolut im Soll, mit der Vorbereitung bin ich bis dato sehr zufrieden“, sagte Daniel Deutsch.

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