23. März 2018 / 12:00 Uhr

Führerscheinaffäre: RB Leipzigs Naby Keita muss 250.000 Euro zahlen

Führerscheinaffäre: RB Leipzigs Naby Keita muss 250.000 Euro zahlen

LVZ
Leipziger Volkszeitung
Naby Keita
RB Leipzigs Naby Keita ist wegen Urkundenfälschung rechtskräftig verurteilt worden. © imago
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Der 23-jährige Mittelfeldspieler war im Februar diesen Jahres wegen Urkundenfälschung rechtskräftig verurteilt worden.

Leipzig. RB-Fußballstar Naby Keita (23) muss 250.000 Euro Strafe wegen Urkundenfälschung zahlen. Das bestätigte der Sprecher des Leipziger Amtsgerichts, Stefan Blaschke, am Freitag auf Anfrage der LVZ.

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Der Schuldspruch in der Führerscheinaffäre wurde schon im Februar dieses Jahres rechtskräftig; strittig war zuletzt allerdings die Höhe der Sanktion. Dem Schuldspruch zufolge legte Keita am 2. Dezember 2016 bei der Fahrerlaubnisbehörde einen Führerschein der Republik Guinea vor und beantragte damit eine deutsche Fahrerlaubnis. Am 19. Januar 2017 reichte er dann einen weiteren Führerschein aus seiner Heimat ein.

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Beide wurden als „Totalfälschung“ identifiziert. Nach einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft Leipzig erließ das Amtsgericht daraufhin am 5. Oktober 2017 einen Strafbefehl über 415 .000 Euro wegen Urkundenfälschung.

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Dem Vernehmen nach sollte der Mittelfeldstar 50 Tagessätze à 8300 Euro zahlen. Dagegen legte der Anwalt Keitas am 2. November Einspruch ein – womit dem RB-Star ein öffentlicher Prozess am Amtsgericht Leipzig gedroht hätte. Am 13. Februar beschränkte die Verteidigung den Einspruch dann jedoch auf die Höhe der Tagessätze. Diese richten sich nach dem Einkommen des Spielers, das mehrere Millionen Euro im Jahr betragen soll.

Laut Gerichtssprecher Blaschke setzte der zuständige Richter die Höhe je Tagessatz auf 5000 Euro fest. Somit muss Keita 50 Tagessätze à 5000 Euro blechen. „Der Beschluss wurde am 16. März zugestellt“, so Blaschke am Freitag weiter. Dagegen könnten wiederum Rechtsmittel – eine sofortige Beschwerde – eingelegt werden.

Sabine Kreuz

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