25. Oktober 2019 / 16:13 Uhr

Führung verspielt: Grizzlys Wolfsburg verlieren mit 2:4 gegen Nürnberg

Führung verspielt: Grizzlys Wolfsburg verlieren mit 2:4 gegen Nürnberg

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Umkämpft: Die Grizzlys Dominik Bittner (l.) und Felix Brückmann (r.) bekamen es mit Rylan Schwartz und seinen Nürnberg Ice Tigers zu tun.
Umkämpft: Die Grizzlys Dominik Bittner (l.) und Felix Brückmann (r.) bekamen es mit Rylan Schwartz und seinen Nürnberg Ice Tigers zu tun. © Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH
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Die Grizzlys Wolfsburg haben im Eishockey-Oberhaus den Sprung ins Mittelfeld der Tabelle verpasst, bleiben im untersten Viertel hängen. Eine 2:1-Führung durch Christoph Höhenleitner und Spencer Machacek reichte vor 2800 Zuschauern nicht, die Gäste gewannen mit 4:2 (0:1, 1:0, 3:1).

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Für Christoph Höhenleitner, der seit dem vierten Spieltag pausiert hatte, war es ein Comeback nach Maß. Er brachte Wolfsburg nach ganz schlauem Bullygewinn und Zuspiel von Nick Latta in Führung. Erst kurz vorher waren die Gastgeber erstmals gefährlich geworden, durch Schüsse von Garrett Festerling und Spencer Machacek. Bis dahin hatte Nürnberg mit viel Laufarbeit und gutem Forecheck dominiert. Und das war ein Verlauf, der sich nicht ändern sollte.

Das Team von Trainer Pat Cortina überließ Nürnberg mehr Raum, hielt die Franken aber in der eigenen Zone meist außen, sodass es selten gefährlich wurde. So hatte Wolfsburg mehr starke Gelegenheiten, durch den starken Gerrit Fauser, erneut durch Höhenleitner, der im Verbund mit Latta und Eric Valentin für viel Feuer sorgte, und schließlich Sekunden vor der ersten Pause noch durch Toto Rech, dessen Schuss an Pfosten und Latte knallte, aber nicht reinging. Dagegen hatte vorher ein Nürnberger Konter gestanden, bei dem dem der ebenfalls sehr auffällige Nick Jones im letzten Moment vor Eder klärte.

Im zweiten Abschnitt lief es ähnlich weiter, allerdings verloren die Grizzlys etwas die Kontrolle, hatten selbst weniger gute Aktionen, die Gäste bekamen immer mehr Übergewicht, doch weiterhin sprang nicht viel Zwingendes dabei heraus. Eine zweite Strafzeit für den unglücklich agierenden Festerling und eine für Höhenleitner brachten den Ice Tigers aber zusätzliches Momentum. Brent Aubin scheiterte nach Jones-Pass. Und dann war er drin. Auf der anderen Seite.

Ein Schuss von der blauen Linie, abgefälscht durchs Trio Jeff Likens, Eugen Alanov und Toto Rech - unhaltbar. Es hieß 1:1. Wolfsburg kam einfach zu selten durch. Festerling hatte bei seinem Break nach dem Strafbankaufenthalt den Querpass auf Furchner nicht durchbekommen, der wiederum bekam den Puck kurz vor der zweiten Pause nicht auf Alexander Johansson durchgesteckt. Es wäre sonst ein sicheres Tor geworden. Sollten die Grizzlys erneut an ihrer Harmlosigkeit scheitern? Nur dreimal in dieser Saison hatten sie mehr als zwei Tore erzielt.

Grizzlys Wolfsburg - Nürnberg Ice Tigers

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Grizzlys Wolfsburg - Nürnberg Ice Tigers © Grizzlys Wolfsburg / City-Press GmbH
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Im Schlussdrittel wirkten die Niedersachsen wieder etwas stabiler, und dann bekamen sie ihre zweite Überzahlchance in diesem Spiel. Sie spielten sie nicht so gut wie ihre Unterzahlsituationen, aber egal: Eher untypisch mit schnellem Zug machten sie das 2:1, Furchner war links durch, legte quer, Machacek vollstreckte. Wolfsburg setzte nach, holte eine Strafzeit heraus, und machte sich dann alles kaputt.

Johansson mit unnötigem Foul nahm die Überzahl weg, kurz darauf stocherte Ex-Grizzly Chad Bassen den Puck durch die Schoner von Felix Brückmann. Bitter für den bis dahin tadellosen Keeper. Es kam noch dicker: Nur 46 Sekunden nach dem 2:2 verloren Machacek und Jones hinter dem eigenen Tor die Zweikämpfe, der Puck kam zum freien Alanov - 2:3. Wolfsburg bäumte sich auf, hatte noch ein Getümmel mit Chance für Johansson, dann ging Brückmann raus, und es fiel noch das 2:4 ins leere Netz. Von der Holzbank-Tribüne erklangen vereinzelte "Cortina-raus"-Rufe, aber viele Fans verabschiedeten ihr Team auch mit Beifall. Die Grizzlys waren wieder einmal an ihrer Harmlosigkeit gescheitert und das Comeback von Höhenleitner war auch kein richtig schönes mehr.

Grizzlys: Brückmann – Likens, Casto; Bittner, Wurm; Jones, Bergman; Adam – Aubin, Olimb, Rech; Machacek, Festerling, Nijenuis; Furchner, Johansson, Fauser; Valentin, Latta, Höhenleitner.

Ice Tigers: Treutle – Summers, B. Festerling; Bender, Mebus; Gilbert, Schulze – Brown, Acton, Alanov; Fischbuch, Buck, Bassen; Ramoser, Eder, Schwartz; Kislinger, Weber.

Zuschauer: 2800. Schiedsrichter: Gordon Schukies/Lukas Kohlmüller (Herne/Erding). Strafminuten: Grizzlys 10, Nürnberg 8.

Tore: 1:0 (7:32) Höhenleitner (Latta), 1:1 (36:49) Alanov (Summers/Festerling), 2:1 (47:27) Machacek (Furchner - 5:4), 2:2 (51:37) Bassen (Weber/Mebus), 2:3 (52:23) Alanov (Acton/Brown), 2:4 (58:54) Buck (Ramoser/Festering - 5:6/ENG).

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