06. Dezember 2019 / 08:49 Uhr

Führungsquartett mit Spitzenpartien in der Fußball-Regionalliga unter sich

Führungsquartett mit Spitzenpartien in der Fußball-Regionalliga unter sich

Matthias Koch
Märkische Allgemeine Zeitung
Leipzig, 26.07.2019, Bruno-Plache-Stadion, Fussball, Regionalliga NO, 1.FC Lokomotive Leipzig vs.Hertha BSC II . , 
Im Bild: Tor fŸr Leipzig, Torjubel nach dem Treffer zum 2:1 durch TorschŸtze Robert Zickert (re., 21, Lok) mit Patrick Wolf (14, Lok). , 
Foto: PICTURE POINT / K. Dšlitzsch , 
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An das Hinspiel gegen die Hertha-Bubis dürften die Kicker des 1. FC Lok beste Erinnerungen haben. Hier bejubelt Robert Zickert (re., 21) mit Patrick Wolf (14, ) den entscheidenden Treffer zum 2:1 © Foto: Kerstin Dölitzsch/picture point
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In der Regionalliga Nordost gibt es an diesem Wochenende zwei Schlagerspiele. Die ersten vier Teams der Tabellenspitze treffen aufeinander. Der 1. FC Lokomotive Leipzig trifft auf den Tabellennachbarn Hertha BSC II und muss sich in den nächsten Monaten im Aufstiegskampf gegen die VSG Altglienicke und Energie Cottbus behaupten.

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Berlin. Die meisten Schlagzeilen in der Regionalliga Nordost produziert derzeit Wacker Nordhausen. Vor der Saison zählte der Verein zu den Top-Kandidaten auf den Staffelsieg. Angesichts der derzeitigen finanziellen Schieflage sollen den Verein Medienberichten zufolge Verbindlichkeiten in Höhe von neun bis elf Millionen Euro Schulden belasten. Wacker steht kurz vor der Insolvenz.

Die Spieler bekommen seit zwei Monaten kein Geld. Trainer Heiko Scholz ist in dieser Woche zu Dynamo Dresden abgewandert. Es wird sehr spannend sein, wie sich die Mannschaft am Sonntag (13.30 Uhr) mit den Interimstrainern Tino ­Berbig und Matthias Peßolat bei Chemie Leipzig präsentiert. Obwohl Wacker mit 29 Punkten als ­Tabellenfünfter das Mittelfeld anführt, dürfte es zum Spitzenquartett wohl keine Tuchfühlung mehr ­geben.

Partien am zweiten Adventswochenende

Die ersten vier Teams sind an diesem Wochenende unter sich. Am Freitag (18 Uhr) empfängt der Tabellenvierte Hertha BSC II (33 Zähler) den Dritten 1. FC Lok Leipzig (34). Am Sonnabend (13.30 Uhr) duellieren sich Überraschungs-Herbstmeister VSG Altglienicke und der punktgleiche Verfolger Energie Cottbus (beide 36) im Berliner Jahn-Sportpark.

Hertha BSC verliert Plätze

Hertha BSC gehört zu den Vereinen, die sich noch eine zweite Mannschaft leisten. Hier können Talente aus dem eigenen Stall Spielpraxis bekommen. Das gilt auch für Profis, die der zweiten Reihe angehören oder verletzt waren. Die Hertha-Bubis legten furios los. Nach einer Siegesserie führte die Mannschaft von Trainer Andreas „Zecke“ Neuendorf, der im Sommer den zu den Profis beförderten Ante Covic abgelöst hatte, sogar vom 6. bis 13. Spieltag die Tabelle an.

Da die kleine Hertha jedoch nur eine ihrer letzten fünf Begegnungen siegreich gestalten konnte, ist sie inzwischen auf Position vier zurückgefallen. Der Aufstieg ist ohnehin nicht unbedingt das Ziel. In erster Linie geht es dem Verein vor allem darum, Spieler weiterzuentwickeln. Daran wird sich auch nach dem Trainerwechsel bei den Profis von Covic zu Jürgen Klinsmann nichts ändern. Auf die leichte Schulter sollte Lok die Begegnung dennoch nicht nehmen. Mit 47 erzielten Toren stellt Hertha immer noch die beste Offensive der Liga.

Und Neuendorf ist sich sicher: „Ich denke schon, dass diese enge Konstellation bis zum Ende der Saison Bestand haben kann. Es wird bis zum Schluss ein spannender Kampf um die Spitzenplätze, da die Liga allgemein sehr ausgeglichen ist.“

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VSG-Coach trifft auf Ex-Verein

Im Aufstiegsrennen muss Lok aber in den nächsten Monaten vor allem auf Altglienicke und Cottbus achten. Altglienicke setzte im dritten Jahr der Regionalliga-Zugehörigkeit zu einem ungeahnten Höhenflug an, nachdem in den beiden Vorserien „nur“ die Klasse gehalten wurde. Seit August profitiert der Verein von einem festen Trainingsgelände im Baumschulenweg. Mit Christian Skoda, Tugay Uzan (beide 9 Tore) und dem Ex-Chemnitzer Benjamin Förster (8) stellt Altglienicke drei der besten zehn Torjäger der Liga.

Dass Altglienicke hinter Union Berlin und Hertha BSC aktuell Berlins Nummer drei ist, haben in der Hauptstadt noch nicht so viele mitbekommen. In den Jahn-Sportpark, wohin die VSG mangels regionalligatauglicher Spielstätte ausweichen muss, verirrten sich in dieser Saison immer nur wenige Hundert Zuschauer. Co-Trainer Torsten Mattuschka, der dem seit Sommer für die VSG arbeitenden Chefcoach Karsten Heine assistiert, hofft nun auf eine Rekordkulisse gegen seinen Ex-Verein aus Cottbus.

Energie Cottbus seit 12 Spielen ungeschlagen

Die Heimbilanz der VSG Altglienicke ist nahezu makellos. In neun Spielen gab es acht Siege und ein Unentschieden. Das erkennt auch der Cottbuser Trainer Claus-Dieter Wollitz an, der Altglienicke beim 2:2 gegen Lok Leipzig am vergangenen Freitag beobachtete. „Ich habe schon nach dem ersten Spieltag gesagt, dass die VSG eine bessere Rolle als in den Jahren zuvor spielen wird“, sagt Wollitz. Er kennt die VSG-Trainer bestens. „Pele“ Wollitz wurde 1993/1994 von Heine beim damaligen Zweitligisten Hertha BSC trainiert. Wollitz stieg zudem 2015/2016 in Cottbus als Trainer zusammen mit dem Spieler Torsten Mattuschka aus der 3. Liga ab.

Die seit 12 Spielen ungeschlagenen Cottbuser will Heine jetzt durchaus ärgern. „Wir werden da oben aber nicht freiwillig wegrücken. Da muss man schon beweisen, dass man besser ist“, sagt Heine.

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