22. Dezember 2019 / 14:18 Uhr

Führungstrio eine Klasse für sich: Das Hinrundenfazit zur Kreisoberliga Havelland

Führungstrio eine Klasse für sich: Das Hinrundenfazit zur Kreisoberliga Havelland

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Blau-Gelb Falkensee (gelbe Trikots) gewinnt das Kreisoberliga-Topspiel gegen den RSV Eintracht II mit 1:0.
Felix Kausch (am Ball) und die zweite Mannschaft des RSV Eintracht 1949 wussten in der Hinrunde ein ums andere Mal zu überzeugen. © Benjamin Feller
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Kreisoberliga Havelland: Empor Schenkenberg, Blau-Gelb Falkensee und der RSV Eintracht II haben sich nach der ersten Halbserie vom Rest des Feldes abgesetzt.

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Die Hinrunde der Fußball-Kreisoberliga Havelland ist – bis auf einige wenige ausgefallene Spiele, die im Jahr 2020 nachgeholt werden – Geschichte. Während das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Herbstmeister Empor Schenkenberg und dem letztjährigen Vizemeister Blau-Gelb Falkensee zu erwarten war, hält die Zweite des RSV Eintracht bei diesen Teams überraschend stark mit und beendet die erste Halbserie auf dem dritten Tabellenplatz. Während die Brandenburgliga-Reserve aus Stahnsdorf zu den positiven Erscheinungen der Hinrunde gehört, überrascht im Tabellenkeller vor allem der vorletzte Rang vom SV Roskow, der in den vergangenen beiden Spielzeiten in der oberen Tabellenhälfte landete. Der SPORTBUZZER zieht Bilanz und blickt auf die spannendsten Zahlen des bisherigen Saisonverlaufs.

In Bildern: Der Rückblick auf die Hinrunde 2019/20 der Kreisoberliga Havelland.

Klickt euch durch die Trainer-Stimmen zur Hinrunde der Kreisoberliga Havelland. Zur Galerie
Klickt euch durch die Trainer-Stimmen zur Hinrunde der Kreisoberliga Havelland. ©

519 Tore fielen bislang – das macht einen Schnitt von 4,6 Treffern pro Partie. Am torhungrigsten zeigte sich dabei die Offensive des Herbstmeisters aus Schenkenberg. So ließ es die Mannschaft von Trainer Ike Wittke in der Hinrunde gleich 60 Mal im gegnerischen Kasten klingeln.

38 Punkte sammelten sowohl die Schenkenberger als auch die Kicker von Blau-Gelb Falkensee, die sich aktuell nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz mit dem zweiten Platz begnügen müssen. Da die Auswärtspartie der Mannschaft von Trainer Thomas Achterberg beim Aufsteiger FSV Brück im Dezember allerdings der Witterung zum Opfer fiel, haben die Blau-Gelben noch ein Spiel in der Hinterhand. Die Achterberg-Mannen sind bislang die einzige Truppe, die noch keine Niederlage einstecken musste. Zwölf Siegen stehen zwei Remis (0:0 bei Fortuna Babelsberg II und 1:1 im Heimspiel gegen Empor Schenkenberg) gegenüber.

Rein sportlich gesehen würde aber sogar der Tabellendritte vom RSV den Platz an der Sonne belegen. Da der am ersten Spieltag beim 8:0-Erfolg im Heimspiel gegen Dallgow aber Laurits Schulze-Buschhoff unberechtigterweise eingesetzt hatte, wertete das Sportgericht die Partie nachträglich mit 2:0 für die auf dem Rasen klar unterlegenen Gäste aus dem Osthavelland. Schulze-Buschhoff, der für die Reserve übrigens dreimal traf, kam auch bei der Brandenburgliga-Begegnung gegen Petershagen-Eggersdorf, einen Tag zuvor, zum Einsatz.

In Bildern: Trainerwechsel in der Saison 2019/20 in Brandenburg.

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62 Gegentore musste die Zweite des FC Stahl Brandenburg bereits hinnehmen und ist damit die Schießbude der Liga. Gerade die Defensivprobleme sind der Grund dafür, dass die Mannschaft von Spielertrainer Nico Wilhelm nur sieben Punkte auf dem Konto hat und damit den letzten Tabellenplatz belegt. Im letzten Spiel des Jahres mussten sich die Stahl-Kicker bei der RSV-Reserve mit 0:10 geschlagen geben und kassierten damit die höchste Niederlage der Hinrunde.

16 Gelbe Karten sammelten die Fußballer der SG Saarmund in 15 Spielen nur und blieben zudem ohne Platzverweis. Der Tabellenachte von Trainer Rene Meinert führt die Fairness-Tabelle der Liga an. Den letzten Platz belegen in diesem Ranking ebenfalls die Reserve-Kicker aus Brandenburg, die neben 26 Gelben auch jeweils drei Gelb-Rote und drei Rote Karten kassierten.

15 Treffer konnte Blau-Gelb-Angreifer Benjamin Baur in der ersten Hälfte der Saison erzielen und führt die Torschützenliste vor Empor-Spieler René Görisch (14) an. Baur sicherte sich bereits in der vergangenen Saison die Torjägerkanone, als ihm 28 Treffer gelangen.

1 Trainerwechsel gab es in der höchsten Kreisspielklasse in der laufenden Saison: Beim SV Dallgow 47 hat A-Junioren-Trainer Roland Voigt zum Ende der Hinrunde Sascha Labenski beerbt, der sein Amt nach nur einem knappen halben Jahr aus persönlichen Gründen wieder zur Verfügung gestellt hatte.