04. Oktober 2019 / 17:44 Uhr

„FUMS“ und Co. feiern Traumtore: Das sagt Marcus Lemke zu seiner ungewöhnlichen Woche

„FUMS“ und Co. feiern Traumtore: Das sagt Marcus Lemke zu seiner ungewöhnlichen Woche

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Seit Saisonbeginn trägt Marcus Lemke (r.) beim MSV Neuruppin die Kapitänsbinde. Führungsqualitäten hat er dabei schon bewiesen.
Seit Saisonbeginn trägt Marcus Lemke (r.) beim MSV Neuruppin die Kapitänsbinde. Führungsqualitäten hat er dabei schon bewiesen. © Marius Böttcher
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Brandenburgliga: Der Kapitän des MSV Neuruppin wurde mit seinen Traumtoren zum Internet-Hit und empfängt mit seinem Team am siebenten Spieltag den SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf.

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Ein gefühlvoller Lupfer und ein brachialer Freistoßhammer gingen unter der Woche so viral, dass das Handy von Marcus Lemke nicht still stand. Eben jener 28-jähriger Kicker sorgte am vergangenen Freitag nämlich für die zwei sehenswerten Treffer beim 2:1-Sieg seines MSV Neuruppin in der Brandenburgliga in Falkensee. Wie im heimischen Volksparkstadion hängt auch auf dem Sportplatz Leistikowstraße in der Gartenstadt ein Kamerasystem vom Portal „Sporttotal“, auf welchem die Partien von Amateurmannschaften live übertragen werden. Dass dies eine sinnvolle Investition ist, bewahrheitete sich spätestens in den letzten Tagen, in denen der sehenswerte Doppelpack von hunderten Menschen im Internet abgefeiert wurde.

In Bildern: Der MSV Neuruppin holt beim SV Falkensee-Finkenkrug den nächsten Dreier.

Der SV Falkensee-Finkenkrug und der MSV Neuruppin eröffneten bereits am Freitagabend den 6. Spieltag der Brandenburgliga. Durch zwei Traumtore von Marcus Lemke heimsten sich die Gäste aus der Fontanestadt die drei Punkte ein, für die Gastgeber aus der Gartenstadt traf Elias Eckert vom Elfmeterpunkt zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Zur Galerie
Der SV Falkensee-Finkenkrug und der MSV Neuruppin eröffneten bereits am Freitagabend den 6. Spieltag der Brandenburgliga. Durch zwei Traumtore von Marcus Lemke heimsten sich die Gäste aus der Fontanestadt die drei Punkte ein, für die Gastgeber aus der Gartenstadt traf Elias Eckert vom Elfmeterpunkt zum zwischenzeitlichen Ausgleich. © Marius Böttcher
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In Minute 33 brachte Lemke die Fontanestädter mit einem Lupfer über FF-Schlussmann Kai Spangenberg aus gut 25 Metern in Front. „Eigentlich wollte ich voll draufhalten, hab im letzten Moment aber gesehen, dass der Keeper einen Tick vor seinem Tor steht und es dann einfach mal probiert“, erklärt der Fitnesstrainer und Rückentherapeut, der im zweiten Durchgang einen strittigen Strafstoß, welcher zum Ausgleich für die Gastgeber führte, verschuldete. In der 70. Minute hatte der Edeltechniker aber seinen nächsten Geistesblitz. Ein ruhender Ball brachte die erneute Führung. Erneuter Torschütze? Marcus Lemke.

„Ich habe einen ziemlich guten Tag erwischt“, schmunzelt der Mittelfeldspieler, „ich bin auch eigentlich nicht der Mann für die Freistöße. Ich glaube sogar, dass das mein erster Freistoß seit drei Jahren war, den ich überhaupt getreten habe“. Marcel Weckwerth war privat verhindert, Maurice Malak bereits ausgewechselt und Oleksandr Stepanyshyn erwischte nicht den besten Tag. „Unser Torhüter Angelo Kempf hat dann von hinten gerufen, dass ich schießen soll“, so Lemke, der das runde Leder mit gefühlt 200 km/h in die Maschen jagte, seinem MSV drei Punkte bescherte und zum Hit im Internet wurde.

„Ich wusste gar nicht, dass man sich das im Nachhinein nochmal anschauen kann“, verrät „Lemmi“, dem unlängst dutzende Nachrichten und Glückwünsche von ehemaligen Weggefährten und aktuellen Ligakonkurrenten erreichten. Denn nicht nur der Facebook-Auftritt von „Sporttotal.tv“ hat sich noch einmal mit den feinen Buden beschäftigt. Auch „FUMS“ – ein Online-Magazin für Fußball und Humor mit über 136 000 Abonnenten – widmete sich den Künsten des Linksfußes und schrieb: „Marcus Lemke hat wohl eine ganz nette Schusskraft bei Freistößen. Brutal!“ Auch bei Instagram und WhatsApp flatterten die Mitteilungen, „alle paar Minuten hat das Handy vibriert“, lacht Lemke.

Seit Saisonbeginn bekleidet er das Amt des Kapitäns, trägt dadurch noch mehr Verantwortung, wie er selbst verrät: „Man fühlt sich einfach noch mehr verpflichtet. Ich bin sehr stolz, dass die Mannschaft so entschieden hat, zumal Marcel Weckwerth das über viele Jahre überragend gemacht hat. Er freut sich auch für mich und hilft mir.“ Nach dem Pokalaus in Runde eins und einem durchwachsenen Start in der höchsten Spielklasse des Landes, gab es zuletzt zwei Siege in Serie. Diesen positiven Trend wollen Lemke & Co. am Samstag (15 Uhr, Volksparkstadion) gegen Petershagen-Eggersdorf fortsetzen. „Das ist eine eklige Truppe, ohne es despektierlich zu meinen. Die spielen ruckizucki in die Spitze und kombinieren sich gut durch das Zentrum. Das ist ein harter Brocken, trotzdem wollen wir natürlich den Heimsieg“, gibt sich Lemke kämpferisch – auch mit Blick auf die gesamte Saison: „Mit Altlüdersdorf und dem RSV Eintracht ist die Liga noch stärker geworden. Trotzdem will ich am Ende ganz oben stehen, über Platz drei würde ich mich nicht freuen. So ehrgeizig bin ich nun einmal.“

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Eine Motivationsspritze muss er seinem Team vor der Partie am Samstag übrigens nicht einimpfen. „Wir gehen am Abend geschlossen zum Oktoberfest nach Wittstock. In der Regel sind wir vor solchen Veranstaltungen immer topmotiviert, das pusht uns noch mehr und mit drei Punkten lässt es sich doppelt gut feiern“, hofft Marcus Lemke auf einen 2:0-Sieg. Vielleicht ja wieder mit einem gefühlvollen Lupfer und einem brachialen Freistoßhammer des Kapitäns.

Rafael Prudente ab 1. November spielberechtigt

Auch MSV-Coach Henry Bloch warnt vor dem heutigen Gegner: „Das ist eine erfahrene Truppe, die sich nicht aus der Ruhe bringen lässt und keine Panik hat.“ Drei Punkte seien dennoch das klare Ziel: „Wir haben Selbstvertrauen getankt, sind körperlich in einem guten Zustand und wollen unsere Leistungen bestätigen.“ Froh ist der A-Lizenz-Inhaber darüber, dass mit Sommerzugang Rafael Prudente eine weitere Option im Angriff ab dem 1. November spielberechtigt ist.

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