27. Oktober 2020 / 13:49 Uhr

Fünf Gegentore, drei Platzverweise, Pokalaus: Ehrenhains Krise geht weiter

Fünf Gegentore, drei Platzverweise, Pokalaus: Ehrenhains Krise geht weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erst schnürt David Syhre (r.) einen Doppelpack, dann fliegt er mit Rot vom Platz.
Erst schnürt David Syhre (r.) einen Doppelpack, dann fliegt er mit Rot vom Platz. © Mario Jahn
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Der SV 1879 Ehrenhain gerät immer mehr in die Krise. Nach der 0:3-Niederlage gegen Arnstadt, kassierten die Ehrenhainer am vergangenen Wochenende eine  3:5-Niederlage gegen Büßleben und schieden damit aus dem Thüringenpokal aus.

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Büßleben. Der SV Ehrenhain hat es verpasst, sich im Landespokal den Frust von der Seele zu schießen, stattdessen wächst die Krise. 3:5 (2:4) verlor die Mannschaft von Trainer Jörg Böckel am Sonntag beim einen Klasse weiter unten kickenden SV Blau-Weiß Büßleben. Zu allem Überfluss wurde der Auftritt der ohnehin personell dezimierten Gäste von drei Platzverweisen überschattet.

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Dabei begann die Partie voll nach dem Matchplan von Trainer Böckel. Bereits in der 5. Minute brachte David Syhre den SVE in Führung. Doch für Ruhe in den eigenen Reihen sorgte das nicht. Keine zwei Minuten später zappelte der Ball auch schon im Kasten von Eller, der nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Sittel und Kriebel in die Bresche sprang. Die Partie blieb nach dem turbulenten Auftakt auch weiterhin höchst interessant.

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Zunächst traf Tschierschky für die Gastgeber zur erstmaligen Führung. Zehn Minuten später konnte Christopher Lehmann wiederum ausgleichen. Beide Teams spielten mit offenem Visier und mutig nach vorn. Dabei zeigte sich der souveräne Tabellenführer der Landesklasse Staffel II aus Büßleben allerdings treffsicherer. Innerhalb von drei Minuten zogen die Mannen von Trainer Wisocki auf 4:2 davon. Hierbei trugen sich erneut Tschierschky (32.) und Wiezorek (35.) in die Torschützenliste ein. Der SV Ehrenhain erwies sich in dieser Phase allerdings sehr offen und löchrig. Schiedsrichter Hegenbarth schickte beide Teams wenig später in die Kabinen.

Drei Ehrenhainer-Platzverweise

Aus dieser kam der Gast mit neuem Schwung und wollte die Partie noch drehen. Schnell kam Ehrenhain nach einer Kombination zum Anschlusstreffer. Syhre war erneut zur Stelle und verkürzte mit seinem zweiten Treffer (54.). Nun wurde die ohnehin von vielen Zweikämpfen geprägte Partie noch intensiver und kampfbetonter. Auf beiden Seiten zeigte der Schiri gelbe Karten. Beide versuchten den Gegner mit Nickligkeiten und Fouls in Schach zu halten. Viel spielte sich nun zwischen den Strafräumen ab und jeder war darauf bedacht, dem Gegner keinen Raum zu schenken. In der 78. Spielminute schwächte sich der SVE durch eine gelb-rote Karte.

Fortan zu zehnt wurde es immer schwerer, noch in die gefährliche Zone vorzudringen und zu Chancen zu kommen. Die Zeit rannte dem höherklassigen Gast nun davon. Ehrenhain öffnete die Abwehr und bot den Mannen aus dem Erfurter Randgebiet immer mehr Räume zum Kontern. Zu allem Übel folgte fünf Minuten vor dem Ende der nächste Platzverweis für den Verbandsligisten. Kurz darauf machten die Gastgeber in Person von Göbel den Deckel auf die Partie und den Endstand. Mit seinem ersten Tor im Wettbewerb schoss er Büßleben endgültig in die nächste Runde des Thüringenpokals, wo nun auch die großen Lose mit in den Topf kommen. Im Nachgang fing sich zudem ein weiterer gefrusteter Ehrenhainer im Rededuell einen nachträglichen Platzverweis ein.

Ehrenhain gegen Frankenhausen unter Druck

Für den SV Ehrenhain gab es so auch in Büßleben ein erneutes böses Erwachen. Die personelle Situation spitzt sich immer mehr zu. Die Liste der verletzten Spieler wird nicht kürzer sondern länger und nun kommen auch noch Platzverweise und gesperrte Spieler hinzu, die keineswegs dienlich sind.

Am kommenden Wochenende steht gegen Bad Frankenhausen ein Duell gegen einen direkten Gegner im Abstiegskampf an, wo man sich eigentlich keine weitere Niederlage mehr leisten kann. Der Druck auf dem Kessel ist gewaltig gestiegen und kann nur mit einem Erfolgserlebnis etwas gemindert werden.

SV Ehrenhain: Eller; Müller, Clasen, Ollert (74. Hiller), Wegner, Bethke, Syhre, Lehmann, Peuker, Vollac, Schmidt.

Heiko Müller