08. März 2021 / 18:17 Uhr

Fünf Siege in sechs Spielen: Wendezelle II auf Höhenflug

Fünf Siege in sechs Spielen: Wendezelle II auf Höhenflug

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Wendezelles Michel Schelenz jubelt über seinen Treffer im Spiel gegen den SSV Stederdorf in der Saison 2019/2020.
Wendezelles Michel Schelenz jubelt über seinen Treffer im Spiel gegen den SSV Stederdorf in der Saison 2019/2020. © Foto: Isabell Massel
Anzeige

Viel besser hätte es für den neuen Coach des TSV Wendezelle II in der Hinserie der Fußball-Kreisliga A kaum laufen können. Denn unter der Regie von Marius Plote fuhr der TSV fast nur Siege ein, so dass er als Zweitplatzierter in die Rückrunde geht.

Zweifellos zu den positiven Überraschungen in dieser Saison der Fußball-Kreisliga zählt der TSV Wendezelle II. Zum Start unterlag er zwar noch deutlich in Oberg, doch anschließend setzte er zum Höhenflug an: Die darauffolgenden fünf Spiele entschied die TSV-Zweitvertretung allesamt für sich. Lohn ist der zweite Platz in der Staffel A. Dass sein Team so weit oben mitmischt, „ist schon überraschend“, gesteht Marius Plote, der die Mannschaft im Sommer 2020 übernommen hat. Doch allein an seiner Person möchte er den Aufschwung nicht festmachen. „Meine Co-Trainer Tevfik Arikan und Michael Hoppstock sind enorm wichtig und haben großen Anteil an dem Aufschwung“, betont der 30-Jährige, der 2018 seine Spielerkarriere wegen eines Kreuzbandrisses beendet hat und sich nun nur noch auf den Trainerjob konzentrieren möchte. Was sich Plote mit seinem Team für die Rückrunde vorgenommen hat, erläutert er im Wintercheck der PAZ.

Anzeige

Meine persönliche Bilanz: „Ich bin definitiv glücklich mit dem Abschneiden, da wir von sechs Spielen fünf gewonnen haben – das war nicht unbedingt zu erwarten vor der Saison. Ein entscheidender Grund für diese gute Bilanz ist, dass unser Kader groß ist und er mir deshalb viele Alternativen bietet. Außerdem waren von den 26 Spielern durchschnittlich immer 24 beim Training – und solch eine Beteiligung zahlt sich dann letztlich auch in den Spielen aus. Hinzu kommt, dass die Mannschaft die Vorgaben und Matchpläne des Trainer-Teams hervorragend umgesetzt hat. Das ist nicht immer selbstverständlich, hat mich aber sehr gefreut.“

Mehr aus der Serie PAZ-Wintercheck

Mein Spieler der Hinrunde: „Da kann ich keinen speziell hervorheben. Denn ich bin mit jedem einzelnen Spieler zufrieden, weil alle einen Schritt nach vorne gemacht haben. Und ganz wichtig ist, dass sie sich als Kollektiv gut entwickelt haben. Nur deshalb waren die Erfolge auch möglich.“

Mein Pechvogel der Hinrunde: „Das ist unser Keeper Laurin Dathe. Denn aufgrund seiner Probleme mit der Schulter ist er leider die komplette Hinserie ausgefallen. Inzwischen aber ist er wieder fit.“

Mein Highlight der Hinrunde: „Eindeutig der 5:0-Heimsieg gegen den SV Bosporus Peine, weil es das beste Spiel der Saison war, das die Mannschaft bislang gezeigt hat. Die Jungs haben zu hundert Prozent alles genauso gemacht, wie wir das im Vorfeld besprochen hatten – als Trainer freut man sich dann sehr.“

Meine Enttäuschung der Hinrunde: „Grundsätzlich möchte ich angesichts unserer guten Bilanz nicht von einer Enttäuschung sprechen. Ärgerlich war aber die 0:6-Niederlage gegen Fortuna Oberg zum Saisonauftakt. Die war zwar verdient, ist aber um einiges zu hoch ausgefallen. Weil es jedoch das erste Spiel war, haben wir uns schon geärgert, aber die Oberger sind in dieser Saison eben auch das Nonplusultra. Sie haben eine enorme Qualität – und deshalb konnten wir am Ende mit der Niederlage auch gut leben.“


Meine Erwartungen an die Rückrunde: „Ich würde mich zwar riesig freuen, wenn es demnächst wieder los geht, aber derzeit kann ich mir nicht vorstellen, dass es bald wieder Punktspiele gibt. Angesichts der Zahlen macht es aus meiner Sicht auch keinen Sinn, die Rückrunde zu absolvieren, denn die Gesundheit geht vor. Besser wäre es, erst dann wieder zu beginnen, wenn die Infektionszahlen heruntergegangen sind. Ich glaube, dass das erst im Sommer der Fall sein wird. Sollte aber gespielt werden, wollen wir auf jeden Fall den zweiten Tabellenplatz verteidigen. Priorität hat jedoch, die Mannschaft weiterzuentwickeln. Wenn die Jungs alle noch einen weiteren Schritt nach vorne machen, wäre ich mehr als zufrieden.“

Meine persönliche Zukunft: „Ich möchte gerne mit dieser Mannschaft weiterarbeiten –und die Chancen dazu stehen auch sehr gut. Allerdings haben die abschließenden Gespräche noch nicht stattgefunden.“

Zugänge: Ali Altun, Levent Utangac (beide Bosporus Peine).

Abgänge: Keine.

Von Peter Konrad