11. Februar 2021 / 18:12 Uhr

Fünf Spiele in acht Tagen: Extremfall für Eispiraten Crimmitschau

Fünf Spiele in acht Tagen: Extremfall für Eispiraten Crimmitschau

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Eispiraten
Den Eispiraten Crimmitschau stehen anstrengende Tage bevor. © Mario Jahn
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Die Eispiraten Crimmitschau haben ein echtes Mammutprogramm vor der Brust. Das Team von Trainer Mario Richer muss innerhalb von acht Tagen fünf Partien bestreiten. Zu erwähnen sei, dass dieser straffe Spielplan von allen DEL2-Clubs abgesegnet wurde.

Crimmitschau. Fußballer sprechen gern mit zitternder Stimme von einer englischen Woche, wenn ihnen drei Spiele binnen sieben Tagen und die damit einhergehenden Belastungen bevorstehen. Die Eispiraten Crimmitschau können über dieses Programm wohl nur müde lächeln. Sie erwarten an sie in den kommenden acht Tagen fünf Partien in der zweiten deutschen Eishockeyliga (DEL2), zwischen den einzelnen Spielen gibt es maximal 48 Stunden Pause. Mit Blick auf die Ursprünge der Sportart könnte man das auch eine kanadische Woche nennen.

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"Zusatzbelastung lässt sich abfedern"

DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch nennt es dann doch lieber einen „Extremfall“ und ergänzt: „Das ist ungewöhnlich, aber unvermeidlich, wenn wir die komplette Hauptrunde spielen und am Ende noch etwas Puffer haben wollen, falls es noch zu Corona-bedingten Spielausfällen kommt.“ Im Übrigen sei der Spielplan von den Teams abgesegnet. „Ohne Einstimmung der Clubs wäre so etwas nicht möglich“, sagte Rudorisch dem SPORTBUZZER.

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Das Ausnahmeprogramm der Eispiraten kommt zustande, weil die Partie gegen Freiburg vorgezogen wurde und hernach der Spiel-Rhythmus auf Donnerstag-Samstag umgestellt wird, im Gegensatz zum sonst üblichen Freitag-Sonntag-Takt. Ängste vor größerer Verletzungsgefahr treiben den DEL2-Geschäftsführer nicht um: „Die Zusatzbelastung lässt sich abfedern durch weniger Training. Die Jungs spielen eh lieber als dass sie trainieren.“

Den Anfang der kanadischen Crimmitschauer Woche macht die Begegnung heute Abend beim ESV Kaufbeuren (19.30 Uhr). Dann soll der nächste Sieg her, nachdem die acht Spiele andauernde Erfolgsserie am vergangenen Sonntag gegen Dresden riss. Verteidiger Ole Olleff jedenfalls glaubt an sich und die Seinen: „Die Stimmung ist immer noch gut, wir werden in Kaufbeuren weiter Gas geben und Punkte mit nach Hause bringen.“ Das simple Rezept: „Einfach spielen, vielleicht defensiv ein bisschen besser stehen und mehr im System spielen.“ Na dann.

Überblick

Freitag, 19.30 Uhr: ESV Kaufbeuren – Eispiraten; Sonntag, 17 Uhr: Eispiraten – Tölzer Löwen; Dienstag, 20 Uhr: Eispiraten – EHC Freiburg; Donnerstag, 20 Uhr: Eispiraten – Heilbronner Falken; Sonnabend (20. Februar), 19.30 Uhr: Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau.