29. Januar 2020 / 14:50 Uhr

Nach Aus bei Fortuna Düsseldorf: Friedhelm Funkel beendet seine Trainerkarriere - "Anders gewünscht"

Nach Aus bei Fortuna Düsseldorf: Friedhelm Funkel beendet seine Trainerkarriere - "Anders gewünscht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Friedhelm Funkel beendete nach seinem Aus bei Fortuna Düsseldorf seine Karriere. 
Trainer Friedhelm Funkel beendete nach seinem Aus bei Fortuna Düsseldorf seine Karriere.  © dpa
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Am Mittwochmorgen wurde Friedhelm Funkel als Trainer von Fortuna Düsseldorf freigestellt - damit endet auch die Karriere des 66-Jährigen, wie er es bereits angekündigt hatte und in einem Sky-Interview nach seiner Entlassung noch einmal bestätigte. "Drei, vier Spiele" hätte sich der langjährige Bundesligacoach noch als Bewährungsprobe gewünscht. 

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Kurz vor Weihnachten hatte Fortuna Düsseldorf den Vertrag mit Friedhelm Funkel noch vorzeitig um ein Jahr bis 2021 verlängert...

Etwas mehr als einen Monat später wurde der Trainer am Mittwoch von seinen Aufgaben entbunden. Es ist gleichzeitig die letzte Station in der langen Laufbahn des 66-Jährigen, das hatte er bereits zu Anfang der aktuellen Saison bekräftigt. In einem Interview mit dem Sender Sky bestätigte Funkel am Mittwochmittag: "Meine Trainerkarriere ist damit beendet. Ich sage das ohne Wehmut." Allerdings hätte er sich seinen Abgang anders vorgestellt: "Ich hätte mir natürlich gewünscht, zum Vertragsende abzutreten." Dass es nun anders kam, lag an dem ausbleibenden sportlichen Erfolg seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen. In der Bundesliga ist Fortuna auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht.

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Zu den Gründen für die Funkel-Entlassung sagte Sportvorstand Lutz Pfannenstiel. "Wir alle wussten, dass unser zweites Bundesligajahr sehr schwer werden wird und wir im Abstiegskampf stecken werden. Der gesamte Verlauf der Saison hat uns aber gezeigt, dass wir es bisher nicht geschafft haben, auf Strecke die nötigen Punkte zu holen." Bei seiner Verlängerung hieß es von Pfannenstiel noch: "Friedhelm Funkel schafft es Jahr für Jahr, aus seinen Mannschaften ein Team zu formen, das für unsere Fortuna alles gibt."

Dass der Düsseldorfer Vorstand dem Trainer nach der 0:3-Niederlage am Sonntag bei Bayer Leverkusen noch das Vertrauen ausgesprochen hatte, um ihn drei Tage später zu feuern, das wollte Funkel lieber "nicht kommentieren". Er sei überzeugt gewesen, dass die Düsseldorfer seit dem Winter-Trainingslager in Marbella anders aufgetreten sei, "die Leistungskurve ging nach oben - da hätte ich mir gewünscht, die nächsten drei, vier Spiele noch bestreiten zu dürfen". Doch der Vorstand habe anders entschieden, "das habe ich zu respektieren".

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Funkel hatte im März 2016 die Position des Cheftrainers in Düsseldorf übernommen und saß bei 138 Pflichtspielen auf der Bank. In seiner Zeit als Trainer feierte er mit der Fortuna den Aufstieg in die Bundesliga sowie den anschließenden Klassenerhalt. Seinen Nachfolger, Uwe Rösler, kenne er persönlich nicht. Als Spieler habe er ihn jedoch als "unermüdlichen Kämpfer" erlebt. Der 66-Jährige: "Ich wünsche ihm alles erdenklich Gute. Er übernimmt eine zu hundert Prozent intakte Mannschaft."