28. Juni 2020 / 20:30 Uhr

Ex-Trainer Funkel stellt Düsseldorf-Comeback in Aussicht: "Bereit, mich wieder einzubringen"

Ex-Trainer Funkel stellt Düsseldorf-Comeback in Aussicht: "Bereit, mich wieder einzubringen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Friedhelm Funkel kann sich vorstellen, nach dem Abstieg zu Fortuna Düsseldorf zurückzukehren.
Friedhelm Funkel kann sich vorstellen, nach dem Abstieg zu Fortuna Düsseldorf zurückzukehren. © Getty/imago images
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Fortuna Düsseldorf steht nach dem bitteren Abstieg aus der Bundesliga vor einer Zäsur. Ex-Trainer Friedhelm Funkel kann sich offenbar vorstellen, daran mitzuwirken. Das verriet er in einem Interview.

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Fortuna Düsseldorf ist in die 2. Bundesliga abgestiegen - will nach dem bitteren Abstieg aber an Trainer Uwe Rösler festhalten, der erst im Januar als Nachfolger des beurlaubten Friedhelm Funkel installiert worden war. Der Ex-Coach bleibt auch sechs Monate ein reger Begleiter und gelegentlicher Kommentator aus dem Off - bereits kurz nach der Niederlage bei Union Berlin, die den Abstieg besiegelte, hatte der 66-Jährige, dessen ruhender Vertrag bei der Fortuna sich beim Klassenerhalt um ein Jahr verlängert hätte, sich "fassungslos" gezeigt.

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Nun legt Funkel nach. Er könne sich eine Rückkehr zu den Rheinländern vorstellen, sagte der ehemalige Trainer der Rheinischen Post. "Ich bin in meinem Leben nie vor Verantwortung weggelaufen. Unter gewissen Umständen wäre ich bereit, mich bei Fortuna wieder einzubringen", erklärte er. "Dazu müssten sich aber gewisse Dinge ändern, so etwas geht im Fußball manchmal ganz schnell. Es ist sicherlich nicht verkehrt, einiges auf mehrere Schultern zu verteilen." Er ließ offen, welche Position er anstrebt und welche Umstände ihn zu einem Umdenken veranlassen könnten.

"Ich sage nicht, mit mir hätten wir das hundertprozentig geschafft. Aber..."

Nach dem feststehenden Abstieg sei er "schon ein Stückchen niedergeschlagen" gewesen, kommentierte Funkel, der im Januar gehen musste und mit den Düsseldorfern nach dem 19. Spieltag auf dem letzten Platz stand. Er ließ durchblicken, dass er den Düsseldorfern unter seiner Führung größere Chancen auf den Klassenverbleib zugebilligt hätte. "Ich sage nicht, mit mir hätten wir das hundertprozentig geschafft. Aber die Hoffnung wäre sehr groß gewesen". Es liege ihm allerdings "fern, irgendwelche Schuldzuweisungen zu machen", resümierte Funkel.

Auch unter Funkels Zutun hatten die Fortunen den Sprung in die Bundesliga und den anschließenden Klassenerhalt geschafft. "Wir haben vier Jahre Dinge sehr gut entwickelt, waren auf einem sehr guten Weg. Keiner kann jetzt schon abschätzen, was dieser Abstieg tatsächlich bedeutet", sagte er. Die Bosse Thomas Röttgermann und Uwe Klein hatten nach dem Absturz aus der Bundesliga zumindest unisono betont, auch mit Uwe Rösler als Cheftrainer in die 2. Liga zu gehen.

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Klein stellte dem 51-Jährigen demonstrativ eine Jobgarantie aus. "Wir werden das in Ruhe analysieren, mit Uwe Rösler, welcher auch in der nächsten Saison unser Trainer sein wird, und werden dann versuchen, eine schlagkräftige Truppe auch für die zweite Liga auf die Beine zu stellen“, sagte Klein im ZDF-Sportstudio.