18. Januar 2021 / 14:27 Uhr

Für den ersten Wolfsburg-Sieg im neuen Jahr: Glasner fordert hinten die Null

Für den ersten Wolfsburg-Sieg im neuen Jahr: Glasner fordert hinten die Null

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
16.01.2021, Wolfsburg: Fußball: Bundesliga, 16. Spieltag, VfL Wolfsburg - RB Leipzig in der Volkswagen Arena. Leipzigs Willi Orban (4.v.l.) jubelt mit seinen Teamkollegen nach seinem Tor zum 2:2. Foto: Michael Sohn/AP Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Will mit dem VfL Wolfsburg am Dienstagabend den ersten Sieg in 2021 einfahren: Oliver Glasner (l.) und sein Team müssen bei Mainz 05 ran. © (c) AP Pool
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Keine Zeit zum Zurücklehnen - nach dem 2:2 am Samstag gegen RB Leipzig muss der VfL Wolfsburg am Dienstagabend bei Kellerkind Mainz 05 ran und will da den ersten Sieg im neuen Jahr einfahren. Dafür braucht es aber hinten wieder mehr Stabilität, fordert der Trainer.

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0:2 in Dortmund und danach jeweils 2:2 bei Union Berlin und gegen RB Leipzig - der VfL Wolfsburg hat auch im neuen Jahr solide bis gute Leistungen in der Fußball-Bundesliga gezeigt, aber etwas fehlt in 2021 noch: ein Sieg. Und den soll es am Dienstagabend (20.30 Uhr) geben, wenn es die Wolfsburger nach den Duellen mit den Teams aus den Top Sechs der Liga zur Abwechslung mal mit einem Kellerkind zu tun bekommen, die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner müssen zum Hinrunden-Abschluss beim Tabellenvorletzten Mainz 05 ran.

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Mit Blick auf die Statistik, spricht vieles für den ersten VfL-Sieg des neuen Jahres, denn die Wolfsburger sind für den FSV ein Angstgegner: Gegen keinen anderen Bundesligisten warten die 05er länger auf einen Sieg als gegen den VfL (seit neun Partien). Die vergangenen drei Duelle konnten allesamt die Wolfsburger für sich entscheiden. Im Februar des vergangenen Jahres hatte es in Wolfsburg das 4:0-Schützenfest gegeben, davor gewann der VfL in Mainz 1:0 und im Februar 2019 wurde ein 3:0 bejubelt. Doch nicht nur das: In den vergangenen vier Partien gegen die Wolfsburger gelang Mainz kein einziges Tor.

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Jetzt soll der erste Sieg des neuen Jahres her. Dass der VfL darauf wartet, hat Glasner "kurz mit der Mannschaft thematisiert". Sowohl in Dortmund, als auch in Berlin und gegen Leipzig habe das Team gute Leistungen gezeigt, "aber auch in jedem Spiel zwei Gegentore bekommen, je eins davon durch Standards", merkte der Österreicher an. "Diese kleinen Unkonzentriertheiten bei Standard-Situationen, da müssen wir uns verbessern. Nach vorn sieht es gut aus, wir sind immer in der Lage, Tore zu erzielen. Jetzt ist es wichtig, dass hinten wieder die Null steht." Das war in der Liga zuletzt im Dezember beim 1:0 gegen den VfB Stuttgart der Fall gewesen. Hinten ist der VfL nicht mehr so dicht wie in den ersten acht Saisonspielen, in denen er insgesamt nur fünf Gegentore kassiert hatte. Zum Vergleich: In den folgenden acht Partien waren es 14 Gegentore.

Dass es jetzt seit Längerem mal wieder gegen ein Kellerkind geht, ändert nichts an der Herangehensweise beim VfL. "Die ist immer gleich, wir wollen gewinnen", betont Glasner. Der Coach rechne aber in Mainz mit einem ähnlichen Spiel wie Ende November beim FC Schalke 04 - das hatten die Wolfsburger mit 2:0 gewonnen, es war der bisher der einzige Auswärtssieg in dieser Bundesliga-Saison. "Wir werden wohl etwas mehr Ballbesitz haben als zuletzt. Gegen die Top-Teams mussten wir eher aus der Defensive heraus agieren", sagt Glasner. In Mainz sei es wichtig, aus einer stabilen Grundordnung heraus, schnell nach vorn zu spielen.

Aber da werden die 05er etwas dagegen haben. "Sie hatten vor etwa zehn Tagen einen Trainerwechsel und haben unter Bo Svensson einiges verändert", stellte Glasner fest. "Sie versuchen nun, schnell in die Spitze zu spielen." Und obwohl die Mainzer derzeit nur 17. sind, findet Glasner, dass der kommende Gegner personell gut aufgestellt ist. "Sie haben körperlich gute Innenverteidiger, ein sehr laufstarkes Mittelfeld und viel Tempo in der Offensive. Die Mannschaft verfügt über viel Qualität", lobt der Coach, merkt aber auch an: "Sie haben es in dieser Saison noch nicht konstant geschafft, die Qualität auf den Platz zu bekommen, aber haben in Dortmund zuletzt 1:1 gespielt. Wir müssen auf der Hut sein."

Roussillon fehlt auch in Mainz

Fehlen wird dem VfL Jerome Roussillon, der nach seiner Corona-Infektion vor Weihnachten immer noch nicht einsatzfähig ist. "Jerome hat nur die Erlaubnis für Training im niedrig intensiven Bereich. Wir schauen, ob seine Werte in die richtige Richtung gehen", sagt Glasner. Doch es könne noch einige Zeit dauern, bis der Linksverteidiger wieder auflaufen kann. "Ob er in dieser Woche, in der nächsten oder erst in einem Monat ins Mannschaftstraining einsteigen kann, weiß ich nicht."

Aber es gibt auch Erfreuliches: "Max Arnold wird wieder dabei sein", sagt Glasner über das Eigengewächs, das seine Rotsperre abgesessen hat. Auch Marin Pongracic ist auf einem guten Weg, ob es für den Innenverteidiger für den Kader reicht, ist aber noch offen. "Bei Marin warten wir noch die letzten Werte ab, dann werde ich eine Entscheidung treffen, aber aus physischer Sicht spricht nichts dagegen." Beim Union-Spiel war deutlich geworden, dass der Kroate nach seiner Covid-Infektion noch nicht bei 100 Prozent seiner Kräfte ist, woraufhin er noch mal ausgiebig durchgecheckt wurde. In der Startelf wird in Mainz neben Jay Brooks aber erneut Maxence Lacroix auflaufen, der nach seiner Corona-Infektion erstmals wieder in der Startelf stand. "Gegen Leipzig hat er keine Reaktion gezeigt, daher steht er auch in Mainz zur Verfügung und wird spielen", so Glasner.