18. Januar 2019 / 21:28 Uhr

Wette gewonnen: "Recken" kassieren gegen Waspo98 zwar eine Abreibung - aber treffen!

Wette gewonnen: "Recken" kassieren gegen Waspo98 zwar eine Abreibung - aber treffen!

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der sitzt! Domagoj Srsen (links) von den Recken überwindet aus fünf Metern Waspos Moritz Schenkel.
Der sitzt! Domagoj Srsen (links) von den "Recken" überwindet aus fünf Metern Waspos Moritz Schenkel. © Florian Petrow
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Die Bundesliga-Handballer der TSV Hannover-Burgdorf verlieren gegen den deutschen Wasserball-Meister Waspo98 Hannover zwar mit 3:14. Aber sie gewinnen die Challenge im Stadionbad, weil sie im ungewohnten Element Waspo-Keeper Moritz Schenkel überwinden können.

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Sie haben sich extra schicke, grüne Wasserballkappen anfertigen lassen mit dem "Recken"-Logo. Fans und Trommler hatten sie ins ausverkaufte Stadionbad auch reichlich mitgebracht. Und die Handballer der TSV-Hannover-Burgdorf haben im Wettstreit mit Wasserball-Meister Waspo98 Hannover dann tatsächlich passable Seepferdchen abgegeben.

Abwehrexperte Srsen bricht den Bann

Waspo hatte gewettet, die Handballer würden kein Tor erzielen in dieser speziellen Partie. Doch das schafften die "Recken" unter großem Jubel. Abwehrexperte Domagoj Srsen erzielte seinen ersten Saisontreffer für die TSV. Waspo siegte mit 14:3 (6:0, 3:0, 4:0, 1:3). In erster Linie war es ein Riesenspaß.

Bilder von der Challenge zwischen den Wasserballern von Waspo98 Hannover und den Handballern der TSV Hannover-Burgdorf

Ilija Brozovic von den Recken sucht die Lücke. Zur Galerie
Ilija Brozovic von den "Recken" sucht die Lücke. ©
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Viele Lacher im Schwimmbecken

So oft hat Waspo-Star Darko Brguljan selten gelacht im Becken. Er scherzte viel mit Ilija Brozovic, auch der Kreisläufer von den "Recken" amüsierte sich köstlich. Ernst machte Waspo ohnehin nicht – jedenfalls im Angriff. Im ersten Viertel ließen die Gastgeber nur zwei Würfe aufs Tor zu, Torge Johannsen und Joshua Thiele scheiterten an Nationaltorhüter Moritz Schenkel. "Recken"-Schlussmann Martin Ziemer zeigte zwei Glanzparaden und ebenfalls ein Dauergrinsen.

"Recken" pusten und prusten

Im zweiten Abschnitt zwang Brozovic den Waspo-Schlussmann zu zwei Aktionen, die in der Bundesliga womöglich ein Tor gebracht hätten. Aber den Kasten Bier, der als Einsatz ausgelobt worden war, wollte Schenkel nicht herschenken. Bezeichnend im zweiten Viertel (die Zeit betrug jeweils nur fünf statt acht Minuten) war eine Aktion des Spaniers Cristian Ugalde: Nach einem Angriff musste er sich pustend und prustend an der Torauslinie festhalten. Die "Recken" hatten zu kämpfen im ungewohntem Element.

Erste Gefahr durch Kastening

Für die größte Gefahr sorgte im dritten Durchgang Timo Kastening, seinen Wurf fälschte Waspos Abwehrchef Julian Real knapp neben das Tor ab. „Das war unglaublich anstrengend“, sagte Kastening hinterher. Srsen scheiterte zunächst, im Schlussviertel machte er es besser. Bei seinem Fünfmeter an die Unterkante der Latte hatte Schenkel keine Chance. „Der war sehr gut geschossen. Aber das ist ganz egal, wir haben Werbung für diesen Sport gemacht“, sagte der Waspo-Torhüter strahlend. Damit gehörte das Bier den Recken.

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Waspo-Spieler werden "Einlaufkinder"

Spontan verabredeten "Recken"-Sportchef Sven-Sören Christophersen und Ex-Wasserball-Nationalkeeper Roger Kong am Beckenrand, dass die Waspo-Spieler im Falle eines weiteren Treffers bei einer "Recken"-Partie als „Einlaufkinder“ dabei sein werden. In Badehosen selbstverständlich. Und diese reizvolle Zugabe verdienten sich die Handballer ebenfalls.

Viel Betrieb zum Schluss

Zu den letzten Angriffen schickte Recken-Coach Carlos Ortega kurzerhand alle ins Wasser, die noch zu schwimmen vermochten. Es war eine grüne Flut, die da auf Waspo einstürmte. Johannsen traf tatsächlich per Aufsetzer und Waspos Talent Leo Ahrens (11) half den Recken noch mit dem dritten Tor. Dann war Schluss. Gelacht wurde jedoch noch lange.

Ban zeigt den schnellsten Wurf

Der Kroate Marin Ban hatte zuvor beim ersten Teil des Wettbewerbs den Ball 71 Stundenkilometer schnell geworfen – Ilija Brozovic brachte es auf 70. Dieser Punkt ging an Waspo. Der Saltowettbewerb vom Drei-Meter-Brett fiel aus, bei ihrem Verletzungspech in dieser Saison wollten die Recken lieber nichts riskieren. „Ich kann mir vorstellen, dass es eine weitere Challenge gibt“, sagte "Recke" Johannsen lächelnd. Dann nahm er unter großem Beifall das Bier in Empfang – Handballer und Wasserballer tranken es sofort zusammen.

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