11. September 2020 / 16:39 Uhr

Für ein Quartett aus Oberhavel steht die 3. Runde auf dem Programm

Für ein Quartett aus Oberhavel steht die 3. Runde auf dem Programm

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Kreispokal-Derby: SV Glienicke - Fortuna Glienicke
Fortuna Glienicke und Coach Sascha Flemming wollen im Pokal weiter an der Vereinsgeschichte schreiben. Gelingt der Einzug in Runde 2? © Robert Roeske
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AOK-Landespokal: Vier Pokalspiele und vier Geschichten. Die Mannschaften aus Altlüdersdorf, Glienicke, Oranienburg und Sachsenhausen müssen im Cup-Wettbewerb ran. Die Aufgaben sind vielfältig.

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Es ist wieder soweit: Die Duelle David gegen Goliath, Favorit gegen Außenseiter oder einfach – im Fußball-Landespokal der Herren steht die 3. Runde auf dem Programm. Insgesamt 16 Partien finden statt. Es gilt für die 32 Mannschaften, den Nachfolger von Regionalligist Union Fürstenwalde zu ermitteln. Mittendrin im teilnehmenden Feld sind auch noch vier Mannschaften aus Oberhavel. Während Brandenburgligist SV Altlüdersdorf gegen den Landesligisten Alt Ruppin als einzige Mannschaft auswärts antreten muss, haben die restlichen Teams aus dem Landkreis als unterklassige Teams allesamt Heimrecht.

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Dementsprechend finden sich die Brandenburgligisten Oranienburger FC Eintracht (gegen Brandenburger SC Süd), TuS Sachsenhausen (gegen VfB Krieschow) sowie Landesligist Fortuna Glienicke (gegen Victoria Seelow) in der Außenseiterrolle wieder. Doch aus dieser Position heraus sind im Cupwettbewerb immer wieder Überraschungen möglich. Denn der Pokal schreibt seine eigenen Geschichten – so wie die der vier Pokal-Protagonisten aus Oberhavel, die am Sonnabend ab 15 Uhr ihre ganz eigenen Erfolgsstorys fortsetzen wollen. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit einigen bekannten Gesichtern. Bleibt nur noch abzuwarten, auf welchen Plätzen Überraschungen gelingen.

Alt Ruppin-Trainer Daniel Kraatz begrüßte seine Kicker zum Trainingsauftakt.
In Oberhavel wohlbekannt: Alt Ruppin-Coach Daniel Kraatz. © Marius Böttcher

Eintracht Alt Ruppin - SV Altlüdersdorf

Es wird eine schwierige und komplizierte Aufgabe für uns“, sagt Hans Oertwig, Trainer des Brandenburgligisten SV Altlüdersdorf, vor dem Cupduell gegen den Landesligisten Eintracht Alt Ruppin (Anstoß 15 Uhr/Waldstadion) am heutigen Sonnabend. „Der Gegner hat eine richtig gute Band beisammen.“ Doch auch die Altlüdersdorfer aus dem selbst ernannten „Gallischen Dorf“ müssen sich nach dem Umbruch im Sommer nicht verstecken. Denn zuletzt kamen die Altlüdersdorfer in der höchsten brandenburgischen Spielklasse immer besser in Fahrt, gewannen die letzten beiden Partien in Serie und tankten somit jede Menge Selbstvertrauen. „Für uns ist der Pokalwettbewerb genau so wichtig wie die Liga, wo wir den Klassenerhalt schaffen wollen“, sagt Oertwig. „In dem Pokalspiel können wir die im Training einstudierten Sachen anwenden. Wir wissen aber auch, dass es ein Hopp-oder-topp-Spiel ist.“ Der SVA-Trainer fiebert der Partie gegen den Aufsteiger um den früheren Hennigsdorfer Daniel Kraatz entgegen, „der in Alt Ruppin eine richtig gute Arbeit macht“, so Oertwig über sein Gegenüber auf der Bank.

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Fortuna Glienicke - Victoria Seelow

Landesligist Fortuna Glienicke hat mit dem heutigen Pokalduell gegen Oberligist Victoria Seelow (Anstoß 15 Uhr/Sportplatz Bieselheide) bereits Vereinsgeschichte geschrieben. Denn seit ihrer Gründung haben es die Glienicker bisher noch in die 3. Runde des Brandenburger Cup-Wettbewerbs geschafft. In den beiden vorherigen Spielzeiten war jeweils bereits in Runde eins Schluss.


In der Saison 2018/19 verlor Fortuna gegen Energie Cottbus (0:1), vergangene Spielzeit war beim 2:4 gegen FSV Glückauf Brieske/Senftenberg frühzeitig Endstation. Nun wartet Seelow auf die Fortuna-Mannschaft. „Es ist auf alle Fälle eine interessante Aufgabe. Für uns ist es ein unbekannter Gegner“, gesteht BSC-Coach Sascha Flemming. Aber: „An einem guten Tag können wir gewinnen.“ Dazu muss aber vor allem die Offensive der Gastgeber mitspielen, die zuletzt immer wieder Nerven zeigte. Gleichzeitig haben die Glienicker nach zwei sieglosen Partien in der Meisterschaft gegen die zwei Spielklassen höher agierende Mannschaft aus Seelow nichts zu verlieren und können ihrer Historie vielleicht ein weiteres Pokalkapitel hinzufügen.

Oranienburger FC Eintracht - Brandenburger SC Süd

Der Häsener Max Grundmann, der seit dieser Saison das Trikot des Oberligisten Brandenburger SC Süd trägt, kehrt am heutigen Sonnabend zurück in seine Heimat Oberhavel. Der bei Energie Cottbus ausgebildete Kicker muss in Runde drei mit seinem Team auswärts gegen den Oranienburger FC Eintracht (Anstoß 15 Uhr/Orafol-Arena) antreten. „Auch wenn wir weiterkommen sollten, interessiert mich der Wettbewerb nicht so sehr“, so OFC-Trainer Enis Djerlek, der den Fokus auf die Meisterschaft legt. Da steht der Brandenburgligist auf Rang eins. Dies dürfte auch Grundmann, der in Gransee geboren wurde und zuletzt für den BFC Dynamo spielte, nicht entgangen sein.

Johannes Weber
Der Häsener Max Grundmann (l.) ist mit seinem neuen Verein, dem BSC Süd 05, zu Gast in Oranienburg. © Johannes Weber

TuS Sachsenhausen - VfB Krieschow

In Templin geboren, in Zehdenick mit dem Fußball angefangen und dann über den Oranienburger FC in die Fußballwelt ausgezogen. Das ist die Vita von Martin Dahm, der über die Station Energie Cottbus vor vier Jahren beim VfB Krieschow in der Oberliga landete. Am Sonnabend um 15 Uhr gastiert der Mittelfeldspieler mit dem VfB im Elgora-Stadion von TuS Sachsenhausen und will in die nächste Pokalrunde einziehen. Dagegen hat aber der Gastgeber etwas, der zuletzt in der Brandenburgliga die erste Saisonniederlage in Wernsdorf (0:2) kassierte. „Man hat in jedem Spiel eine Chance. Wir haben Respekt, aber keine Angst“, so TuS-Kapitän Andor Müller vor dem Pokalmatch.