14. Dezember 2020 / 10:39 Uhr

Für einen Tag mehr Urlaub: Profis des FC Erzgebirge müssen zweimal siegen

Für einen Tag mehr Urlaub: Profis des FC Erzgebirge müssen zweimal siegen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Aues Torwart Martin Männel hatte in Hamburg mehr zu tun, als ihm lieb war.
Aues Torwart Martin Männel hatte in Hamburg mehr zu tun, als ihm lieb war. © dpa
Anzeige

Nach zwei sieglosen Spielen will Erzgebirge Aue vor der Winterpause nochmal fleißig Punkte sammeln. Gegen Karlsruhe und in Nürnberg muss die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster aber mehrere Fehler abstellen, die beim 2:2 beim FC St. Pauli sichtbar wurden.

Aue. Die Hoffnung der Profis von Erzgebirge Aue auf etwas mehr Zeit mit ihren Familien in der Weihnachtszeit schwindet. Trainer Dirk Schuster hatte seiner Mannschaft in der diesmal sehr kurzen Winterpause einen Extra-Urlaubstag in Aussicht gestellt. Voraussetzung ist, dass bis dahin mindestens 21 Punkte auf dem Konto der „Veilchen“ stehen. „Diese Ansage gab es allerdings schon vor der Heimniederlage gegen Regensburg. Dass sich die Mannschaft einen zusätzlichen freien Tag schießen kann, ist aber noch machbar“, sagte Schuster.

Unentschieden als Teilerfolg

Doch dafür müssen in den beiden verbleibenden Spielen am Donnerstag (20.30 Uhr/Sky) im Erzgebirgsstadion gegen den Karlsruher SC und am 20. Dezember auswärts beim 1. FC Nürnberg zwei Siege her. Denn nach dem ärgerlichen 2:2 beim FC St. Pauli stehen die „Veilchen“ in der Tabelle aktuell bei 16 Zählern. „Im Endeffekt haben wir auswärts einen Punkt geholt, das ist in Ordnung. Jetzt wollen wir gegen den KSC wieder gewinnen“, meinte Sören Gonther.

Mehr zum FCE

Aues Abwehrchef war genauso wie seine Mitspieler bemüht, das Unentschieden noch als Teilerfolg zu verkaufen. Doch angesichts der klaren Führung, die das Schuster-Team in der Schlussphase verspielte, überwog dann doch die Enttäuschung bei den Sachsen. „Wenn man in der 80. Minute mit 2:0 vorn liegt, ärgert man sich im Nachgang, dass man das Spiel nicht gewonnen und das Ergebnis nicht über die Zeit gebracht hat“, befand der Trainer.

Anzeige

Stürmer und Torschütze Florian Krüger erging es bei seiner Analyse nicht anders: „Ein bisschen enttäuscht, ja. Dennoch war das Ergebnis am Ende nicht unverdient. St. Pauli hat uns in der zweiten Halbzeit ziemlich hinten reingedrückt. Trotzdem ist es bitter, dass die beiden späten Gegentore nach Standards gefallen sind.“

Mit gutem Gefühl in die Mini-Pause

Dabei gehört das Verteidigen von ruhenden Bällen in dieser Saison eigentlich zu den Stärken der Auer. In Hinblick auf die kommenden Spiele gegen Karlsruhe und Nürnberg müssen sich die Erzgebirger auch in anderen Bereichen wieder steigern. „In der ersten Halbzeit hatten wir aus den guten Möglichkeiten nach Ballgewinnen zu wenig gemacht“, benannte Gonther einen Mangel. Schuster wurde diesbezüglich noch deutlicher: „In einigen Situationen war die Spielfortsetzung unsererseits zu schlampig. Es wurden häufig die falschen Entscheidungen getroffen.“

Gegen den KSC und in Nürnberg stehen die Aue-Profis in dieser Woche weiter unter Druck. Denn neben dem anvisierten Urlaubstag wollen sich die Sachsen auch mit einem guten Gefühl in die kurze Pause verabschieden. Bereits am 3. Januar gastiert Eintracht Braunschweig im Erzgebirgsstadion.


„Es ist für alle Neuland, dass es in dieser Saison direkt nach Neujahr weitergeht. Wir werden unser Training so ansetzen, dass die Mannschaft in einem guten Fitnesszustand bleibt“, sagte Schuster. Auf ein paar freie Tage darf sich die Mannschaft auch unabhängig vom gesteckten Punkteziel trotzdem freuen. „Wir haben alle Familie und werden darauf Rücksicht nehmen“, versprach der Trainer.