09. Februar 2021 / 19:49 Uhr

Für mehr Eiszeit in Wolfsburg: Grizzly-Talent springt in den eiskalten Allersee!

Für mehr Eiszeit in Wolfsburg: Grizzly-Talent springt in den eiskalten Allersee!

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kreative Kälte: Da die Eiswanne aufgrund der Corona-Vorschriften tabu ist, ging's für Steven Raabe erst in den Allersee, danach gab's für ihn die erste Eiszeit für die Grizzlys in der Gruppe Nord.
Kreative Kälte: Da die Eiswanne aufgrund der Corona-Vorschriften tabu ist, ging's für Steven Raabe erst in den Allersee, danach gab's für ihn die erste Eiszeit für die Grizzlys in der Gruppe Nord. © Grizzlys Wolfsburg City-Press GmbH/Privat
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Lange hatte Steven Raabe warten müssen, beim 4:3 der Grizzlys Wolfsburg gegen die Fischtown Pinguins war es endlich soweit: Der Youngster bekam Eiszeit bei den Eishockey-Profis - und könnte sie auch am Mittwoch gegen die Düsseldorfer EG (18.30 Uhr) wieder erhalten.

Es war zuletzt keine leichte Zeit für Steven Raabe: Der Youngster der Grizzlys Wolfsburg hatte zwar in fast allen DEL-Partien seit Jahreswechsel auf dem Spielberichtsbogen gestanden, Eiszeit hatte der 19-Jährige jedoch nicht - bis zum 4:3-Erfolg gegen die Fischtown Pinguins. Dass es am Mittwoch gegen die Düsseldorfer EG (18.30 Uhr) wieder passiert, ist möglich. Den Sprung ins kalte Wasser gab's für den Eishockey-Profi allerdings schon vorher.

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Am Sonntag wagten sich Raabe und Jan Nijenhuis gemeinsam bei klirrender Kälte in den Allersee. "Wir haben mit unserem Fitness-Coach Peter Kruse darüber gesprochen, die Kältetherapie ist gut für den Körper", erklärt Raabe. "Normalerweise geht man als Eishockeyspieler ja in die Eiswanne, durch die Corona-Vorschriften geht das aber nicht. Deshalb sind wir in den See gegangen", so der gebürtige Salzgitteraner, der mit einem Schmunzeln anfügt: "Ich habe fünf Minuten durchgehalten, Jan nur eine."

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Der Sprung ins kalte Wasser zeigte Wirkung: Gegen Bremerhaven brachte Raabe es auf neuneinhalb Minuten Eiszeit, spielte zusammen mit Julian Melchiori. "Ich versuche, mir jeden Tag etwas von ihm abzuschauen", sagt der 19-Jährige, der selbst einen soliden Auftritt hinlegte. "Er ist für mich ein unglaublicher Spieler und ein sehr guter Teamkollege."

Von seinem Einsatz erfuhr Raabe erst am Montag von Grizzlys-Coach Pat Cortina. "Pat kam nach dem Training am Morgen zu mir und sagte, ich solle mich bereithalten, da er mich als Wechselverteidiger einplant", so Raabe. "Das war genau richtig so, ich wollte nicht zu viel über das Spiel nachdenken." Auf dem Eis fühlte sich Raabe "sehr gut, ich bin einfach rausgegangen und habe mein Ding gemacht".

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Genau wie bei der U20-WM in Kanada, von der Raabe und Nijenhuis Anfang Januar zurückgekehrt waren. Seitdem hatte Raabe zwar als siebter Verteidiger auf der Bank gesessen, aber nicht für eine Partie auf dem Eis gestanden. "Ich habe viel trainiert, aber nicht gespielt. Das war schon frustrierend", so Raabe.

Die harte Arbeit im Training zahlte sich für das Eigengewächs aber aus: Da mit Armin Wurm Corona-bedingt ein weiterer Verteidiger ausgefallen war und Pat Cortina nur auf sechs Verteidiger setzte, durfte Raabe spielen. "Stevie hat in letzter Zeit viel gute Arbeit geleistet. Wir dachten, es ist Zeit, dass er spielt", so Cortina. "Seine Teamkollegen sehen, dass er hart arbeitet, das hat uns zusätzliche Energie gegeben."

Grizzlys Wolfsburg - Fischtown Pinguins Bremerhaven.

Grizzlys Wolfsburg - Fischtown Pinguins Bremerhaven. Zur Galerie
Grizzlys Wolfsburg - Fischtown Pinguins Bremerhaven. © Boris Baschin / Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wiederholt sich das Szenario?

Gegen Düsseldorf am Mittwoch hält Raabe eine Wiederholung des Szenarios für möglich. Mit Rückkehrern ist voraussichtlich nicht zu rechnen, "ich denke, es wird so wie am Montag", sagt der Verteidiger. "Genaueres wurde aber noch nicht gesagt. Ich will mich gut vorbereiten, um wieder eine gute Leistung zu zeigen, wenn ich gebraucht werde."

Im Duell mit der DEG komme es darauf an, so weiterzumachen wie zuletzt, glaubt Raabe: "Wir müssen uns an unseren Game-Plan halten, viele Scheiben aufs Tor bringen. Mittlerweile haben wir das Scheibenglück, das hat man am Montag beim Tor von Jeff Likens gesehen - da ging so einer rein, in den Wochen vorher, wenn es eng war, nicht." Natürlich darf auch die gewisse Coolness nicht fehlen - wo er die herbekommt, weiß Raabe seit seinem Sprung in den Allersee aber ganz genau.

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