29. Januar 2022 / 12:25 Uhr

Für mehr Fans im Stadion: RB Leipzig klagt gegen Corona-Notfallverordnung

Für mehr Fans im Stadion: RB Leipzig klagt gegen Corona-Notfallverordnung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 RB Leipzig geht gegen die aktuelle sächsische Corona-Notfallverordnung vor.
RB Leipzig geht gegen die aktuelle sächsische Corona-Notfallverordnung vor. © IMAGO/Picture Point LE (Montage)
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RB Leipzig wartet nicht länger. Der Bundesligist hat vor dem Oberverwaltungsgericht in Bautzen einen Eilantrag gegen die Zuschauerbegrenzung von 1000 eingereicht. Diese ist Teil der sächsischen Corona-Notfallverordnung.

Leipzig. RB Leipzig geht juristisch gegen die aktuelle sächsische Corona-Notfallverordnung vor. Der Bundesligist habe einen Eilantrag beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen eingereicht, teilte der Verein am Samstag mit. Demnach will RB Leipzig erreichen, dass mehr als 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer Spiele in der Red-Bull-Arena besuchen dürfen.

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Der Verein habe einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gestellt, heißt es weiter. Er hoffe,  „dass auf diesem Wege kurzfristig eine für alle Seiten sachlich faire, gerechtfertigte und nachvollziehbare Entscheidung und zugleich eine Lösung hinsichtlich der aktuell extremen Zuschauerbeschränkung bei den Heimspielen der Roten Bullen in der Red Bull Arena erwirkt werden kann“. Zunächst hatte die Bild berichtet.

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In der bis zum 6. Februar geltenden Corona-Verordnung sind 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer als Höchstgrenze festgelegt. RB Leipzig hatte die Regel zuletzt mehrfach scharf kritisiert. „Wir fordern die Landesregierung dazu auf, Lösungen zu erarbeiten, die einen Betrieb mit deutlich mehr als den derzeit zugelassenen 1000 Zuschauern ermöglichen – unter Einhaltung der 3G-, 2G- oder 2G-Plus-Regularien, je nach vorherrschender Hospitalisierungsrate", hieß es seitens des Vereins.

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Wann über den aktuellen Eilantrag von RB Leipzig entschieden wird, ist momentan noch unklar. Das sächsische Sozialministerium verwies auf LVZ-Anfrage lediglich auf die Beratungen zur nächsten Corona-Verordnung in der kommenden Woche. Dann will das Kabinett neue Regeln beschließen, die voraussichtlich vom 6. Februar bis zum 6. März gelten.

Erst Mitte der Woche hatte der Sächsische Verfassungsgerichtshof den Antrag zweier Dauerkartenbesitzer von RB Leipzig zurückgewiesen, die Zuschauerbeschränkung bei Großveranstaltungen unter freiem Himmel per einstweiliger Anordnung zu kippen. Das geht aus einem einstimmigen Beschluss hervor, den das Gericht online veröffentlichte.

Die Richter ließen aber Skepsis daran erkennen, ob die derzeit maximale Zuschauerkapazität in einer neuen Verordnung weiter bestehen könne. Sie ermahnten die sächsische Landesregierung, die Grenze in der kommenden Verordnung „in Ansehung des dann aktuellen epidemiologischen Erkenntnisstandes jedenfalls willkürfrei zu begründen“.

Josephine Heinze