05. Februar 2021 / 19:45 Uhr

Für Rötgesbüttels Kapitän gibt's seit der G-Jugend nur einen Verein

Für Rötgesbüttels Kapitän gibt's seit der G-Jugend nur einen Verein

Julian Voges
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Ein Fußballer-Leben in einem Verein: Ein VfL Rötgesbüttel (dunkelblaue Trikots) ohne Julian Schölkmann ist kaum vorstellbar.
Ein Fußballer-Leben in einem Verein: Ein VfL Rötgesbüttel (dunkelblaue Trikots) ohne Julian Schölkmann ist kaum vorstellbar. © Sebastian Preuß/Privat
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Er ist der Kopf der Mannschaft, sein Wort hat auf dem Platz und in der Kabine Gewicht: Der Fußball-Kapitän. In der Corona-Krise ist vieles anders, er aber nicht weniger gefordert. Wie funktioniert Zusammenhalt trotz Lockdown? Wie geht Gemeinsamkeit trotz Einsamkeit? Wie geht Fitness ohne Teamtraining? Der Sportbuzzer fragt nach: Wie ist die Lage, Kapitän?

Maximal erfolgreich ist der VfL Rötgesbüttel in die Saison der 1. Kreisklasse D gestartet: Nach vier Spielen stehen satte zwölf Punkte auf dem Konto des Tabellenführers. Mit Neu-Coach Timo Binner und einer in weiten Teilen neuformierten Mannschaft ist das Team um Kapitän Julian Schölkmann in die Saison gegangen. „Wir haben uns das Ziel gesetzt am Ende im oberen Drittel der Tabelle zu landen. Den ersten Platz wollen wir jetzt so gut es geht verteidigen und die Spielweise unseres Trainers weiter verinnerlichen“, so Schölkmann. Ein weiteres Ziel ist es, als Mannschaft noch weiter zusammenzuwachsen. „Ich denke, wenn uns das gelingt und wir unser Potenzial abrufen, werden wir nur schwer zu schlagen sein.“

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1992 ging's los

Rötgesbüttel und Schölkmann – es ist eine enge Verbundenheit mit langer Historie! Mit vier Jahren begann 1992 bereits alles in der G-Jugend des VfL. Seinem Verein bleibt der 32-Jährige nicht nur bis heute treu, er übernahm immer wieder neue Aufgaben. Er trainierte Nachwuchsteams, war selbst Jugend- und auch Spartenleiter. „Diese Ämter habe ich aber alle mit der Geburt meiner Tochter und dem Hausbau abgelegt, da es zeitlich nicht mehr realisierbar war“, erklärt Schölkmann, der aber als Kapitän der verlängerte Arm seines Trainers bleibt. Zumal: „Ich habe einige der Jungs in der A-Jugend gecoacht. Mit anderen schon mehrere Jahre im Herrenfußball verbracht.“ Er glaubt: „Die Leute wissen, wie ich mich mit dem Verein und der Mannschaft identifiziere und was ich dafür auch investiere.“

Mehr heimischer Fußball

Der verheiratete Familienvater führt sein Team seit dieser Spielzeit auf das Feld und hat das Amt von Vorgänger Chris Lütge übernommen. „In der letzten Saison war ich zweiter Kapitän. Chris und ich haben einfach die Reihenfolge unserer Rollen getauscht“, sagt der defensive Mittelfeldspieler, für den auch dieses Amt kein Neuland ist. „Seitdem ich bei den Herren spiele, war ich eigentlich immer im Mannschaftsrat vertreten, war hin und wieder auch Kapitän oder Stellvertreter.“ Kein Neuland also für den Rötgesbüttler

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Ganz nah dran an seinem Team in der aktuellen Lockdown-Situation kann er nicht sein, doch der Kontakt reißt nicht ab. „Wir treffen uns einmal die Woche freiwillig online zur Trainingszeit, um zu quatschen“, denn „es ist lustig mal wieder von dem einen oder anderen etwas zu hören.“ Trotzdem: „Ich freue mich umso mehr auf die Zeit, wenn man mal wieder mit einem Bier gemeinsam im Sportheim sitzen kann“, gibt der VW-Ingenieur offen und ehrlich zu.

Zeit für Familie und Haus

Bis dahin nutzt Schölkmann die Zeit neben der Arbeit bei Volkswagen im Homeoffice, für seine Ehefrau und die gemeinsame Tochter, um nach Feierabend „den Rest des Tages mit den Beiden zu verbringen“. Und wenn dann noch Zeit übrig ist, kümmert sich der Älteste in der Mannschaft um sein Haus, welches vor zweieinhalb Jahren in Rötgesbüttel erbaut wurde. „Hier ist noch viel zu tun, zum Beispiel bin ich gerade dabei eine Garage zu bauen.“

Die etwas anderen Kapitäns-Tipps in der Corona-Krise

Film-Tipp: Bad Boys 2. "Ein Action-Film mit viel Humor, aus meiner Sicht der beste Film der Bad-Boys-Trilogie.“

Serien-Tipp: Suits. "Die Intelligenz einer Person ist nicht immer auf den Bildungsabschluss zurückzuführen. Es geht viel um Loyalität, ändern von Betrachtungsweisen und Tricks, kombiniert mit lustigen Sprüchen.“

Podcast-Tipp: Kicker meets DAZN. "Interessante Interviews von Profis mit Einblick hinter die Kulisse.“

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