16. Oktober 2020 / 14:08 Uhr

Für Wendezelle zählt nur ein Derby-Sieg

Für Wendezelle zählt nur ein Derby-Sieg

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Steven Allerkamp (rechts) und der TSV Wendezelle müssen am Sonntag gegen den SV Teutonia Groß Lafferde gewinnen, wenn sie oben mitmischen wollen.
Steven Allerkamp (rechts) und der TSV Wendezelle müssen am Sonntag gegen den SV Teutonia Groß Lafferde gewinnen, wenn sie oben mitmischen wollen. © Foto: Ralf Büchler
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Das 1:1 gegen FT Braunschweig II fühlte sich für den Fußball-Bezirksligisten TSV Wendezelle fast wie eine Niederlage an. Das Gegentor fiel in der 90. Minute. Tatsächlich verloren hat Teutonia Groß Lafferde beim Saisonauftakt – und muss dieses Wochenende in Wendezelle antreten. Beide Teams brennen auf den ersten Sieg. 

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Ganz oben wollen sie mitspielen, die Bezirksliga-Fußballer aus Wendezelle. Doch im ersten Spiel kamen sie nicht über ein 1:1 hinaus. „Das war schon eine herbe Enttäuschung“, sagt Coach Thomas Mainka. Damit diese nicht noch größer wird, ist am Sonntag im Derby ein Sieg Pflicht. Doch auch die Gäste aus Groß Lafferde stehen nach ihrer Niederlage zum Start unter Druck, wollen deshalb unbedingt punkten. Damit das gelingt, „müssen wir von Beginn an wach und da sein“, fordert Teutonen-Trainer Oliver Hilger.

TSV Wendezelle – SV Teutonia Groß Lafferde (Sonntag, 14.30 Uhr). Auch mit ein paar Tagen Abstand ist ihm der Frust über das 1:1 zum Auftakt gegen die Freien Turner aus Braunschweig noch anzumerken. Verständlich, kassierte doch das Team von Thomas Mainka den Ausgleich in der 90. Minute. „Es ist schlecht gelaufen“, bedauert Wendezelles Coach.

Die Auftaktspiele beider Derby-Gegner

Aber nicht nur der späte Gegentreffer stimmte ihn unzufrieden, sondern auch der Auftritt seines Teams. Insbesondere die zweite Halbzeit missfiel ihm. „Denn da haben wir die Spielkontrolle verloren“, moniert Mainka. Dennoch hätte der Gegner besiegt werden können, „aber wir haben zu viele leichte Fehler gemacht – einer davon führte letztlich zum 1:1“, ärgert sich der Coach.

Entsprechend sieht auch seine Vorgabe für Sonntag aus: Fehler minimieren und die Leistung auf den Platz bringen. „Machen wir das, können wir jede Mannschaft schlagen. Machen wir das nicht, wird es in jedem Spiel schwierig für uns“, mahnt Mainka.

Ungewohnt für sein Team sei allerdings, „dass wir nun jeden Sonntag Favorit sind“. Hinzu kommt, „dass auch unsere eigene Erwartungshaltung sehr hoch ist. Dass dies für manche ein Rucksack ist, hat man gegen die Freien Turner gemerkt, denn einige waren ein bisschen gehemmt“, erläutert Mainka. Gleichwohl erwartet er künftig, „dass wir auf den Platz gehen und unser Spiel durchsetzen. Schließlich sind wir so erfahren, dass wir das hinkriegen müssen“, sagt Mainka, für den es am Sonntag im Derby nur ein Ziel gibt: drei Punkte. „Wir wollen oben mitspielen, deshalb dürfen wir uns auch keinen weiteren Patzer erlauben.“

Auch für die Gäste ist die aktuelle Situation keine einfache, da die Groß Lafferder ihre erste und bisher einzige Begegnung (1:3 gegen den MTV Hondelage) verloren haben. Sorgen bereitet dem Teutonen-Coach vor allem die Einstellung seiner Elf. „Denn die war zuletzt das Problem“, erklärt Oliver Hilger und verweist darauf, dass es seinem Team in den vergangenen Wochen oftmals an Konstanz mangelte. „Von den fußballerischen Fähigkeiten her haben wir eine gute Mannschaft, aber wir zeigen in einem Spiel zu häufig zwei Gesichter“, beanstandet er.

Eine Halbzeit verlaufe zumeist sehr gut, „in der anderen dagegen spielen wir dann nicht mehr so, wie ich es mir vorstelle. Insbesondere im Umschaltspiel hapert es dann – sowohl nach vorne als auch nach hinten“, bemängelt Hilger. Das dürfe am Sonntag in Wendezelle nicht passieren. „Mit nur 90 Prozent werden wir dort nichts holen“, mahnt er. Und leer ausgehen möchte der Lafferder Coach auf gar keinen Fall. „Wir fahren dort hin, um zu gewinnen“, betont er.

Dieses Vorhaben zu realisieren, „wird jedoch enorm schwierig, weil Wendezelle die beste Mannschaft in dieser Liga ist“, lobt Oliver Hilger. Folglich wäre er auch zufrieden, wenn seine Mannschaft am Ende mit einem Zähler die Heimreise antritt. „Das wäre schon super.“

Drei Fragen an Teutonia-Kapitän Kevin Harms

1. Wie wichtig ist das Derby für Sie persönlich?

„Aufgrund der langen Corona-Pause freue ich mich derzeit auf jedes Spiel. Aber die Derbys gegen die Wendezeller sind immer besonders, weil sie eine starke Mannschaft haben. Außerdem haben sie noch eine Rechnung vom vergangenen Jahr offen, da wir gegen sie das Härke-Pokal-Finale gewonnen haben.“

2.Auf welchen Wendezeller Spieler muss Ihr Team besonders aufpassen?

„Auf die Erich-Zwillinge, weil sie nach vorne brandgefährlich sind – und auch Niclas Kamp müssen wir im Auge behalten.“

3. Wir gewinnen das Derby, weil...

„wir auf das Spiel richtig brennen und mal wieder mit einem Sieg dran sind.“

Drei Fragen an Wendezelles Kapitän Lars Timpe

1. Wie wichtig ist das Derby für Sie persönlich?

„Für mich sind die Spiele gegen Vechelde spannender als die gegen Groß Lafferde. Aber nachdem wir zuletzt nur 1:1 gegen FT Braunschweig gespielt haben, hat das Derby am Sonntag schon eine große Bedeutung für uns, da wir unbedingt den ersten Sieg einfahren wollen.“

2.Auf welchen Lafferder Spieler muss Ihr Team besonders aufpassen?

„Auf Tim Paul und Kevin Harms. Denn beide sind richtig gute Fußballer und in der Lage, ein Spiel allein entscheiden zu können.“

3. Wir gewinnen das Derby, weil...

„wir eine Supertruppe sind und uns im Vergleich zum vergangenen Sonntag steigern werden.“

Von Peter Konrad