26. Mai 2021 / 13:14 Uhr

Für zweites Beachfeld: Vikings starten Spenden-Aktion mit vielen "Dankeschöns"

Für zweites Beachfeld: Vikings starten Spenden-Aktion mit vielen "Dankeschöns"

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Hier soll das zweite Beachvolleyball-Feld von Grün-Weiß Vallstedt entstehen - mithilfe von Spendengeldern, für die die Volleyball-Spielgemeinschaft der Vikings Vallstedt Vechelde einige spaßige Gegenleistungen anbietet.
Hier soll das zweite Beachvolleyball-Feld von Grün-Weiß Vallstedt entstehen - mithilfe von Spendengeldern, für die die Volleyball-Spielgemeinschaft der Vikings Vallstedt Vechelde einige spaßige Gegenleistungen anbietet. © Verein
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Sie wollen in Zukunft größere Events und Turniere ausrichten, vor allem aber die Trainingsbedingungen für ihre Beachvolleyballer verbessern. Und dafür sammeln die Vikings Vallstedt Vechelde nun Spenden – und bieten dafür alle etwas an.

An diesem Vorhaben beteiligen sich wirklich alle Vikings: Die Volleyball-Spielgemeinschaft aus Vallstedt und Vechelde plant, die Beachanlage in Vallstedt aufzurüsten und ein zweites Feld zu errichten. „Denn derzeit sind wir maximal ausgelastet“, bedauert Beachwart Oliver Wendt, der eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen hat, um die Kosten zu decken. Als Gegenleistung für Spenden haben sich die Vikings zahlreiche „Dankeschön-Aktionen“ ausgedacht, „bei denen jeder seine Kompetenzen und Qualitäten einbringt“, erläutert Wendt.

Unter www.startnext.com/beachfeld-in-vallstedt haben die Vikings alle Aktionen aufgeführt. Von gemeinsamen Beachvolleyball-Einheiten mit der früheren World-Tour-Spielerin Mirka Liskova, über außergewöhnliche Fitness-Trainings mit verschiedenen Spielerinnen und Spielern bis zu einem Sushi-Abend mit der Damenmannschaft sind viele verrückte Aktionen dabei.

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Die Herren bieten sich als Umzugshelfer an, die Jugendlichen mähen Rasen und zupfen Unkraut. Hendrik Schultze bietet eine Ernährungsberatung und Kira Bortfeld Babysitting. Den Gipfel bildet ein aufzunehmendes Tanzvideo der Vallstedter Vereinslegende Wilfried ’Willex’ Weißer gemeinsam mit Oliver Wendt. „Wer uns beide kennt, der weiß, dass wir gar nicht tanzen können“, erklärt der Beachwart und lacht.

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Wie diese Angebote bei interessierten Spendern ankommen, das könne Oliver Wendt selber nur ganz schwer abschätzen. „Es ist ein Versuch ins Blaue hinein, ich bin gespannt. Hoffentlich sehen die Leute, dass die Notwendigkeit eines zweiten Feldes besteht“, erklärt er und hat dabei vor allem die Nachwuchsmannschaften der Wikinger im Hinterkopf.

Weil durch die Corona-Pandemie das gemeinsame Hallentraining untersagt ist, haben viele Vikings-Akteure ihr Training auf die Beachanlage verlegt. Dazu kommen die Spieler, die leistungsorientierter trainieren und an Turnieren teilnehmen, außerdem einige Hobbygruppen. „Wer derzeit zu kurz kommt, das sind leider die Jugendlichen“, erklärt Oliver Wendt. Auch ohne die aktuelle Situation würde das eine Feld in Vallstedt nicht ausreichen, sagt der Beachwart.

Drei Nachwuchs-Mannschaften haben die Vikings, wobei ein Team im Schnitt aus zwölf Jugendlichen besteht. „Vier können immer gleichzeitig spielen, acht schauen also in die Röhre. Mit einem zweiten Feld könnte man das Team besser aufteilen und gut durchwechseln. Das wären ideale Bedingungen“, erklärt Wendt. Außerdem könnten die Vikings in Vallstedt neben ihren vereinsinternen Turnieren in Zukunft auch Wettkämpfe der nordwestdeutschen Beach-Tour ausrichten – dafür wäre ein zweites Feld essentiell.


Und wenn es tatsächlich so weit kommt, hätten die Vikings eine der schönsten Anlagen in Niedersachsen, auf denen A-Cups stattfinden können. „Ich war jetzt schon auf einigen. Und meistens sind das immer nur zwei Felder am Rande eines Fußballplatzes – ohne Sportheim nebenan oder sogar Bänke. Zum duschen und umziehen muss man dann erst noch über den Sportplatz rennen“, berichtet Oliver Wendt. Der angrenzende Beachclub hebe die Anlage in Vallstedt von den anderen ab.

Angelegt werden soll das neue Beachfeld direkt zwischen dem Fußballplatz von Grün-Weiß Vallstedt und dem grünen Klassenzimmer der örtlichen Grundschule. Die Verantwortlichen rechnen mit Gesamtkosten in Höhe von 10 000 Euro, 40 Prozent davon peilen sie zunächst durch ihre Spendenaktion an. „Das wäre der Materialwert für den Sand“, erklärt Oliver Wendt, der versichert: „Wir werden das alles in Eigenarbeit bewältigen und keine Firma kommen lassen, die uns das Loch buddelt.“

Die Arbeitseinsätze sollen so bald wie möglich stattfinden, also wenn es die Corona-Situation zulässt. „Wir peilen an, dass das Feld bereits am 15. Juli fertig ist“, erklärt Oliver Wendt optimistisch. Der Vorteil der Anlage: Sie soll multifunktional sein. Die Pfosten für das Volleyballnetz können zeitweise entfernt werden, damit auch die anderen Abteilungen von Grün-Weiß Vallstedt die Anlage nutzen können – zum Beispiel für Beachtennis oder Beachsoccer. „Damit würden wir die Abteilungen untereinander verbinden“, schwärmt Oliver Wendt.