22. Dezember 2020 / 21:30 Uhr

18 Versuche im Elfmeterschießen: Zweitligist Fürth kegelt Hoffenheim aus dem DFB-Pokal

18 Versuche im Elfmeterschießen: Zweitligist Fürth kegelt Hoffenheim aus dem DFB-Pokal

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Greuther Fürth ist ins Pokal-Achtelfinale eingezogen.
Greuther Fürth ist ins Pokal-Achtelfinale eingezogen. © imago images/Nordphoto
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Elfmeter-Drama in Sinsheim! Die TSG Hoffenheim ist nach einem nicht enden wollenden Shootout in der zweiten Pokal-Runde an Greuther Fürth gescheitert. Nach 18 Versuchen im Elfmeterschießen verwandelte Marco Meyerhöfer den entscheidenden Strafstoß. Fürth hatte sich über die komplette Spielzeit ebenbürtig präsentiert.

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Was für ein Drama! Nach einem an Dramatik kaum zu überbietenden Elfmeterschießen hat der starke Zweitligist Greuther Fürth den Bundesligisten TSG Hoffenheim in der zweiten Runde aus dem DFB-Pokal geschossen. Die Franken setzten sich letztlich mit einem 7:6 im Shootout durch, nach 120 absolvierten Minuten hatte es 2:2 (2:2, 1:1) gestanden. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Marco Meyerhöfer. Zuvor hatten auf Seiten der Hoffenheimer Kevin Vogt, Melayro Bogarde und Kasim Adams verschossen. Das auswärtsstarke Fürth steht somit im Achtelfinale.

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Die TSG hatte sich gegen den starken Zweitliga-Aufstiegskandidaten zuvor keinen Klassenunterschied erarbeiten können - im Gegenteil: Beide Mannschaften präsentierten sich in Sinsheim über die gesamte Partie nahezu gleichstark. Nach einem schweren Patzer von Kleeblatt-Keeper Sascha Burchert, der den Ball genau auf Ilhas Bebou spielte, sah es zunächst jedoch nach einem lockeren Erfolg der Gastgeber aus. Andrej Kramaric stellte auf 1:0 (13.).

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Fürth ließ sich aber nicht abschütteln. Nach einer Top-Chance für Bebou, der mit einem Fernschuss aber an Burchert scheiterte (20.), glich Sebastian Ernst im direkten Gegenzug aus, indem er Hoffenheims Abwehrchef Kevin Vogt tunnelte (21.). Jamie Leweling verpasste wenige Minuten später mit einem Kopfball die mögliche Führung der Franken (26.).

34 Sekunden nach Wiederanpfiff trifft Fürth

Die Partie nahm 34 Sekunden nach Wiederanpfiff an Fahrt auf - als Fürth auf 2:1 stellte. Marco Meyerhöfer (46.) wurde zwar von TSG-Keeper Oliver Baumann bedrängt, vollendete nach Nielsen-Vorlage dennoch stark. Die Führung der Gäste hielt nicht lange, Kevin Akpoguma köpfte eine Akpoguma-Flanke ein (49.). Hoffenheim mühte sich fortan, blieb aber ohne Fortune im Abschluss - und hatte am Ende Glück, nicht schon nach 90 Minuten rauszufliegen. Nach einem Foul von Ryan Sessegnon an Branimir Hrgota zeigte Schiedsrichter Sören Storks auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verballerte Paul Seguin allerdings gegen Baumann, der überragend parierte und der TSG so die Verlängerung sicherte. Da ging bei beiden Mannschaften nicht mehr viel zusammen - verständlich aufgrund der Belastung der vergangenen Wochen. Tendenziell war Fürth die bessere Mannschaft.


Es kam zum Elfmeterschießen: Nachdem Kramaric verwandelt hatte, verschoss Maximilian Bauer. Anschließend verwandelten Sebastian Rudy, Robert Skov und Sargis Adamyan für die TSG sowie David Raum, Seguin und Hans Nunoo Sarpei für Fürth, dann verschoss Kevin Vogt. Hrgota glich für Fürth aus, dann verschossen sowohl Melayro Bogarde als auch Sebastian Ernst. Kevin Akpoguma (Hoffenheim) und Paul Jaeckel (Fürth) zeigten sich wieder sicher, ebenso wie Sessegnon und Timothy Tillmann. Kasim Adams verschoss dann auf Seiten der TSG. Den entscheidenden Elfmeter für Fürth verwandelte dann Meyerhöfer.