04. April 2019 / 22:41 Uhr

Fußball als Familiensache: Die FSV Adenbüttel/Rethen ist in Homann-Hand

Fußball als Familiensache: Die FSV Adenbüttel/Rethen ist in Homann-Hand

Lennart Pankau
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Familienbande: Marvin Homann (r.) coacht bei der FSV Bruder Marius (gr. Bild r.) und Cousin Jan-Niklas (kl. Bild l.), mit Betreuer Julian Voges ist ein weiterer Cousin an Bord. 
Familienbande: Marvin Homann (r.) coacht bei der FSV Bruder Marius (gr. Bild r.) und Cousin Jan-Niklas (kl. Bild l.), mit Betreuer Julian Voges ist ein weiterer Cousin an Bord.  © Sebastian Preuß
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Fünf Jahre, zwei Aufstiege und eine Menge Spaß: Am Ende der Saison endet für Marvin Homann das Kapitel als Coach der FSV Adenbüttel/Rethen in der Fußball-Bezirksliga – und in gewisser Weise auch ein Familienprojekt. 

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„Nach nun fast fünf Jahren merke ich einfach eine gewisse Abnutzung. Außerdem schreibe ich bald meine Master-Arbeit und bin im Januar Vater geworden. Jetzt ist es der perfekte Zeitpunkt, um einen Schlussstrich zu ziehen.“

Von der 1. Kreisklasse führte er das Team zusammen mit seinem Co-Trainer Jannik Bruns in die Bezirksliga. „Es sind immer noch sechs Jungs da, die seit der ersten Stunde dabei sind“, so der 28-Jährige. Zu denen gehört auch sein Bruder Marius, der seinen Trainer lobt: „Ganz objektiv betrachtet, ist er ein super Coach. Sein taktisches Verständnis wird uns auf jeden Fall fehlen.“ Bei einer Sache blieb Adenbüttels Trainer aber immer sparsam: „Ich weiß nicht, ob ich auf dem Platz jemals ein Lob von Marvin bekommen habe“, sagt der spielende Bruder. „Das hat mich aber nur noch mehr motiviert, noch mehr Gas zu geben.“

Bei Marvin und Marius hört die Adenbütteler Familiengeschichte aber nicht auf: Mit Jan-Niklas Homann spielt der Cousin der beiden ebenfalls bei der FSV, und Betreuer Julian Voges hat zwar einen anderen Nachnamen, ist aber auch ein Cousin der Homanns. „Ich glaube, bei Julian sind die familiären Bande ein großer Grund dafür, dass er uns, nach seiner schweren Verletzung als Spieler, als Betreuer weiter als eine wichtige Stütze erhalten geblieben ist“, betont Trainer Marvin. „Dazu kommt, dass mein Vater und mein Onkel unsere treuesten Fans sind. Sie gucken quasi bei jedem Spiel zu.“ Das ging so weit, dass Ingo Homann, Vater von Marvin und Marius, sogar mal als Trainer für den verhinderten Marvin aushalf.

Auf Familienfeiern ist die FSV deshalb immer ein großes Thema. „Wir waren aber schon immer fußballverrückt. Der einzige Unterschied ist, dass sich jetzt alles mehr auf Adenbüttel fokussiert“, so Marvin Homann.

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Besonders vermissen werde er die Gemeinschaft. „Ich habe den Kader ja selbst zusammengestellt. Ich bin von allen Spielern sowohl fußballerisch als auch menschlich immer überzeugt gewesen“, betont er, fügte aber hinzu: „Dafür kann ich jetzt am Wochenende mit meiner Familie in den Urlaub fahren, ohne ständig Fußball im Hinterkopf zu haben.“ Diese Saison hatten viele den Adenbüttelern den dritten Aufstieg unter der Führung von Marvin Homann zugetraut, dafür bräuchte es aber ein Wunder. „Viele hatten uns zu Recht oben erwartet, aber wir sind diese Saison einfach super unkonstant. Das Potenzial hätten wir gehabt. Jetzt heißt es, die Saison vernünftig zu Ende zu bringen.“

Die FSV ist Fünfter. „Den Rang möchte ich zum Abschluss gerne halten.“ Sein Nachfolger steht bereits fest. Michael Horst, zur Zeit noch Trainer der zweiten und ehemaliger Spieler von Marvin, übernimmt das Ruder. Und mit Jan-Niklas und Marius wird der Name Homann weiter bei der FSV präsent sein.

Marvin Homann tippt den Bezirksliga-Spieltag

MTV Isenbüttel – FSV Adenbüttel/Rethen 0:1. Wir haben viele Ausfälle zu kompensieren, aber die Hoffnung stirbt noch nicht.

FC Wolfsburg – TSV Vordorf 2:2. Der FC ist spielerisch stärker, Vordorf über Konter immer gefährlich.

FC Schunter – TSV Hehlingen 1:3. Schunter hat mit vielen Baustellen zu kämpfen, Hehlingen hat einen neuen Trainer.

FC Türk Gücü Helmstedt – VfR Wilsche-Neubokel 1:2. Wilsche hat einen Lauf. Das ist der entscheidende Vorteil.

SV Gifhorn – TuS Neudorf-Platendorf 1:2. Platendorf ist sich, glaube ich, seiner Jägerrolle bewusst. Sie müssen gewinnen.

MTV Gamsen – SV Calberlah 2:2. Ein Unentschieden wäre für uns einfach das beste Ergebnis.

Lupo/Martini II – SSV Vorsfelde II 1:2. Beim SSV hat die erste Mannschaft in der Landesliga mit dem Titel abgeschlossen. Die Zweite steht jetzt mehr im Fokus.

VfL Wahrenholz – TSG Mörse 2:2. Mörse ist mit frischem Wind aus der Pause gekommen und nimmt deshalb einen Punkt mit.

Von Lennart Pankau

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