03. Dezember 2020 / 17:08 Uhr

Fußball: Eichsfelder Kreisliga-Trainer und ihr Hinrunden-Fazit

Fußball: Eichsfelder Kreisliga-Trainer und ihr Hinrunden-Fazit

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Den TSV Nesselröden (rote Trikots) und Eintracht Hahle trennt in der Tabelle der Fußball-Kreisliga lediglich ein Punkt.
Den TSV Nesselröden (rote Trikots) und Eintracht Hahle trennt in der Tabelle der Fußball-Kreisliga lediglich ein Punkt. © Helge Schneemann
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Einträchtig nebeneinander rangieren in der Tabelle der Staffel A die vier Eichsfelder Fußball-Kreisligisten. In einem engen Feld hat in der Winterpause der SV Eintracht Hahle auf Platz vier die Nase vorn.

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Sechs Spiele konnten absolviert werden, dann kam der November-Lockdown, und es war schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit in der Fußball-Kreisliga. Gespielt wird in der laufenden Saison sowieso in einem neuen Modus: Es gibt zwei Staffeln mit acht beziehungsweise sieben Teams, und im Anschluss an Hin- und Rückspiel stehen noch eine Auf- und Abstiegsrunde mit Mannschaften aus beiden Staffeln an. Wir haben uns bei den Verantwortlichen umgehört: Wie sind sie zufrieden mit dem Abschneiden ihrer Mannschaften?

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Die Eichsfeld-Vertreter gruppieren sich allesamt in der Staffel A ein und befinden sich nach sechs Spielen auch in der Tabelle ab Platz vier abwärts in trauter Nachbarschaft. Am besten steht der SV Eintracht Hahle mit neun Punkten da. Die Punkteteilung zu Saisonbeginn im Auswärtsspiel beim RSV Göttingen 05 (0:0) wurde mit schweren Verletzungen des spielenden Co-Trainers Joshua Busching und des Kapitäns Florian „Henne“ Wüstefeld teuer erkauft. Es folgten zwei weitere Punkteteilungen gegen GW Hagenberg und SC Rosdorf sowie eine Derbyniederlage gegen Nesselröden. Das Derby gegen Höherberg wurde mit 2:1 gewonnen und die aufsteigende Form mit einem 4:0-Heimsieg gegen den TSV La/Seu II untermauert. „Am Ende der Hinserie konnten wir uns über den Willen etwas zurück in die Spur kämpfen. Bleibt zu hoffen, dass wir im Frühjahr einigermaßen zur Normalität zurückfinden und sich die Mannschaft vernünftig auf eine starke Rückrunde vorbereiten kann“, sagt Torjäger Raphael Kopp.

Stefan Claus, Trainer des FC Höherberg, ist „mehr als zufrieden“, zumal „sechs absolute Leistungsträger“ das Team verlassen haben oder verletzt waren. „Wir haben nur drei A-Junioren dazugekriegt, die allerdings wunderbar eingeschlagen haben. Der Anfang sei etwas holprig verlaufen, ärgerlich sei im Spiel gegen Nesselröden das Gegentor zum 1:1 in der 92. Minute gewesen. Durch die Aufteilung in zwei Staffeln sei das Corona-Problem „ganz gut gelöst“ worden, „eine komplette Serie wäre nicht möglich gewesen“. Dass sich das Team nun erneut im Lockdown befindet, tue ihm für die jungen Spieler sehr leid. „Sie sind mega enttäuscht“, berichtet Claus. Andererseits sei die Maßnahme ja richtig.

Drei Punkte trennen den Sechsten TSV Nesselröden von Spitzenreiter SC Rosdorf. „Die Liga ist sehr ausgeglichen“, sagt Jan-Philipp Brömsen, der zusammen mit Gerd Müller das TSV-Trainerduo bildet. Gut sei, dass sein Team mit acht Gegentreffern hinter Hahle die abwehrstärkste Mannschaft der Liga sei, schlecht sei, dass man bei erzielten Treffern mit lediglich neun Toren den drittletzten Platz belege. „Wir haben vier bis sechs Punkte zu wenig geholt“, sagt Brömsen. Zufrieden ist er mit den guten Auftritten der Mannschaft gegen Hahle und Rosdorf, ebenso mit der „Entwicklung der Jungs“, die ja immerhin ein neues Spielsystem hätten umsetzen müssen. „Es ist eine junge Mannschaft mit Spielern aus dem eigenen Ort, und für viele ist es das erste Jahr in der Kreisliga. Nur müssen wir definitiv offensiv gefährlicher werden.“

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Mit sechs Zählern aus sechs Spielen rangiert der TSV Landolfshausen/Seulingen unter acht Mannschaften auf dem siebten Rang. „Wie wir uns in den meisten Spielen präsentiert haben, war völlig in Ordnung, und sechs Punkte sind normal, wenn man ehrlich miteinander ist“, sagt Trainer Timo Kleinken. Ein Negativ-Höhepunkt sei das 0:7 gegen Höherberg gewesen, „ein Grottenkick“, dafür habe man zu Hause den RSV 05 geschlagen. „Wir hätten gern drei Punkte mehr geholt, aber wir hatten auch viele verletzte oder angeschlagene Spieler. Vielleicht hing das damit zusammen, dass wir drei bis vier Monate nur trainiert haben und das Programm mit den ganzen Testspielen dann zuviel war.“