12. Juni 2020 / 17:40 Uhr

VfL-Frauen in Essen: Der vorletzte Schritt zum nächsten Meistertitel

VfL-Frauen in Essen: Der vorletzte Schritt zum nächsten Meistertitel

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bei der SGS Essen könnten die Wolfsburgerinnen (l. Ingrid Engen) dem Meistertitel ein großes Stück näher kommen.
Bei der SGS Essen könnten die Wolfsburgerinnen (l. Ingrid Engen) dem Meistertitel ein großes Stück näher kommen.
Anzeige

Am Samstag um 13 Uhr treten die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg zum Liga-Duell beim Tabellenfünften SGS Essen an. Mit einem Sieg ist den Wolfsburgerinnen der Meistertitel fast nicht mehr zu nehmen.

Anzeige
Anzeige

Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg greift wieder nach der Schale: Gewinnt die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch am Samstag das Liga-Duell bei der SGS Essen (13 Uhr, live auf Magentasport.de), kann nächsten Mittwoch im Heimspiel gegen den SC Freiburg die Titelverteidigung in der Liga perfekt gemacht werden. "Wir können uns auf der Zielgeraden nur selber schlagen. Wir sind selbstbewusst und wissen wie stark wir sind", sagt Trainer Stephan Lerch. "Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, wird es zu keinem Endspiel in München kommen."

Am Sonntag in einer Woche spielt der VfL (jetzt 52 Zähler) beim FC Bayern (44 Punkte), vier Spieltage haben die Wolfsburgerinnen noch vor sich. Lerch: "Es ist unser Ziel, das vorher schon klar zu machen. Es spricht nicht viel gegen uns - wir müssen jetzt nur die letzten Meter gehen." In München wird nicht mit einem Wolfsburger Patzer gerechnet. "Ich glaube, dass die jetzt gnadenlos durchziehen werden", sagte FCB-Mittelfeldspielerin Melanie Leupolz bei Eurosport.

Wiedersehen im Pokalfinale

Die SGS wird es dem Double-Gewinner auf dem Weg zur insgesamt sechsten Meisterschaft (vierte in Folge) aber nicht einfach machen. In der Liga gab es zwar zuletzt eine 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Köln, doch machten die Schönebeckerinnen vergangenen Mittwoch durch einen 3:1-Erfolg im Halbfinale gegen Bayer Leverkusen den Einzug ins DFB-Pokalendspiel perfekt. Dort wartet am 4. Juli im Kölner Rhein-Energie-Stadion ausgerechnet der VfL, der sich im Halbfinale mit 5:0 bei Arminia Bielefeld durchsetzte.

Halbfinal-Sieg der VfL-Frauen in Bielefeld - Die Bilder

Pernille Harder (M) schießt das Tor zum 0:1 per Elfmeter Zur Galerie
Pernille Harder (M) schießt das Tor zum 0:1 per Elfmeter ©

"Ich bin wirklich gespannt, wie Essen dieses Spiel angehen wird", so Lerch, denn: "Sie haben zwei englische Wochen hintereinander absolviert und haben von der Kaderbreite her wahrscheinlich nicht so die Möglichkeiten wie wir. Nun haben sie zudem ein intensives Pokalspiel in den Knochen." Das Endspiel im Pokal ist für Essen "das Highlight, dort geht es um einen Titel. Deswegen bin ich sehr gespannt, ob mein Kollege vielleicht der einen oder anderen Spielerin eine Pause geben wird." Sich auf eine vermeintliche Aufstellung zu konzentrieren, sei dementsprechend kaum möglich. Für Lerch ist dennoch klar: "Wir müssen deren Offensive möglichst unterbinden, dort haben sie mit Lea Schüller, Nicole Anyomi und Turid Knaak viel Qualität. Marina Hegering ist aus der Distanz sehr abschlussstark - diese Power dürfen wir nicht ins Spiel kommen lassen."

Mehr zum VfL Wolfsburg

Top-Torjägerin Schüller (15 Treffer in der Liga, wechselt kommende Saison zum FC Bayern) spielte in Leverkusen über die volle Distanz, die zukünftige VfLerin Lena Oberdorf wurde in der 66. Minute eingewechselt, mit ihr ist zu rechnen. Lerch: "Wir wollen wieder viel Ballbesitz haben und das Spiel bestimmen, sodass Essen hinterher laufen muss", verrät Lerch.

In Bildern: Die Transfers der Frauen-Bundesliga 2020/2.

Auch in der Corona-Krise treiben die Vereine der Frauenfußball-Bundesliga ihre Personalplanungen für die neue Saison voran. Der SPORTBUZZER fasst die wichtigsten Transfers zusammen. Zur Galerie
Auch in der Corona-Krise treiben die Vereine der Frauenfußball-Bundesliga ihre Personalplanungen für die neue Saison voran. Der SPORTBUZZER fasst die wichtigsten Transfers zusammen. ©

Doorsoun freut sich auf Ex-Verein

Für die wiedergenesene Sara Doorsoun ist die Rückkehr an alte Wirkungsstätte immer noch etwas Außergewöhnliches. Die Abwehrspielerin spielte von 2013 bis 2018 bei der SGS Essen, wechselte dann nach Wolfsburg. "Es wird immer etwas Besonderes für mich sein, zurück an die Hafenstraße zu kommen." Aber "ich bin nun im zweiten Jahr beim VfL und Wolfsburg ist jetzt meine Heimat. Ich fühle mich hier wohl im Team und habe nicht umsonst meinen Vertrag hier vorzeitig verlängert."