09. Juli 2020 / 16:13 Uhr

Wahrenholzer Fußballerinnen ziehen sich aus der Landesliga zurück, Gifhorns Trainer Winkelmann legt Amt nieder

Wahrenholzer Fußballerinnen ziehen sich aus der Landesliga zurück, Gifhorns Trainer Winkelmann legt Amt nieder

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die Wahrenholzerinnen spielen künftig nicht mehr in der Landesliga.
Die Wahrenholzerinnen spielen künftig nicht mehr in der Landesliga. © Michael Franke
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Freiwilliger Rückzug der Fußballerinnen des VfL Wahrenholz und große Personalveränderungen bei der SV Gifhorn. Bei den beiden Landesliga-Vertretern aus dem Kreis Gifhorn gibt es wegweisende Entscheidungen.

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Der VfL Wahrenholz wird in der kommenden Saison in der Bezirksliga antreten. „Wir standen letztes Jahr schon vor dieser Frage, hatten uns aber gemeinsam durchgerungen, das Abenteuer Landesliga noch einmal zu wagen“, sagt Trainer Stefan Theuerkauf. In der vergangenen Saison gelangen dem VfL bis zum Abbruch in zwölf Spielen drei Siege und ein Unentschieden, acht Mal musste man sich geschlagen geben. Theuerkauf: „Wenn ich alle Mädels an Bord habe, können wir mit jedem Team mithalten.“ Doch das war zu selten so. Und jetzt „kommen studienbedingt Spielerinnen dazu, die nicht immer da sein können. Auch die Mütter in unserer Mannschaft sehen sich aufgrund der Fahrstrecken in der Bezirksliga besser aufgehoben.“

Weniger Druck für junge Spielerinnen

Dazu kommt: „Wir haben viele junge Spielerinnen im Team, die im Laufe der kommenden Hinrunde 16 Jahre alt werden. Wir wollen sie nicht verheizen, denn eine Umstellung von Klein- auf Großfeld, Jugend- in den Frauenbereich bedeutet immensen Druck.“ Und so kam der Verein zu dem Entschluss, dass das „eine Nummer zu groß für uns ist. Dementsprechend möchten wir uns eine Klasse tiefer in Ruhe neu aufbauen. Alle sind erleichtert und schauen optimistisch nach vorne.“

Winkelmann legt Traineramt nieder, Langenheim übernimmt

Die SV Gifhorn bleibt der Landesliga erhalten, der langjährige Trainer Mark Winkelmann hat sein Amt auf eigenen Wunsch abgegeben. Auch die Co-Trainer Mirko Pribyl und Volker Püschel hören auf. „Ich werde mich sportlich etwas zurückziehen“, so Winkelmann, der aber weiterhin in administrativer Form dabei bleiben wird. Der Abgang, so Winkelmann, habe „nichts mit sportlichen Misserfolgen zu tun. „Ich sagte ja schon etwas länger, dass die Mannschaft mal ein neues Gesicht braucht und jetzt ist es sinnvoll, das so zu gestalten.“

Sein Nachfolger wird Torsten Langenheim. „Wir sind froh, eine interne Lösung gefunden haben“, bestätigt Winkelmann, denn: „Er verfügt über viel Erfahrung, ist vor Jahren mit unseren B-Mädchen schon einmal Bezirksliga-Meister geworden.“ Unterstützt wird Langenheim von Ralf und Regina Hoppe sowie Rene Strauss.

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Top-Torschützin Pribyl schließt sich Barmke an

Doch auch auf dem Platz gibt es Neuigkeiten, mit Jannika Pribyl verlässt die Top-Torjägerin den Verein und schließt sich dem Oberligisten TSV Barmke an. In der vergangenen abgebrochenen Landesliga-Saison erzielte die Angreiferin sieben Tore für die SVG und war damit die beste Torschützin in der Mannschaft. „Sie kam vor geraumer Zeit auf mich zu und hat um Freigabe gebeten, da sie sich noch einmal in Barmke in einer höheren Liga versuchen will“, bedauert Winkelmann. Der TSV war seit zwei Jahren an den Diensten von Pribyl interessiert, dementsprechend „haben wir dem Wunsch entsprochen und wünschen ihr alles Gute und dass sie dort so viele Tore schießt wie bei uns in Gifhorn.“