18. April 2021 / 17:34 Uhr

Dannenbüttels Kapitän Stoye kämpft gegen Corona und auf dem Rennrad

Dannenbüttels Kapitän Stoye kämpft gegen Corona und auf dem Rennrad

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Häufig auf zwei Rädern unterwegs: Dannenbüttels Kapitän Jakob Stoye hält sich in der Zeit ohne Fußball mit Rennrad-Touren fit.
Häufig auf zwei Rädern unterwegs: Dannenbüttels Kapitän Jakob Stoye hält sich in der Zeit ohne Fußball mit Rennrad-Touren fit. © Privat
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Er ist der Kopf der Mannschaft, sein Wort hat auf dem Platz und in der Kabine Gewicht: Der Fußball-Kapitän. In der Corona-Krise ist vieles anders, er aber nicht weniger gefordert. Wie funktioniert Zusammenhalt trotz Lockdown? Wie geht Gemeinsamkeit trotz Einsamkeit? Wie geht Fitness ohne Teamtraining? Der SPORTBUZZER fragt nach: Wie ist die Lage, Kapitän?

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Die Saison im Amateurfußball ist beendet und damit auch der Lauf des SV Dannenbüttel. Das Team von Trainer Denis Mora, der seinen Vertrag kürzlich bis 2025 verlängerte, war in den vergangenen beiden Jahren von der 3. bis in die 1. Kreisklasse Gifhorn aufgestiegen. Bis zuletzt befand sich der SVD auf dem zweiten Tabellenplatz, der besten Platzierung der Vereinsgeschichte. Einen Aufstieg in die Kreisliga wird es nach der Saison-Annullierung aber nicht geben.

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Wie für alle Amateur-Fußballer gibt es für Dannenbüttels Kapitän Jakob Stoye aufgrund des Corona-Virus keinen Trainings- und Spielbetrieb, neben dem Platz hat der Mittelfeldspieler aber gerade aufgrund der Pandemie mehr zu tun. Seinem Vater gehört die Aller-Apotheke in Gifhorn, dort hilft Stoye regelmäßig bei den Corona-Testungen. „Es fühlt sich gut an, aktiv beim Kampf gegen das Corona-Virus mitwirken zu können“, sagt Stoye.

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Laufen mit der Freundin, Rennrad mit den Kommilitonen

Trotz des Mannschaftssport-Verbots bleibt Stoye sportlich aktiv. „Meine Freundin ist bei der Polizei und muss bald eine Lauf-Prüfung ablegen. Da laufen wir halt zusammen“, sagt der 21-Jährige. Zudem fährt der Mathematik-Student mit einigen Kommilitonen Rennrad. Schon öfter sind sie die rund 70 Kilometer nach Königslutter und zurück gefahren. Sie trainieren, um die gut 250 Kilometer lange Strecke von Münster nach Braunschweig zu bewältigen. „Der Vater von einem meiner Kommilitonen hatte das schon öfter gemacht“, sagt Stoye. „Da fühlten wir Jüngeren uns herausgefordert, das auch schaffen zu müssen“, sagt er und lacht.



Vorfreude auf die Rückkehr ins Mannschaftstraining

Stoye hofft darauf, neben seinem Training auf dem Rennrad bald auch wieder gegen den Fußball treten zu dürfen. Die Saison-Annullierung bedauert er aus mehreren Gründen. „Wir hatten das letzte Spiel vor dem Saisonende gegen Neudorf-Platendorf II verloren, dementsprechend groß war unsere Motivation, es wieder besser machen zu wollen.“ Zudem wollten er und seine Mitspieler „da weitermachen, wo wir aufgehört hatten“, sagt Stoye. „Unser Anspruch war nicht, direkt wieder aufzusteigen, aber nach dem Saisonverlauf hatte es uns umso mehr motiviert, das doch schaffen zu können.“ Noch sehnlicher als die neue Saison erwartet Dannenbüttels Kapitän die Rückkehr in den Trainingsbetrieb. „Ich freue mich wahnsinnig darauf, die ganze Mannschaft endlich wieder zu treffen und gemeinsam eine Runde zu zocken.“

Die Kapitäns-Tipps für die Corona-Zeit

Sport-Tipp: „Sich einen Football schnappen und draußen hin- und herwerfen. Es ist nicht so einfach, den Football richtig zu werfen, mir gefällt die Herausforderung.“

Podcast-Tipp: „Gemischtes Hack. Ich finde es cool, wie entspannt Felix Lobrecht und Tommi Schmitt miteinander reden und mich dadurch auch gut unterhalten.“

Freizeit-Tipp: „Ein Musik-Instrument erlernen. Wenn nicht jetzt, wann hat man dann noch mal so viel Zeit, um sich geduldig hinzusetzen und so was zu lernen. Ich bin gerade zum Beispiel dabei Gitarre spielen zu lernen.“

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!