03. Dezember 2020 / 16:22 Uhr

Fußball: Göttinger Kreisliga-Trainer und ihr Hinrundenfazit

Fußball: Göttinger Kreisliga-Trainer und ihr Hinrundenfazit

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Der SC Rosdorf grüßt zur Winterpause von der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A.
Der SC Rosdorf grüßt zur Winterpause von der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A. © Helge Schneemann
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Mit dem SC Rosdorf überwintert ein Team an der Tabellenspitze der Staffel A der Fußball-Kreisliga, das viele vor der Saison dort erwartet hatten. Überraschender ist da schon der zweite Platz für den Aufsteiger Bovender SV II in einer enorm ausgeglichenen Liga.

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Sechs Spiele konnten absolviert werden, dann kam der November-Lockdown, und es war schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit in der Fußball-Kreisliga. Gespielt wird in der laufenden Saison sowieso in einem neuen Modus: Es gibt zwei Staffeln mit acht beziehungsweise sieben Teams, und im Anschluss an Hin- und Rückspiel stehen noch eine Auf- und Abstiegsrunde mit Mannschaften aus beiden Staffeln an. Wir haben uns bei den Verantwortlichen umgehört: Wie sind sie zufrieden mit dem Abschneiden ihrer Mannschaften?

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Der SC Rosdorf war vor der Serie als Top-Favorit der Staffel A gehandelt worden – und wird als Team, das auf dem ersten Platz überwintert, dieser Rolle zumindest in der Tabelle auch gerecht. Andererseits liegen zwischen dem Ersten und dem Sechsten gerade einmal drei Punkte. „Natürlich ist man als Trainer zufrieden, wenn man ganz oben steht, aber wir haben in einigen Spielen richtig Glück gehabt, und der Unterschied zwischen dem Ersten und dem Sechsten ist nicht groß“, sagt SC-Trainer Esmir Muratovic, der Tobias Schütte heraushebt: „Er hat eine hervorragende Hinserie gespielt.“ Außerdem verfüge man mit Moses Ojugo über einen erfahrenen Torwart. „Wir haben 23 Spieler, und ich habe noch nie einen so großen Kader gehabt. Wir haben viel Quantität, aber auch viel Qualität“, so Muratovic.

Der Bovender SV II rangiert als Aufsteiger nach sechs Spielen auf dem zweiten Rang. „Mit zehn Punkten aus sechs Spielen stehen wir auf Platz zwei besser da, als erwartet“, sagt BSV-Abteilungsleiter Daniel Vollbrecht. Nach einem unglücklichen Start gegen Nesselröden habe man relativ schnell die Kurve bekommen. Nun sollen so schnell wie möglich die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt geholt werden.

Ebenfalls zehn Punkte auf dem Konto hat der RSV Göttingen 05. „Man hat gemerkt, dass durch den Modus mit Auf- und Abstiegsrunde jedes Spiel so etwas wie ein Endspiel war. Jeder schlägt jeden, da war alles drin, die Trainer wollten Vollgas sehen“, sagt Trainer Stefan Meyer. Bestes Beispiel sei das eigene Team gewesen: „Wir verlieren in Landolfshausen und fiedeln dann Rosdorf weg.“

Grün-Weiß Hagenberg bildet mit vier Zählern das Schlusslicht der Staffel A. „Wir hatten großes Verletzungspech, sodass teilweise acht Spieler gefehlt haben, und dann haben wir natürlich auch unter unseren Möglichkeiten gespielt“, sagt Trainer Mariusz Burzynski. So habe man gegen den TSV Landolfshausen/Seulingen II nach einer 2:0-Führung niemals verlieren dürfen. „Das war Unvermögen.“ Corona habe den Spielbetrieb dergestalt beeinflusst, „dass man bei einem kleinen Schnupfen sicherheitshalber auf den Spieler verzichtet hat“.

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Trainer Matthias Knauf steht mit der SV Groß Ellershausen/Hetjershausen, dem einzigem Vertreter des Fußball-Altkreises Göttingen in der Staffel B, auf dem dritten Platz und ist „sportlich zufrieden“. Wie hat sich das Team in der sogenannten Harz-Staffel akklimatisiert? Knauf antwortet angesichts der weiten Auswärtsfahrten mit Galgenhumor: „Wir sind total happy, haben ein Buch ,Die schönsten Wanderwege im Harz’ in Arbeit.“ Im Hinblick auf die Fortführung der Saison sei er nicht nur sportlich optimistisch: „Es wird wärmer und damit ungefährlicher, dazu kommt der Impfstoff, und überhaupt: Wenn alle so vernünftig agieren würden wie die Fußballer, wären wir alle weiter.“