12. Januar 2021 / 20:41 Uhr

Abbruch in weiter Ferne: Das sind die drei Szenarien für den Landesliga-Spielbetrieb

Abbruch in weiter Ferne: Das sind die drei Szenarien für den Landesliga-Spielbetrieb

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Thorsten Schuschel, Vorsitzender des Spielausschusses, spricht im Rahmen der Videokonferenz mit den 19 Vereinen aus der Landesliga.
Thorsten Schuschel, Vorsitzender des Spielausschusses, spricht im Rahmen der Videokonferenz mit den 19 Vereinen aus der Landesliga. © Christoph Hage
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Fest steht, dass nichts feststeht. Das ist auch am 12. Januar 2021 so. In ganz Fußball-Deutschland - die drei Profiligen einmal ausgenommen. Wobei auch die mit den Corona-Folgen zu kämpfen haben. Wie es im Bezirk Hannover weitergehen könnte in dieser so verkorksten Saison 2020/2021, hat der Vorstand am Dienstagabend mit seinen Vereinen besprochen.

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Zu einem großen Dialog ist es am Dienstagabend bei der Videokonferenz des Fußball-Bezirks Hannover mit den 19 Landesligisten nicht gekommen. Darum ging es auch nicht.

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"Erwartet nicht von uns, dass ihr heute Auskünfte von uns bekommt, wann es weitergehen kann", sagte Bezirks-Vorsitzender August-Wilhelm Winsmann in seiner Begrüßung. "Das wissen wir nicht, das wisst ihr nicht. Wir wollen euch zeigen, dass wir nicht weg sind, an euch denken und im Hintergrund weiterarbeiten."

Bilder vom Training von Hannover 96 (12. Januar)

Bilder vom Training von Hannover 96 (12. Januar) Zur Galerie
Bilder vom Training von Hannover 96 (12. Januar) © Florian Petrow

Zwei Wochen Vorbereitung sollen reichen

Vielmehr ging es den Verantwortlichen darum, Alternativen aufzuzeigen, "die ihr euch in den nächsten Tagen durch den Kopf gehen lassen könnt", sagte Winsmann. Zu gegebener Zeit, wenn abzusehen sei, dass es weitergehen könnte, sollen diese Vorschläge wieder auf den Tisch kommen.

Mindestens zwei Wochen sollen den Kickern zur Vorbereitung reichen, die Punkte aus der Vorrunde in jedem Fall nicht mit in die Endrunde genommen werden. Thorsten Schuschel, Vorsitzender des Spielausschuss, zeigte den 32 Teilnehmern anschließend drei Möglichkeiten auf.

Planungen im Reagenzglas.

Variante A sieht vor, dass die Vorrunde in Gänze zu Ende gespielt wird (bis Ende Juni), die Endrunde entfällt. Der Meister wird zwischen den beiden Erstplatzierten der Gruppen Nord und Süd ermittelt, die drei Letztplatzierten steigen grundsätzlich ab.

Die Variante B schlägt vor, dass die ausstehenden Spiele der Vorrunde bis Mitte April durchgezogen werden. Auch die Endrunde würde in diesem Fall Wochenspieltage vorsehen. In Variante C wird die Vorrunde abgebrochen und die Saison Mitte April mit der Endrunde (nach aktuellem Tabellenstand eingeteilt) fortgeführt.

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"Gibt es ein Worst-Case-Szenario?"

Die vierte Variante, der Saisonabbruch, war nur kurz Thema. "Gibt es ein Worst-Case-Szenario?", wollte Wolfgang Krause, Abteilungsleiter des TSV Godshorn, wissen. "Das ist nicht das, was wir vorrangig betrachten", antwortete Schuschel. "Uns geht es darum, Perspektiven aufzuzeigen." Für solche Gedanken sei es noch zu früh.

Am Dienstag, 26. Januar, wollen sich die Landesligisten an gleicher Stelle wiedertreffen. Denn klar ist auch: Die Entscheidung trifft in letzter Konsequenz der Vorstand des Bezirks, "aber wir wollen die Zukunft mit euch gemeinsam klären", stellte Schuschel abschließend klar.