25. Mai 2021 / 15:21 Uhr

Kreisligist Osloß mit Transfer-Coup: Dieser Zugang hat Zweitliga-Erfahrung

Kreisligist Osloß mit Transfer-Coup: Dieser Zugang hat Zweitliga-Erfahrung

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Erster Neuzugang: Imed Magroun soll die Defensive des SV Osloß stabilisieren.
Erster Neuzugang: Imed Magroun soll die Defensive des SV Osloß stabilisieren. © Privat
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Der Gifhorner Fußball-Kreisligist SV Osloß hat mit Imed Magroun seinen ersten Neuzugang für die kommende Spielzeit verpflichtet. Der Innenverteidiger spielte in der zweiten tunesischen Liga.

 Die gewünschte Verjüngung des Kaders gestaltet sich für den SV Osloß schwierig, dafür ist dem Gifhorner Fußball-Kreisligisten ein echter Transfer-Coup gelungen. Mit Imed Magroun verpflichtete der SVO einen Spieler, der in der Vergangenheit in der zweiten tunesischen Liga spielte. „Er ist eine super Verstärkung für unsere Defensive, da hatten wir in den vergangenen Jahren Probleme“, sagt Trainer Dominique Dolata.

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Magroun kam vor einem Jahr aus Tunesien nach Deutschland und stand in der vergangenen Saison beim Trierer Kreisligisten SV Leiwen-Köwerich unter Vertrag. Dort konnte der 28-jährige Innenverteidiger aufgrund des Corona-Virus aber keine Spiele absolvieren. In Tunesien arbeitete Magroun im Hotel-Gewerbe und erlernte dort bereits die deutsche Sprache. Verständigungsprobleme wird es deshalb nicht geben. „Er soll in der Defensive unser Wortführer werden und die Abwehr organisieren“, sagt Dolata.

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Landesliga-Niveau

Magroun arbeitet und wohnt selbst in Osloß und schrieb den Verein an. Dolata erkundigte sich daraufhin über den tunesischen Fußball. „Die zweite Liga scheint mit der deutschen Landesliga gleichzusetzen zu sein. Er hätte sicherlich auch die Chance gehabt, höher spielen zu können“, sagt Dolata, der einen guten ersten Eindruck von seinem Neuzugang bekam. „Imed ist ein ruhiger Typ und hat große Lust bei uns zu spielen. Er will auch neben dem Platz Zeit mit seinen neuen Mitspielern verbringen und sich schnellstmöglich in die Mannschaft integrieren.“

Kaderverjüngung gestaltet sich schwierig

Mit Julian Prygodda steht Trainer Dolata in der neuen Saison ein weiterer Spieler zur Verfügung. Der Bruder von Philipp Usemann kommt aus der Reserve des Braunschweiger Bezirksligisten SV Kralenriede, kickte in der vergangenen Saison aber bereits für die Reserve des SVO. „Es wird schwer für ihn, den Wechsel von der Kreisklasse in die Kreisliga zu bewältigen, aber er will es versuchen“, sagt Dolata, der seinen Vertrag Mitte Januar für eine weitere Saison verlängert hatte. Jason Hein, der für Osloß nicht zum Einsatz kam, wird den Verein dagegen Richtung SV Wagenhoff verlassen.

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Das Vorhaben von Coach Dolata, den Kader zu verjüngen, gestaltet sich schwierig. „Ich war an mehreren jungen Spielern dran, aber die meisten haben sich für andere Vereine entschieden.“ Der Verein befindet sich noch im Austausch mit zwei bis drei potenziellen Neuzugängen. Vor allem auf der Position des Torhüters wünscht Dolata sich eine weitere Option neben Justin Mayer.

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